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Refluxkrankheit - Von schreienden Babys und verzweifelten Eltern

Refluxkrankheit - Wenn das Baby immer spuckt
Bild: Piotr Marcinski - Fotolia.de

Blubb“. Nach dem Stillen kommt ein Schlückchen Milch wieder nach oben. „Speikinder sind Gedeihkinder“, behauptet der Volksmund. Wenn aber das Baby spuckt, nicht zunimmt oder gar nicht mehr trinken will, kann eine Erkrankung dahinter stecken.
Das regelmäßige Spucken nach der Mahlzeit nennt sich gastroösophagelaer Reflux (GöR): Verantwortlich ist der untere Speiseröhrenmuskel, der den Magen zur Speiseröhre hin verschließt. Bei Babys ist er noch zu schwach ausgebildet und kann den Mageninhalt nicht bremsen. So gelangt ein Teil der Nahrung wieder nach oben, z. B nach dem Stillen, beim Aufstoßen oder Husten. Mit der Zeit wird der Muskel stärker, der Reflux wächst sich aus.

Dieser Reflux wird zur Krankheit, wenn er zu Entzündungen der Speiseröhrenschleimhaut führt. Die Refluxkrankheit (GERD) tritt oft in den ersten Lebensmonaten auf, verschwindet aber nicht von selbst. Der saure Mageninhalt brennt in der Speiseröhre – und das verleidet dem Säugling das Stillen, das Baby nimmt ab, statt zu wachsen. Anzeichen sind anhaltendes Schreien und Unruhe beim Trinken. Atmet das Baby Teile des Erbrochenen ein, können Atemwegsinfekte bis hin zur Lungenentzündung oder wiederkehrende Atemaussetzer auftreten.

Die Refluxkrankheit gilt als selten. Das liegt daran, dass eine Abgrenzung vom „normalen“ Spucken schwierig ist. „Viele Kinder werden eher als Schreibabys eingestuft oder wegen Atemwegserkrankungen behandelt. Die Refluxkrankheit als eigentliche Ursache ist noch viel zu wenig bekannt – auch wenige Ärzte ziehen sie in Betracht“, sagt Carolin Scheffler, Vorsitzende von Refluxkinder e. V.

Die Initiative hat ein Netzwerk aus Fachleuten, Ärzten und Eltern betroffener Kinder aufgebaut und will über die Krankheit aufklären. Auf der Internetseite findet man die neue Elternbroschüre und einen Fragebogen, in dem man Häufigkeit, Auftreten und Begleitsymptome dokumentieren kann – wichtige Fakten für das Gespräch mit Hebamme oder Kinderarzt.

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Kommentare von Lesern:

 
Haxha Schweiz :
28.12.2012 07:35
Mein Sohn ist 4monate alt und er trinkt aptamil AR. Er hat trotzdem immer noch reflux. In den ersten 2 Monaten wahr ich sehr viel beim Kinderarzt, er hat jedes mal gesagt; es ist normal, solange er an Gewicht zu nimmt. Ich habe das Gefühl, er nimmt es nicht ernst.
Ute Renköwitz, Kassel, Hebamme:
10.06.2010 10:33
Wenn das Kind nichts bei sich behält, gibt es eine Methode, der Muttermilch etwas hinzu zu setzen und sie dann zu füttern. Es ist nicht nötig, das das Kind ausgerechnet dann gar keine Muttermilch mehr bekommt. Lassen Sie sich das von Ihrer Hebamme, Ihrem Kinderarzt oder einer Stillberaterin erklären.
Christin Ostrhauderfehn:
26.05.2010 23:57
Wir haben Glück gehabt unsere Kinderärztin hat schon bei der U3 erkannt das unser Kleiner Reflux hat. Aufgrund meiner Beobachtungen hat sie eine Ultraschalluntersuchung der Speiseröhre und des Magens gemacht, bei der sie sich echt viel Zeit gelassen hat. Dort konnte man sehr deutlich erkennen wie die Nahrung "hoch"läuft. Da ich stille haben wir eine Medizin gegen Sodbrennen verschrieben bekommen! Nach jedem stillen bekommt er ca. 0,5 ml davon und mittlerweile weiß er schon das, das hilft. Mittlerweile ist er nun 4 Monate alt und wir können schon immer öfter die Medizin weglassen.
Mati, München:
26.05.2010 22:32
Tja, auch wir hatten ein extremes Speikind. Einzig die AR-Nahrung hat geholfen. Nachdem aber er nicht mehr gespuckt hat, kam die Verstopfung durch die AR-Nahrung. Nachdem wir pro Flasche 20 ml mehr Flüssigkeit und 2 Messerspitzen Milchzucker zugesetzt hatten, wurde unser aller Leben endlich wieder lebenswert. Es war die Hölle. Der Kleine hat jede Mahlzeit fast komplett wiedergegeben (bis zu 2 Putzlumpen voll) - statt friedlich danach einzuschlummern hat er geschrieen und gebrüllt und dann die blöden Sprüche: Speihkinder sind Gedeihkinder. Es war eine sehr, sehr schlimme Zeit. Bis zum 10 Monat haben wir die AR-Nahrung nachts noch gefüttert.
:
26.05.2010 18:20
Wenn ein Kind Muttermilch aspiriert, besteht keine Gefahr der Lungenentzündung, diese Gefahr besteht bei der Flaschenmilch.
Ommeln Mönchengladbach:
26.05.2010 17:30
Mein Kinderarzt hat bereits vor 21 bei meinem ältesten Sohn dieses. er hat mir damals geraten ihm festeres essen z.b. Schmelzflocken in der Flasche zu geben . Nach kurzer Zeit liesen die Probleme nach und mein Sohn hat sich gut entwickelt.
Natalia Rölle, Köln:
26.05.2010 14:28
Mein Sohn Franz musste bei jeder Mahlzeit mindestens 10 Mal aufstoßen, wollte trinken, musste aber sich immer wieder schreiend nach hinten strecken, war ständig hungrig, konnte aber nicht länger als ein paar Sekunden an der Brust bleiben. Wir waren bei 4 verschiedenen Kinderärzten. Der eine sagte: "Sie haben Pech, er ist ein Schreikind". Der nächste: "Er hat Ihr lateinamerikanisches Temperament geerbt", usw. Keine wirkliche Hilfe. Da ich nicht aufgab und Franz fast den ganzen Tag an meiner Brust hatte, nahm er trotzdem zu. Das war unser Problem und kein Arzt nahm uns wirklich ernst. Eines Tages, nachdem Franz 5 Stunden hintereinander geschrien hatte, rief ich meinen alten Kinderarzt in Argentinien an, und nach der Beschreibung der Symptome ferndiagnostizierte er einen GÖR. Wir probierten die Antireflux Milch und die Malzeiten wurden langsam wieder normal. Auch nachdem mein alter Arzt den GÖR als mögliche Ursache des Problems diagnostiziert hatte, die Antirefluxmilch normal getrunken werden konnte und Franz viel weniger schrie, wollte unsere Kinderärztin nicht daran glauben, dass er vielleicht einen GÖR hatte. Ich habe es nie verstanden. Mein Mann und ich haben uns von den Ärzten allein gelassen gefühlt. Es war schlimm, unseren kleinen Sohn so leiden zu sehen und immer von den Praxen der Ärzte ohne Antwort zurück nach Hause geschickt zu werden.
Ab seinem 8. Monat zeigte Franz keine Symptome mehr.
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München: ab September jeden ersten Dienstag im Monat im Schwabinger Familienzentrum Düsseldorf: jeden ersten Mittwoch im Monat im AWO Familienzentrum Anna Siemsen um 20 Uhr. Gruppen in Leverkusen und Köln werden sich in Kürze organisieren, Anmeldung und weitere Info unter

www.refluxkinder.de
Kontakt: Carolin Scheffler,
0211/ 68771588,
e-mail: CScheffler@refluxkinder.de

Informationsbroschüre



Informationen zum Thema Reflux in der Broschüre der Selbsthilfegruppe Refluxkinder e.V. - Initiative für Kinder mit gastroösophagealen Reflux

Bestellt werden, kann die Broschüre unter www.refluxkinder.de

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