Er ist lästig, aber harmlos, der so genannte Kopfgneis, der immer wieder mit dem zum Teil chronisch verlaufenden Milchschorf verwechselt wird.
Kopfgneis entwickeln Babys schon wenige Tage nach der Geburt. Meistens befindet er sich am Kopf des Babys, kann sich aber auch auf Gesicht und Nacken ausbreiten. In den meisten Fällen verschwindet der Kopfgneis nach einigen Monaten. Milchschorf dagegen bildet sich meist erst nach dem 3. Lebensmonat und kann einen chronischen Verlauf nehmen. Es entwickelt sich ein so genanntes atopisches Ekzem, das im Gegensatz zum Kopfgneis auch starken Juckreiz verursacht. Hier gehört die Behandlung immer in die Hände eines Arztes! Nur er kann erkennen, ob es sich möglicherweise um eine frühe Form der Neurodermitis handelt.
Bewährt hat sich die Methode, die betroffenen Stellen am Köpfchen mit Öl (Baby- oder auch Olivenöl) sanft einzureiben, einwirken zu lassen und anschließend sanft abzureiben. Anschließend kann man die Krusten ganz vorsichtig mit einem Staubkamm, einer weichen Bürste oder einem Tuch entfernen. Es empfiehlt sich, das Öl ein paar Stunden, vielleicht sogar über Nacht, einwirken zu lassen. Ein Baumwollmützchen sorgt dafür, dass es nicht verschmiert. Auch ein mildes Babyshampoo, das nach der Haarwäsche eine Weile auf dem Köpfchen einwirkt, kann helfen. Auf jeden Fall sollte ein starkes Reiben oder gar Kratzen vermieden werden, damit es nicht zu Entzündungen kommt. Viele Mütter haben auch bereits gute Erfahrungen mit einer homöopathischen Behandlung gemacht.
Übrigens: Milchnahrung hat nichts mit Milchschorf oder Kopfgneis zu tun, der Name entstand allein durch die Ähnlichkeit der krustigen, gelblichen Schuppenbildung mit im Topf angebrannter Milch.
Kopfgneis
Milchschorf
Auftreten
Beginnt etwa 1 Woche nach der Geburt
Beginnt meist nach dem 3. Lebensmonat
Dauer
Heilt in der Regel nach dem 3. Lebensmonat ab
Mehrere Monate, bis 2 Jahre
Verlauf
Wird niemals chronisch, kein Symptom für spätere Allergien