Der Klassiker in der ersten Beikost sind Karottenmus oder pürierte Kartoffeln. Beides ist für Babys in der Regel gut verträglich. Später kommen andere Gemüsesorten wie Kürbis, Zucchini, Fenchel oder Spinat dazu. Möglich ist auch, dass Sie den Speisen Muttermilch oder abgekochtes Wasser beimischen. Experten empfehlen, immer nur ein Nahrungsmittel über mehrere Tage anzubieten. Zeigt Ihr Baby in diesen Tagen keine Reaktionen wie Blähungen, Wundsein, Hautausschlag und Erbrechen, reagiert Ihr Baby nicht allergisch auf das Nahrungsmittel. Bei den folgenden Nahrungsmitteln verfahren Sie ebenso. Verträgt Ihr Baby mehrere Speisen, können Sie diese mischen.
Neben Gemüse darf Ihr Baby auch Obst essen. Eine zerdrückte Banane oder ein geriebener Apfel sind eine willkommene Abwechslung. Achten Sie aber auch hier auf allergische Reaktionen.
Damit die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Vitamine von Ihrem Baby besser aufgenommen werden können, geben Sie wenige Tropfen Rapsöl oder Sonnenblumenöl ins Essen. Gewürze oder Salz verwenden Sie bei der Zubereitung der Breimahlzeit noch nicht oder äußerst sparsam.
Ab dem 7. Monat kann die Breimahlzeit zusätzlich Fleisch enthalten. Rind- oder Geflügelfleisch aus kontrollierter Produktion sind hierfür zu empfehlen. Später darf es auch Lammfleisch sein.
Möchten Sie Ihrem Baby einen Getreidebrei füttern, sind Dinkel, Hafer oder Hirse angebracht. Mischen Sie das Getreide hierfür am besten mit einem Obstbrei oder mit Muttermilch. Wichtig auch hier, erst ein Nahrungsmittel füttern und eine etwaige allergische Reaktion abwarten.
Die verschieden Mahlzeiten werden idealerweise in Stufen eingeführt. Beginnen Sie damit die Milchmahlzeit zum Mittag durch einen Gemüse-Kartoffel-Brei zu ersetzen. Später kommt Fleisch hinzu. Die zweite Beikostmahlzeit füttern Sie abends, indem Sie statt der Stillmahlzeit einen Getreide-Milch-Brei geben. Ein Getreide-Obst-Brei ersetzt die Nachmittagsmilchmahlzeit. Wann Sie die Stufen durchlaufen, bestimmt Ihr Baby. Füttern Sie behutsam zu. Mag Ihr Baby eine Mahlzeit nicht, tauschen Sie eine Zutat und versuchen Sie es erneut. Verweigert Ihr Baby grundsätzlich die Beikost, müssen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal versuchen.
Honig ist im ersten Lebensjahr für Babys tabu, da mögliche Botulismuskeime vom Immunsystem noch nicht abgewehrt werden können.
Sollten Sie in der Familie eine Allergietendenz haben, probieren Sie zuerst immer eine Zutat. Beobachten Sie über merhrere Tage, ob Ihr Kind in irgendeiner Form darauf reagiert.
Neben der reinen Mahlzeit ist es notwendig Ihrem Baby zu trinken zu geben. Eine Schnabeltasse mit abgekochtem Wasser oder ungesüßter Kräuter- oder Früchtetee sind hierfür zu empfehlen. Nicht empfehlenswert sind gesüßte Frucht- oder Gemüsesäfte.
Gläschen oder Selbstgekochtes?
Bezüglich der Frage, ob Sie Ihrem Kind ein gekauftes Gläschen füttern oder die Mahlzeit selber zubereiten, gibt es eine Vielzahl an Meinungen, die mitunter sehr konträr gegenüber stehen. Letztlich müssen Sie entscheiden, wie die Zubereitung der Mahlzeiten in Ihren Tagesablauf passt.
Entscheiden Sie sich für industriell hergestellte Kost, müssen Sie keine Befürchtungen haben. Babybreie unterliegen strengsten Kontrollen, zudem werden die meisten mit Zutaten aus ökologisch kontrolliertem Anbau zubereitet. Neben dem Vorteil der schnellen Zubereitung garantieren Gläschenbreie eine gleich bleibende Qualität. Nachteil der Gläschen: Sie haben nur eine begrenzte Auswahl an Mahlzeiten, zudem schmecken sie immer gleich, da sie nach Standardrezepten hergestellt werden. Über die Qualität verschiedenster Breisorten können Sie sich auf www.oeko-test.de informieren.
Möchten Sie selber kochen, gilt es natürlich auf ausgewählte Zutaten zurückzugreifen. Achten Sie beim Einkauf auf Ökoprodukte, die frisch sind. Die Lebensmittel sollten dabei so unbehandelt wie möglich sein, dadurch enthalten sie noch viele Vitamine und Mineralstoffe. Entsprechend schonend bereiten Sie die Mahlzeit zu. Dünsten ist meist besser als kochen, da wichtige Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Kochen Sie selber, ist Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt, eine größere Vielfalt ist möglich. Bei Gläschen hingegen sind Sie auf die Menuwahl aus dem Regal beschränkt.
Mit dem Füttern der Beikost legen Sie den Grundstein für das spätere Essverhalten Ihres Kindes. Die Beikost sollte natürlich, gesund, ausgewogen und vielfältig sein. Ob Sie dafür Gläschen, Selbstgekochtes oder mal beides verwenden, liegt bei Ihnen. Wichtig ist aber, dass Ihrem Baby das Essen Spaß macht, dann brauchen Sie einen kleinen Suppenkasper nicht fürchten.
100 g Karotten
50 g Kartoffeln
30 g Wasser
10 g Keimöl
Gemüse-Kartoffel-Fleisch-
Brei
90-100 g Gemüse
40-50 g Kartoffeln
30 g Wasser
30 g Fleisch
10 g Keimöl
Getreide-Obst-Brei
20 g Vollkorngetreide
90 g Wasser
100 g Obst
5 g Keimöl
Muttermilch-Getreide-Brei
200 ml Muttermilch
20 g Vollkorngetreide
20 g Obstsaft
Wichtig!
Geben Sie Ihrem Baby keinen Honig im ersten Lebensjahr. Auch Kohl, Zwiebeln oder Gebratetenes sollten bis zum 2. Lebensjahr lieber weglassen werden.
Besteht bei Ihrem Baby eine Allergiegefährdung, verzichten Sie auf Hühnerei, Kuhmilch, Fisch, Zitrusfrüchte, Nüsse und Weizen.
Füttern Sie jeweils immer nur eine Zutat und beobachten Sie, ob Ihr Baby eine allergische Reaktion zeigt. Sind Sie sich nicht sicher, ob ein Lebensmittel unverträglich für Ihr Baby ist, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen.