Neben dem Erlernen von Verantwortung sind Hunde für Kinder auch immer treue Begleiter. Das Kind lernt schnell, Rücksicht auf ein anderes Wesen zu nehmen und Grenzen anzuerkennen. Zeitgleich ist ein Hund ein Spielkamerad, der begeistert mittobt.
„Dass beim Spielen und Toben nicht alles keimfrei bleibt, ist klar“, so Kinderarzt Feindt, „doch das ist alles halb so schlimm“. Heute steht die Wissenschaft auf dem Standpunkt, je mehr Dreck, desto besser. Der beständige Kontakt einer Frau zu einem Hund während der Schwangerschaft und der Geburt kann sogar Allergien beim Kind vorbeugen. „Unser Immunsystem ist auf den ganzen Schmutz, den ein Hund mit sich bringt, seit Jahrtausenden ausgerichtet“, erklärt Feindt. Wenn Eltern zu sehr auf Hygiene bedacht seien, könne das sogar dazu führen, dass sich ein Immunsystem langweile und Allergien ausbilde, so der Allergologe und Kinderarzt.
Kontakt zu Tieren kann Allergien vorbeugen
Wenn sich aber doch mal eine Allergie beim Kind zeigt, müssen Hund oder Katze nicht gleich weg gegeben werden. „Es reicht, einen gewissen Abstand zu halten, um nicht allzu viele allergene Stoffe einzuatmen“, empfiehlt Feindt.Aus Sicht des Experten lernt der Körper nach einer Weile, mit den ungesunden Stoffen umzugehen und schwemmt diese einfach aus. Bei Stella hat sich bislang keine Allergie bemerkbar gemacht. Und das, obwohl ihre Eltern unter Allergien leiden.
Seit nunmehr zwei Jahren sind das kleine Mädchen und Oskar ein unzertrennliches Team. Ohne Murren nimmt Stella für ihren Freund sogar auch mal eine Stunde im Kinderwagen in Kauf – weil Oskar beim Gassi gehen mal richtig Gas geben muss.