Von der Möhre zur Fritte: Was ist bloß Familienkost?
Ausgewogene Ernährung
Einschränkungen in Bezug auf Nahrungsmittel für die Neu-Esser gibt es fürwahr nur wenige, natürlich nur, sofern keine Allergien vorliegen. Wer um eine ausgewogene Ernährung bemüht ist, liegt schon ziemlich richtig. Einiges sollten Sie bei der Gestaltung des Speiseplans aber beachten.
Sie wissen selbst, wie schnell bestimmte Nahrungsmittel und Getränke für Kinder zur Routine im Tagesablauf gehören.
So z.B. die berühmte Laugenbrezel – sie krümelt sich zwar erfolgreich durch jeden Kinderbuggy, aber sie enthält eindeutig zuviel Salz! Babys Verdauungstrakt ist auf diese Mengen noch längst nicht vorbereitet. Beim nächsten Mal besser die Dinkelbrezel mit Sesam nehmen – krümelt übrigens genauso gut!
Wenn Sie auf der Suche nach Snacks für zwischendurch sind, sollten Sie darauf achten, dass Sie es noch immer mit einem Kleinkind zu tun haben – viele der vermeintlichen Kinderprodukte sind wegen der Inhaltsstoffe nicht für Kleinkinder geeignet.
Beim Frühstück und Abendbrot müssen Sie auch als Verfechter der Vollwertkost bedenken: Klar, Vollkorn gilt als gesund, aber ein richtiges Vollkornbrot ist zu schwer verdaulich. Besser, Sie wählen ein einfaches dunkles Brot und toasten es leicht an. Kein Weißbrot, das liefert zu wenig Nährstoffe.
Geben Sie Ihrem Kind Milch nur in kleinen Mengen. Der Grund ist simpel: Vollmilch hat nahezu den doppelten Eiweißgehalt wie Babynahrung und fast dreimal soviel wie Muttermilch. Die Nieren Ihres Jüngsten vertragen dies erst ab ca. 18 Monaten und dann bitte in Maßen.
Achten Sie bei Müsli- und Frühstücksflocken auf deren Kleinkindtauglichkeit: Nur von Babykostherstellern wird noch eine gewisse Schadstoffkontrolle nach Diätverordnung garantiert. Waren die zu süßen und nicht auf Schadstoffe kontrollierten Flakes erst einmal auf dem Tisch, ist die Umstellung auf ein gesünderes Produkt eventuell schwierig.
Augen auf heißt es auch beim Zutatenkauf für die selbst gemachte Pizza. Wenn Sie Salami als Belag wählen, sollte sie nicht zu fettig sein, Gewürze sowie Salz sollten auf dem Kleinkindanteil des Pizzablechs komplett fehlen.
Kartoffeln dagegen sind als Speise für die Racker höchst willkommen, aber am besten selbst zubereitet und vom Biobauern und nicht vom Imbiss nebenan. Egal ob Rösti, Pommes oder Bratkartoffeln – sie enthalten zuviel Fett. Sollten Sie doch mal Fischstäbchen oder Pommes servieren wollen, bereiten Sie diese lieber im Backofen zu, das ist fettärmer. Beim Fisch selbst ist das Fett übrigens wertvoll: Lachs zum Beispiel enthält die guten „Omega-3-Fettsäuren“
und reichlich Jod.