In der Babypflege schadet jede Übertreibung. Weniger ist mehr!
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Zur Babypflege gehört auch Liebe
Liebevolle Zuwendung auf dem Wickeltisch und bei der täglichen Pflege ist eine Bereicherung für Sie und Ihr Kind. Der Körperkontakt ist sogar ausgesprochen wichtig. Die Haut nimmt als größtes Körperorgan jeden Sinnesreiz intensiv wahr. Körperpflege sorgt also auch für einen intensiven Austausch zwischen Eltern und Kind. Über Babys Haut gehen Impulse zum Nervensystem und zum Gehirn. Gleichzeitig wird also die seelische und die körperliche Entwicklung gefördert. Vom Spaßfaktor mal ganz abgesehen. Die Streicheleinheiten, das Zusammensein, der innige Hautkontakt, all das sind wichtige Momente und ein Genuss für alle Beteiligten. Nehmen Sie sich Zeit dafür.
Wonne in der Wanne
Den meisten Babys bereitet das Baden, ob in der Wanne oder im Badeeimer, großes Vergnügen. Schließlich werden dabei Erinnerungen an die wohlige Wärme im Mutterleib wach. Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 32 und 37 Grad
(unbedingt mit dem Badethermometer messen). Verwenden Sie, wenn überhaupt, nur spezielle Babybadezusätze. In den ersten 14 Lebenstagen sollten Sie auf das Baden verzichten, denn solange der Nabel nicht verheilt ist, besteht die Gefahr einer Infektion. Dann kann das Badevergnügen beginnen. Reiben Sie Ihr Kind mit einem weichen Waschlappen vorsichtig ab und vergessen Sie dabei nicht, die Hautfalten, auch unter den Achseln, zu säubern.
Trocken gepustet!
Solange das Köpfchen noch haarlos oder nur mit einem Flaum bedeckt ist, reicht das Abwaschen mit klarem, lauwarmen Wasser vollkommen aus. Sind die Härchen gewachsen, können Sie ein sanftes Babyshampoo verwenden. Für das Säubern der Ohren genügt ein vorsichtiges Auswaschen der Ohrmuschel. Der Gehörgang reinigt sich von selbst und Sie sollten keinesfalls ein Wattestäbchen benutzen, da die Gefahr viel zu groß ist, das Trommelfell zu verletzen. Nach zehn Minuten sollte der Badespaß für Ihr Baby beendet sein. Trocknen Sie es mit einem weichen Handtuch ab. Nach einem Ölbad lassen Sie die Haut an der warmen Luft trocknen. Manche Babys mögen es auch, mit einem Fön ganz vorsichtig trocken gepustet zu werden. Dabei müssen Sie aber sorgfältig darauf achten, dass die Luft keinesfalls zu heiß ist und der Fön immer genug Abstand zum Kind hat.
Der Babypopo ist ein sensibler Bereich. Hier ist die Haut besonders anfällig für Rötungen und Entzündungen. Schließlich muss sie einiges aushalten. Urin und Stuhl sorgen für ständige Reizungen und das feuchtwarme Klima in der Windel bietet optimale Bedingungen für Mikroorganismen. So kann es zu einem Wärme- und Feuchtigkeitsstau kommen. „Das lässt sich verhindern, indem man die Windeln häufig genug wechselt“, rät Kinderärztin Dr. Karla Rinschen. Ansonsten hält die Durchfeuchtung zu lange an und die schützende Hautschicht im Windelbereich weicht auf.
Luft ist das Beste
Wichtig ist auch, dass die Windeln groß genug sind. Sie ermöglichen eine bessere Luftzufuhr und verursachen weniger Reibung. Die Kinderärztin: „Ist es trotz aller Vorsicht zu Hautirritationen gekommen, ist Luft das Beste. Man sollte das Kind so lange wie möglich offen liegen lassen. Ein wenig Zinksalbe kann den Heilungsprozess beschleunigen.“
Kleines Wickel 1x1
• Die Windeln häufig wechseln, mindestens sechs bis siebenmal täglich, bei Bedarf auch öfter
• Ausreichend große Windeln verwenden
• Auch auf den ersten Blick saubere Windeln kein zweites Mal anlegen
• Grundsätzlich vom Schambein bis zu den Pobacken, also von vorn nach hinten säubern
• Warmes Wasser genügt, hilfreich sind spezielle Feucht- oder Öltücher
• Bei Wundsein viel frische Luft an die Haut lassen und eine spezielle Salbe (z.B. Zinksalbe) benutzen