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Giftige Pflanzen im Garten und auf dem Balkon

Vorsicht - Giftige Pflanzen im Garten und auf dem Balkon
Bild: Bilsenkraut - emer@fotolia.de

Mit steigenden Temperaturen werden im Frühjahr die Pläne für die jährliche Gestaltung des Gartens und Balkons immer konkreter. Eltern von zwei bis drei Jahre alten Kindern sollten beim Kauf und beim Pflanzen des Grüns allerdings Vorsicht walten lassen, denn viele heimische Pflanzen sind gefährlich. Und da Kinder ihre Umwelt häufig durch Anfassen und in den Mund nehmen, erkunden, laufen sie Gefahr, sich zu vergiften.
„Die Folge ist meist nur ein bisschen Bauchweh“, weiß Apothekerin Sabine Beckmann. Doch auch Beschwerden wie Erbrechen, Durchfall, Rötungen der Haut, Juckreiz, Ausschlag und Entzündungen sind Anzeichen.

Der Verzehr von Goldregen hingegen kann lebensgefährlich sein, ähnlich wie Toolkirsche, Stechpalme, Seidelbast, Engelstrompete, Herbstzeitlose, Maiglöckchen und die rote Gartenbohne. Je nach Pflanzenart können unterschiedliche Pflanzenteile wie Blätter, Früchte oder Wurzeln die Beschwerden auslösen, wenn die Kinder sie anfassen oder essen.
Um Vergiftungen vorzubeugen, sollten sich Eltern vor dem Kauf informieren, welche Pflanze gefährlich werden könnte. „Machen Sie um solche Gewächse einen großen Bogen und kaufen Sie Pflanzen, die unbedenklich sind“, empfiehlt Beckmann.
Was tun im Notfall:

Falls trotz aller Vorkehrungen ein Vergiftungsfall auftritt, bitte folgendes beachten:
  • je schneller reagiert wird, desto besser
  • Alle Pflanzenteile sofort ausspucken, jedoch kein Erbrechen herbeiführen
  • Reichlich trinken, aber keine Milch, da diese die Aufnahme der Giftstoffe begünstigen würde
  • Betroffene Hautpartien sehr gründlich abspülen
  • Pflanze zur eindeutigen Bestimmung sicherstellen
  • Giftinformationszentrale anrufen und ganz genau erläutern, wer sich wann und womit vergiftet hat
  • Bei Verdacht auf starke Vergiftung sofort Notarzt benachrichtigen

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Kommentare von Lesern:

 
:
19.04.2011 03:04
Hallo,
gute Idee, die giftigen Pflanzen vorzustellen. Wir wihnen jedoch zur Miete und ich kann viele Pflanzen in unserem Garten nicht identifizieren. Wissen Sie, wohin ich mich wenden kann um Pflanzen identifizieren zu lassen? Gibt es evtl. eine Siete im Internet, wo ich Fotos der Pflanzen hinschicken kann?
Nicole, Hilden:
18.04.2011 21:37
Hallo,
finde die Idee mit den Giftpflanzen gut.
Aber bin leider kein Botaniker und nur die Namen ohne Bild bringen mir nicht sehr viel. Wie wäre es, wenn ihr die Bilden von den Blumen dazustellt?
tanita, berlin:
16.03.2010 23:45
da wir gerade einen schrebergarten suchen, kommt mir der artikel sehr gelegen.
ich habe vor zwei jahren mal eine mail an das FEZ geschrieben, da dort riesige engelstrompeten (unter "sehr giftig" zu finden) standen.
ich war aber lange nicht mehrda und weiss nicht, ob sie dort noch stehen.
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Giftinformationszentralen

Berlin: 030/19240
Bonn: 0228/19240
Erfurt: 0361/730730
Freiburg: 0761/19240
Göttingen: 0551/19240
Homburg: 06841/19240
Mainz: 06131/19240
München: 089/19240

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