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Körperpflege fürs Baby

Viel hilft viel, ist das falsche Motto bei der Babypflege!
Bild: violetstar - Fotolia.de
Während Säuglinge noch vor einigen Jahren nach dem Motto „viel hilft viel“ täglich gebadet und komplett eingeölt bzw. -gecremt wurden, weiß man heute, daß zuviel des Guten die zarte, empfindliche Babyhaut regelrecht strapaziert. Die funktionelle Unreife der Säuglingshaut sollte daher bei allen Pflege- und Reinigungsmaßnahmen berücksichtigt werden. Die folgenden Tipps wurden allgemein für alle Babys geschrieben.

Säuglingshaut - zart und sensibel



Babyhaut muß erst erwachsen werden, um voll funktionsfähig zu sein, und das dauert etwa bis zum 12. Lebensjahr! Bei Babys ist die Produktion der Talgdrüsenfette noch eingeschränkt und der Säureschutzmantel daher nur unvollständig funktionsfähig. Obwohl der pH-Wert der Säuglingshaut deutlich im sauren Bereich liegt, ist ihr Alkalineutralisationsvermögen (Wiederherstellung des ursprünglich sauren Milieus zum Beispiel nach Alkalieinwirkung) noch sehr gering. Diese Tatsache macht zarte Säuglingshaut besonders empfindlich gegen chemische, physikalische und mikrobielle Einflüsse: Alkalien (z. B. herkömmliche Seife) können sie leichter austrocknen und zum Beispiel drückende oder scheuernde Windeln und Kleidung schnell zu Rötungen führen. Außerdem ist Babyhaut fünfmal dünner als die von Erwachsenen – entsprechend dünn ist auch die schützende Hornschicht. Besonders empfindliche Hautpartien sind beim Baby der Windelbereich, der Hals, die Leistengegend und die Gelenkbeugen (die sogenannten intertriginösen Bereiche, in denen Haut auf Haut liegt).

Wundsein - trotz bester Pflege?



Ein besonders „wunder Punkt“ ist der Babypopo: Trotz sorgfältigster Pflege kann es schnell passieren, daß Babys wund werden. Oft reicht schon eine unverträgliche Obst- und Gemüsesorte (z. B. Zitrusfrüchte), auch wenn nur die stillende Mutter sie gegessen hat. Eine volle Windel führt ebenfalls schnell zu Rötungen der Haut, wobei der Stuhl durch die Nahrungsvielfalt mit zunehmendem Alter immer aggressiver wird.

Windeldermatitis



Nicht jeder wunde Po ist gleich eine Windeldermatitis. Dennoch ist diese durch aggressive Substanzen ausgelöste Hautschädigung keineswegs selten. Sie tritt bevorzugt zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat auf und zeigt sich zunächst als eine auf den Windelbereich begrenzte Rötung, die im weiteren Verlauf bei etwa jedem vierten Baby in nässende, juckende und brennende Knötchen, Pusteln und Bläschen übergehen kann und das Wohlbefinden wesentlich beeinträchtigt. Zahlreiche Ursachen kommen bei Ihrer Entstehung zusammen: Das feuchtwarme, häufig nasse Milieu im Windelbereich, hautreizender Stuhl und Ammoniak aus dem Urin, das den pH-Wert im Windelbereich von etwa 5,7 auf 7 bis 7,5 erhöht. Zusätzliche Hefepilzinfektionen vornehmlich mit Candida albicans zählen zu den Hauptauslösern der Windeldermatitis. Seltener Windelwechsel verstärkt die Symptome.
Teil 1

Säuglingshaut - zart und sensibel

Wundsein - trotz bester Pflege?

Windeldermatitis

Teil 2

Hilfe für den wunden Po

Katzenwäsche - für Babys genau das Richtige

Sonne - für Babyhaut tabu

Keine Wattestäbchen benutzen

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Weitere Informationen

Dieser Artikel ist Bestandteil unserer dreiteiligen Serie “Die Entwicklung des Kindes“. Wenn Sie alle Artikel lesen oder zurück zur Übersicht möchten, dann klicken Sie bitte hier .
Tägliche Säuglingspflege

Gesicht, Hände und Po entweder nur mit Wasser oder mit einer milden, vor Austrocknung schützenden Waschlotion waschen. Bei Neurodermitis sind Ölbäder gut geeignet, da sie rückfetten. Das Baby feucht abwaschen, dann einen Spritzer Ölbad in die Handflächen nehmen und statt „Seife“ verteilen. Auf keinen Fall sollten Sie Babyseife verwenden.

Um Hautirritationen vorzubeugen, muß die Babyhaut gründlich abgetrocknet werden, insbesondere in den Hautfalten (Po und Leistengegend). Nicht rubbeln, nur sanft trockentupfen

Das Baby mit Neurodermitis etwa zweimal täglich mit der vom Arzt empfohlenen Creme eincremen.

Wenn‘s draußen kalt ist, schützt eine Cremeschicht das empfindliche Babygesicht am besten.

Tägliches Haarebürsten mit einer weichen Babybürste kräftigt die Kopfhaut und beugt Schuppenbildung vor. Vorsicht bei Milchschorf oder Ekzemen auf dem Kopf!

Im Zwischenzehenbereich verstecken sich oft Fusseln oder kleine Schmutzpartikel - sie sollten daher täglich entfernt werden.

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