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Was tun bei Blähungen und Bauchweh

Was tun bei Blähungen und Bauchweh
Bild: videowerkstatt@fotolia.de

Bis zu 20% aller Babys leiden in den ersten drei bis fünf Lebensmonaten an Bauchweh und Blähungen, auch 3-Monats-Koliken genannt. Die betroffenen Säuglinge haben starke Bauchkrämpfe, ausgelöst durch Luft im Bauch. Die Luft gelangt beim Atmen, Trinken oder Schreien in den Babybauch und verursachen dort ein Völlegefühl, das in Krämpfe übergeht.
Meist treten die Schmerzen zu den gleichen Tageszeiten auf, häufig gegen Abend und in der Nacht. Die Babys werden in der Regel unruhig und fangen an, die Beinchen krampfhaft anzuziehen und sie wieder auszustrecken. Die Säuglinge beginnen zu schreien, oft sehr lang. Eltern sind mit ihren weinenden Kindern häufig überfordert, da sie nicht wissen, woher die Bauchschmerzen kommen und wie sie ihren Kindern helfen können.

Aber keine Angst, gefährlich ist das nicht: „Die Kinder gedeihen gut, leiden nur regelmäßig an Blähungen und starken Schmerzen“, erklärt Kinderarzt Dr. Klaus Scheidner. Eine gezielte Behandlung der Bauchkrämpfe gibt es bislang nicht, nur Tipps, wie Eltern ihren Kindern helfen können.
Die Mahlzeiten Ihres Kindes:

Wenn Sie Ihr Baby stillen oder ihm die Flasche geben, achten Sie darauf, dass das Kind die Brustwarze bzw. den Sauger ganz in den Mund nimmt. So vermeiden Sie, dass es zu viel Luft schluckt.

Trinkt ihr Kind aus der Flasche, achten Sie darauf, dass es nicht zu schnell trinkt. Machen Sie bei den Mahlzeiten immer mal wieder eine Pause und lassen Sie ihr Kind aufstoßen. Auch wenn es länger dauert, warten Sie auf das befreiende Bäuerchen bevor sie weiter füttern. Auch können mehrere kleine Mahlzeiten helfen, Bauchkrämpfe zu umgehen.

Schauen Sie doch einfach mal nach, was andere Mütter für Erfahrungen gemacht haben: Baby-Tagebuch
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Kommentare von Lesern:

 
Maria, Kassel:
05.01.2011 22:31
Stundenlanges Herumtragen ist vermutlich das einzig gute, was man seinem Kind in schwierigen Fällen noch tun kann. Babys sind Traglinge und verzweifeln zutiefst, wenn sie in den Stunden größter Not zu allem Übel auch noch ohne Körperkontakt und somit - nach subjektivem Empfinden - ganz allein sind auf der Welt in ihrer Hilflosigkeit, voller Schmerz und Angst. Für eine gute Bindung brauchen Babys Beistand, wann immer sie in Not geraten und Beistand meint immer auch Berührung, denn nur so kann intensiver Kontakt zum Baby hergestellt werden. Babys nehmen anders wahr als Erwachsene. Sie brauchen Nähe, Wärme und Rhythmen, sprich Mamas oder Papas Geruch in der Nase, ihre kuschelige Körperwärme am Körper, den Herzschlag und die Atemzüge am Ohr und das gemütliche Schaukeln beim Gehen. Dann ist es fast wieder so schön, wie vor der Geburt und das Baby behält seinen Glauben an das Gute.
Anja Constance Gaca, Hebamme und IBCLC:
03.03.2010 21:33
Leider ist dies ein sich hartnäckig haltendes Ammenmärchen, daß "Blähstoffe" in die Muttermilch übergehen. Meist verursachen die Fasern in bestimmten Lebensmittel bei manchen Menschen Blähungen- diese sind nicht muttermilchgängig.Es gibt keine Lebensmittel, auf die Stillende von vornherein verzichten müssen.Ein abweschlsungsreicher Speiseplan sichert die Nährstoffversorgung der Mutter und das Kind lernt viele verschiedene Geschmacksnuancen über die Muttermilch kennen- ein gute Vorbereitung über die Beikostzeit.
Nur wenn sich ein tatsächlicher Zusammenhang zwischen den Blähungen des Kindes und der Nahrung der Mutter erkennen lässt, kann es sinnvoll sein, dieses Lebensmittel eine Zeit lang vom Speiseplan zu streichen.
Die pauschalen Empfehlungen für alle Stillenden auf viele (auch wertvolle und schmackhafte) Lebensmittel zu verzichten, ist wissenschaftlich nicht begründet und kann die Nährstoffversorgung sowie die Lebensqualität der Mütter einschränken.
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