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Säuglinge hören mehr als gedacht

Säuglinge hören mehr als gedacht
Bild: © aleksey ipatov - Fotolia.com

Rundherum pulsiert das Leben, aber das Baby schlummert unbekümmert im Kinderwagen. Großartig. Doch was so allerliebst und seelenruhig ausschaut, täuscht gewaltig. Das Baby bekommt im Schlaf mehr mit, als gedacht. Das haben jetzt Forscher des Institutes of Psychiatry am Londoner King’s College herausgefunden.
Dazu haben sie 21 Babys im Alter von drei bis sieben Monaten jeweils neutrale Geräusche oder menschliche Laute, wie Husten, Niesen, Lachen oder Weinen vorgespielt.

Die Babys selbst haben diesen Test komplett verschlafen, ihre Gehirnaktivität wurde dabei jedoch von einem Kernspintomographen überwacht. Und dessen Aufzeichnungen brachten Erstaunliches zutage. So reagierten die Säuglinge nicht nur besonders stark auf die ihnen vertrauten Stimmen, sondern es wurden auch Hirnareale aktiviert, von denen angenommen wird, dass sie für die Einordnung von Gefühlen zuständig sind.

Die Forscher folgern, dass selbst drei Monate alte Babys stets ein waches Ohr für die Gefühlslagen ihrer Mitmenschen haben und sogar im Schlaf in der Lage sind, den emotionalen Gehalt von Äußerungen wahrzunehmen. Für das Expertenteam waren diese Ergebnisse übrigens ein Anlass, um weiter zu forschen. Zum Beispiel dazu, ob mittels Kernspintomographie eine Früherkennung von Entwicklungsstörungen wie Autismus möglich ist.

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