Babys vertragen noch lange nicht die gewürzten Speisen, die wir Großen gerne essen
Auf einmal geht alles ganz schnell. Kaum hat das Baby den ersten Brei verdaut, die erste Banane gegessen, da sitzt es auch schon mit am Tisch und findet alles höchst spannend, was es dort zu entdecken gibt. Klar, dass alles auf Herz und Nieren, mit allen Sinnen getestet wird.
Aber halt! Hier ist noch einige Zeit Vorsicht geboten, denn Babys vertragen noch lange nicht die gewürzten Speisen, die wir Großen gerne essen. Ernährungswissenschaftler raten sogar zu separater Babykost bis Ende des 2. Lebensjahres, erst dann sind die Verdauungsorgane des Kindes fertig entwickelt. Danach kann man langsam anfangen, das Kleinkind die „normale“ Familienkost mitessen zu lassen. Vorher gibt es nur zwei Möglichkeiten:
Entweder: Sie nehmen - vor dem Würzen - eine Portion für ihre Jüngsten vom normalen Essen ab. Dabei müssen sie unbedingt darauf achten, dass nichts scharf Angebratenes dabei ist.
Oder: Sie greifen auf spezielle Kleinkindnahrung zurück. Hier haben Sie die Gewissheit, dass diese streng schadstoffkontrolliert ist - am besten auch in Bio-Qualität.
Dank sehr strenger gesetzlicher Regelungen können wir uns hier in Deutschland auf die hohe Qualität von Babynahrung - am besten in Bio-Qualität - verlassen. Leider gibt es umgekehrt keine Hinweise auf Nahrungsmitteln, die NICHT für Kleinkinder geeignet sind, so dass der Übergang etwas Fingerspitzengefühl erfordert. (Das ist bei Spielzeug schon lange selbstverständlich, überall findet man den Hinweis: „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da verschluckbare Kleinteile enthalten sind“). Erfreulich wären Vermerke wie „Nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet, da die Würzmischung dem kindlichen Verdauungstrakt schadet.“ oder „Nicht für Kleinkinder geeignet, da Zucker beigefügt ist, der die Zahnanlagen schädigt.“ Dann würde man hoffentlich schon bald wieder weniger Kleinkindern in einschlägigen Schnellrestaurants begegnen, weniger Babys mit schokoladenverschmierten Gesichtern oder einer dick mit Salz bestreuten Laugenbretzel in der Hand. Sicher, kurzfristig ist das Kind glücklich, aber wir Eltern haben auch auf die langfristige Gesundheit zu achten und so lange der Gesetzgeber uns nicht dabei hilft, sollte die Devise immer lauten - weniger ist mehr!
Dieser Artikel ist Bestandteil unserer dreiteiligen Serie “Die Entwicklung des Kindes“. Wenn Sie alle Artikel lesen oder zurück zur Übersicht möchten, dann klicken Sie bitte hier .