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Windelfrei - Töpfchen statt Wickeltisch

Windelfrei - Töpfchen statt Wickeltisch
Bild: © Serhiy Kobyakov - Fotolia.com

Ein Baby ohne Windeln? Katrin Ternes wusste, dass das möglich war, dachte aber: „Klar, beim dritten Kind habe ich nichts Besseres zu tun, als ständig zu gucken, dass das Kind mich nicht anpinkelt.“ Doch dann war Rosalie da und mit ihr plötzlich auch der Gedanke: Vielleicht geht es doch. „Ich wollte sie einfach nicht in ihren Ausscheidungen liegen lassen“, erzählt Katrin.

Hohe Trefferquote



Und so begann sie schon im Wochenbett, jedes Mal, wenn sie selbst zur Toilette musste, Rosalie über dem Waschbecken abzuhalten. Erstaunlicherweise klappte das von Anfang an so gut, dass zumindest jeder Stuhlgang ins Becken ging. Katrin nahm sich Zeit für ihr Wochenbett, und als sie nach gut drei Wochen wieder in den normalen Familienalltag zurückkehrte, wusste sie bereits genau, wann Rosalie musste. Meistens kurz nach dem Stillen oder nach dem Aufwachen. Eine kleine Schüssel oder ein Schraubglas wurden ihre ständigen Begleiter, wenn sie mit Baby unterwegs war. Nachts nahm Katrin ihre Tochter mit ins Bett, und wenn diese musste, klopfte sie Mama auf den Arm.

Reserve-Dress für unterwegs



Natürlich gab es kleine Unfälle. „Windelfrei heißt für mich auch ein körpernaher Umgang mit dem Baby“, erklärt Katrin. Solange sie Rosalie im Tragetuch trug, ging so gut wie nie etwas daneben. Das passierte eher später, als Rosalie anfing zu krabbeln und nicht mehr ständig in Mamas Nähe war. Wer sein Kind windelfrei lassen möchte, braucht auf alle Fälle Wechselkleidung und zwar sowohl für das Kind als auch für sich selbst. Da es kaum Windelfrei-Kleidung in den kleinen Babygrößen gibt, ist ein bisschen Kreativität gefragt. „Ich hab in einem Drogeriemarkt kleine Unterhosen gefunden und ansonsten trug sie einfach etwas längere Unterhemden“, erinnert sich Katrin.

Schneller trocken



Windelfrei heißt auch nicht, dass es immer ohne Windeln geht. Als Rosalie gut ein halbes Jahr alt war, nahm Katrin sie mit zur Mutter-Kind-Kur. In dieser Zeit hat sie ihre Tochter überwiegend gewindelt. Dasselbe folgte dann sechs Monate später noch einmal, als Katrin wieder anfing zu arbeiten und ihrer Tochter darum weniger Aufmerksamkeit schenken konnte. Doch die Windelepisoden blieben kurze Phasen. Mit 16 Monaten ging Rosalie selbstständig aufs Töpfchen und mit 18 Monaten war sie tagsüber und nachts trocken.

Katrins Söhne, beides Wickelkinder, waren mit zwei- bzw. dreieinhalb Jahren trocken. „Im Vergleich dazu fand ich den windelfreien Umgang mit meiner Tochter viel einfacher“, meint Katrin. „Kein Wundsein, kein stinkendes Kind in vollen Windeln und nach 18 Monaten war das Thema komplett durch.“

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Kommentare von Lesern:

 
Patricia, Berlin:
20.01.2013 22:48
Für alle Interessierten: Es gibt jetzt auch Kurse zum Thema Windelfrei, einfach mal hier bei Kidsgo suchen, ob in Eurer Stadt einer angeboten wird.
Claudia, München:
22.10.2012 21:52
Windelfrei/Elimination communication ist die logische Folge von Stillen, Tragen, Familienbett. Es bezieht neben Nahrung und Nähe auch ein weiteres Grundbedürfnis des Kindes mit ein, sein Ausscheidungsbedürfnis. Und für all seine Bedürfnisse setzt es Kommunikaton ein - ist die Kompetenz eines Kindes nicht ein Wunder der Natur???
Susan, Chmenitz:
22.10.2012 19:35
Ich habe von Windelfrei erfahren als unsere Tochter 8 Wochen alt war. Jetzt ist sie 18 Monate: sie "sagt" und zeigt an wenn sie auf Toilette muss. Ich bin wirklich froh, dass ihr großeses Geschäft zu 98 Prozent in der Toilette landet und sie keinen verschmierten Popo hat. Trotzdem nutzen wir Windeln als backup um kleinere Unfälle aufzufangen oder wenn wir unterwegs sind. Ich würde es immer wieder tun. Erstaunlich für mich war, dass sie es angezeigt hat, noch bevor sie reden konnte. Sie "wusste" wann sie muss- auch wenn sie es vielleicht noch nicht kontrollieren kann- wie die Ärzte immer behaupten.
Christiane,Berlin:
21.10.2012 10:24
Ja bei uns kam es auch im Wochenbett und klappte von Anfang an so gut.. jeden Morgen klappt es seitdem zuverlässig und manchmal 1-2 mal am Tag. Dazwischen bin ich mit Alltag zu abgelenkt, aber es ist ja auch nicht wirklich wichtig alles aufzufangen.... jedenfalls sagt Sie es davor, dabei oder manchmal auch danach.. Mit 17 Monaten sind wir aber noch fern von komplett trocken und die Kommunikation mit dem Kind ist jedenfalls so toll... probiert es aus!
Katharina, Hildesheim:
20.10.2012 16:21
Mein Sohn ist jetzt 4 Monate alt und wir üben uns fleißig in Elimination Communication. ("Windelfrei" sagen wir zwar meist der Einfachheit halber, aber in Wirklichkeit hat der Kleine immer mindestens ein provisorisches Backup, oft auch eine Windel am Po.)
Ich finde es enorm hilfreich, dass ich mich mit ihm über seine Bedürfnisse austauschen kann. So oft am Tag, wie er quengelig wird, bin ich dankbar, dass ich weiß, dass dies seine Ansage ist, dass er mal aufs Klo muss. Wüsste ich nicht um windelfrei, ich würde wegen des ständigen Gequengels wahnsinnig werden. So aber bin ich glücklich, dass der Kleine sagt, was er will. Und er ist glücklich, dass ich ihn abhalte und lacht und gluckst hinterher jedesmal ganz zufrieden.
Jedem, der denkt, windelfrei sei zu anstrengend, kann ich nur erwidern: ich bin froh, dass ich weiß, was mein Kind von mir will, wenn es mal wieder scheinbar grundlos quengelt. - Alles andere wäre mir zu anstrengend.
Christina, Berlin:
20.10.2012 10:15
Wir haben hier schon ein großes, dem Windelfrei entwachsendes Kind. Damals waren wir Spätstarter (Ende 4. Lebensmonat). Wir sind nun auf unser baldiges Winterkind gespannt. Windelfrei / Elimination Communication ab Geburt gepaart mit Stillen, Familienbett und Tragen - mal schauen, wie wir es hinbekommen... :)
Katharina, Berlin:
20.10.2012 09:31
Auch meine Tochter (8 Monate) wächst ohne Windeln auf und nach anfänglicher Skepsis in meinem Umfeld sind nun alle begeistert davon und halten auch mal gern die Kleine ab. Und ich genieße die intensive Kommunikation mit meinem Kind. Alleine schon teilzeit nur für das "große Geschäft" würde ich mich immer wieder für windelfrei entscheiden. Das geht morgens ins Töpfchen und fertig ist das Thema für den Rest des Tages. Kein verschmierter Po und stinkende Windeln.
C.J., Karlsruhe:
18.10.2012 11:18
Schön zu hören, wie gut es bei Rosalie elaufen ist. Wir erziehen unsere Tochter auch windelfrei, und das ist eine richtig tolle Sache! Mann kann auch übrigens "Windelfrei mit Windel" praktizieren... Wo mann quasi ein Windel als Schutz benutzt, aber diese dann eben kurz auszieht wenn das Baby mal muss.
Nicola, Berlin:
18.10.2012 02:49
Was für eine schöne Geschichte! 18 Monate ist allerdings auch für ein Windelfrei-Kind wirklich sehr früh und sollte man sich nicht als Ziel setzen. Das Wichtigste ist ohnehin: Entspannt bleiben. Wer mehr wissen will, findet das übrigens auf der Topffit-Seite oder im Windelfrei-Blog (123- windelfrei.de)
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Zum Weiterlesen:

TopfFit! Der natürliche Weg mit und ohne Windeln


Laurie Boucke, Anahita-Verlag, 2010, 16,90 € ISBN: 978-3-937797-14-4

Es geht auch ohne Windeln


Ingrid Bauer, Kösel Verlag, 2004, 17,95 € ISBN: 978-3-466-344727. Neuauflage 2012 geplant

www.topffit.de (Website für Eltern von windelfreien Kindern)

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