Wir sind es so gewohnt. Wir öffnen den Wasserhahn und trinken das Wasser, bedenkenlos. Das ist in den allermeisten Fällen kein Problem, auch wenn sich anderslautende Pressemeldungen häufen. Doch reicht die Qualität auch für unseren empfindlichen Nachwuchs?
In der Deutschen Trinkwasserverordnung sind für Schad- und Mineralstoffe Höchstgrenzen festgeschrieben, strenge Kontrollen wachen über diese Grenzen. Ebenso für abgepacktes Wasser (Mineral-, Quell- oder Tafelwasser). Auch hier gelten Grenzwerte bzgl. der Inhaltsstoffe. Gibt es da Grund zur Sorge?!
Für Erwachsene mit Sicherheit nicht. Auch wenn die Qualität des Trinkwassers in den letzten Jahren leicht sank, das Wasser kann ohne gesundheitliche Bedenken genossen werden (die lokalen Bedingungen in der Wasserversorgung, z.B. die stoffliche Beschaffenheit der Wasserleitungen oder starke landwirtschaftliche Nutzung in der Region, sollten Sie jedoch berücksichtigen).
Anders verhält es sich bei Babys und Kindern. Da diese sich in der körperlichen Entwicklung befinden, sind die Absorbtions– und Ausscheidungsfunktionen noch nicht ausgereift. Zudem besitzen die Kleinsten eine weitaus höhere Empfindlichkeit gegenüber Schadstoffen als der ausgewachsene Organismus. Chemische Substanzen, Schwermetalle oder Mineralstoffe in hohen Dosen, aufgenommen über das Wasser, können dabei körperliche Störungen auslösen oder bleibende Schädigungen hervorrufen. Wichtig ist daher: Achten Sie sorgfältig darauf, aus welcher „Quelle“ sie ihrem Säugling oder Kind zu trinken geben.
Trinkwasser aus der Leitung
Auch wenn Säuglinge und Kinder das Wasser nicht direkt aus der Leitung trinken, spätestens vermischt mit Milchpulver oder im Tee steht es auf Ihrem Speiseplan. Es ist dann zwar schon abgekocht, was sich positiv auf die Reduzierung möglicher Keime auswirkt, aber keinerlei Wirkung auf Schadstoffe hat. Diese lassen sich nicht so einfach wegkochen und sollten deshalb vorher abgecheckt werden.
Schadstoffbelastung im Trinkwasser? Wo und wie Sie sich darüber informieren können.
Die Trinkwasserverordnung gibt für bestimmte Stoffe die Grenzwerte vor (siehe rechte Leiste). Aktuell stehen diese bei Medizinern und Institutionen in Bezug auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit aber in der Diskussion. Eine Einigung steht noch aus. Daher sollte man gerade mit Blick auf die Gesundheit der Kinder im Haushalt sowenig Schadstoffe wie möglich im Wasser akzeptieren.
Wie es um Ihre Wasserqualität bestellt ist, erfahren Sie bei Ihrem jeweiligen Wasserwerk. Mit einer Anfrage können Sie sich informieren, welche Stoffe in welcher Konzentration in Ihrem Wasser zu finden sind. Dies ist jedoch erst die halbe Wahrheit, da das Wasser bis zu Ihnen noch so manches Rohr durchfließen muss. Gerade dort, in den Rohren, lauern gesundheitliche Gefahren.
Stark gesundheitsgefährdend sind Bleileitungen. „Blei ist ein allgemeiner Giftstoff, der im Knochengerüst akkumuliert. Am anfälligsten für seine nachteiligen gesundheitlichen Wirkungen sind Säuglinge, Kleinkinder bis zu sechs Jahren sowie Schwangere.“, stellten die Experten der Bundesregierung im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fest. Die Folgen einer starken Bleibelastung können sein, dass Kinder unaufmerksam und unkonzentriert wirken sowie langsam reagieren.
Fließt Ihr Wasser durch Kupferleitungne besteht ebenso die Gefahr gesundheitlicher Schädigungen. Besonders wenn Sie in Gebieten mit stark saurem Wasser leben, wodurch die Kupferkonzentration gesteigert wird . Wird dieses Wasser zur Säuglingsnahrung eingesetzt, „überschreitet das die Ausscheidungskapazität eines Säuglings um ein Vielfaches“, schreibt Michael Otto, anerkannter Umweltmediziner, in seinem Buch „Chronische Kupfertoxikationen durch Trinkwasser“. Der gesundheitliche Schaden hier: Hyperaktivität.
Da beide Metalle als Material für Wasserleitungen dienen, besteht hier ein potentielles gesundheitliches Risiko. Hinzu kommen weitere gefährliche Stoffe, die über das Grund- bzw. Regenwasser ins Trinkwasser gelangen. Nitrat, Pestizide (besonders in Gebieten mit starker landwirtschaftlicher Nutzung zu finden), Chlor oder sogar Hormone lassen sich im Wasser in zum Teil hohen Konzentrationen ausmachen. Die starken Verschmutzungen sind jedoch meist regional begrenzt. In den überwiegenden Fällen hat das Wasser eine gute bis sehr gute Qualität.
Großer Unsinn und Abzocke der Industrie! Das Leitungswasser ist in Deutschland überall sehr gut, auch für Kleinkinder total okay - und die Grenzwerte sind strikter als bei Mineralwasser. Zudem ist der Slogan "für Säuglinge geeignet" nicht ges. geschützt, weil alles Wasser für Säuglinge geeignet ist. Reine Panikmache hier, leider!
Weber, Erding :
21.04.2010 18:42
Hallo, das Thema ist bekannt und wird oft vernachlässigt, ich kenne viele Fälle jeden Alters der Unverträglichkeit des Trinkwassers auch wegen Chlor. Ein Nachbar darf wegen einer ehemaligen Herzinfektion nur noch 100% sauberes Wasser trinken. Unsere Tochter war gegen das Leitungswasser allergisch und bekam extreme Hautprobleme. Es gibt anscheinend nur einen Wasseraufbereiter, der absolut gesundes Wasser liefert, wenn man dafür kein Mineralwasser mehr kauft kostet er eigentlich nix.Von allen Wasserfiltern ist der PWS der weltweit einzige Trinkwasserfilter mit integriertem und hygienezertifizierten Membranfilter (FDA registriert und ISO zertifiziert) sprich auch für Säuglinge zugelassen und filtert auch das Natrium und alles andere raus, die wichtigen (guten)Mineralien bleiben aber drin. Zu finden und mehr Infos bei www.PWS-Shop.de
Schöne Grüße
Dieter
Schweneker,Seevetal:
31.03.2010 11:53
Hallo,
ich habe da mal eine Frage,
unser Sohn 2,5 Jahre alt, trinkt seit gut einem Jahr das ^Gerolsteiner Medium Mineralwasser und das mit vorliebe.
Es hat aber einen sehr hohen Natriumgehalt.
Ist das für Ihn schädlich oder darf er das bedenkenlos trinken.
Wenn nicht, auf welches sollten wir umsteigen, da er kein Leitungswasser und auch kein abgekochtes wasser mag.
Gebt mir bitte schnell eine Antwort