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Sinnvoll Spielen - welches Spielzeug altersgemäß ist und Kindern lange Freude macht

Welche Spielsachen regen Fantasie und Kreativität an?



Alle Spielsachen, die es Kindern selbst überlassen, was aus ihnen im Spiel entsteht. Dazu gehören zum Beispiel eine Ritterburg, deren Mauerverlauf nicht von vorneherein festgelegt ist, sondern die man immer neu und anders zusammensetzen kann, etwa als Königsschloss, als kleine Stadt oder als Bauernhof. Ein Puppenhaus, das Kinder umbauen und immer wieder neu einrichten können, ist sinnvoller als ein Puppenhaus aus einem Guss, bei dem alles immer am selben Platz steht. Holzpuzzles mit verschiedenen bunten Elementen, aus deren Klötzchen immer neue Muster gebildet werden können, sind besser als solche, die Kinder von vorneherein auf ein Bild festlegen. Ideal sind Bauelemente, zum Beispiel zwei Spielständer. Sie können nach Belieben mit Tüchern verändert werden und ein Haus, einen Kaufladen, eine Arztpraxis oder ein Theater darstellen. Alltagsutensilien, wie etwa Stoffreste, alte Schals und Kleidungsstücke, aber auch Töpfe, Rührlöffel, und Naturmaterialien wie Kastanien und Nüsse ergeben unzählige Variationsmöglichkeiten.

Was lernt ein Kind beim Spielen?



Idealerweise lernt es, wie die Welt funktioniert, wie sie organisiert ist und dass es einen festen Platz darin hat. Wenn alles gut läuft, erfährt ein Kind: „Ich kann etwas in der Welt schaffen und bewirken. Ich werde ernst genommen und gebraucht.“ Auf unserer Webseite finden Eltern viele interessante Beispiele, wie Kinder beim Spielen lernen. Dazu gibt es zahlreiche Interviews mit namhaften Pädagogen.
Kinder lernen am Besten beim Spielen: Sie ahmen nach, was wir ihnen vormachen, mit ihren Sinnen (Sehen, Tasten, etc.) begreifen sie ihre Umwelt und bilden sich eigene Vorstellungen. Spielend lernen sie sozial umzugehen und das Leben mit all seinen Anforderungen zu meistern. Das schafft Selbstvertrauen und Lebenskompetenz.

Wesentlich ist die eigene Erfahrung: Natürlich kann man einem Kind durch ein Buch und anhand moderner Medien in wenigen Minuten vermitteln, wie Erdbeeren wachsen. Viel mehr lernt ein Kind jedoch, wenn es eine Erdbeerpflanze über einige Wochen hegt und pflegt, zusehen kann, wie sich die Blüte in eine Beere verwandelt und wenn es schließlich die reif, süße rote Frucht verspeisen darf. Eine Kuh im Computerspiel muht zwar auch, doch den Stallgeruch und die beeindruckende Statur einer Kuh mit ihren großen Augen und rauen Zunge wird ein Kind nur beim Besuch auf dem Bauernhof erfahren.

Wie können Eltern die Spielzeugflut eindämmen?



Geschickt ist es, von Anfang an wenig, dafür aber Spielzeug von Qualität zu kaufen, das sich immer weiter ausbauen lässt. Kinder brauchen nichts Perfektes und Fertiges. Ein Bauernhof mit dem Bauern und zwei, drei Tieren reicht fürs erste. Später kommen der Stall, Schafe und Kühe hinzu, an Ostern vielleicht Hühner und Enten mit Teich. Das Gleiche gilt für die Ritterburg, deren Einwohnerschaft an jedem Geburtstag erweitert wird. Auch die Kinderküche erhält nach und nach Geschirr, Töpfe, ein Sieb oder Backformen. Der Kaufladen vergrößert mit der Zeit sein Warensortiment und wird vielleicht um eine schöne Waage oder einen kleinen Einkaufswagen ergänzt. Wenn Mütter und Väter die Großeltern und andere Verwandte in die Geschenkideen einweihen, werden auch teurere Qualitätsspielsachen plötzlich erschwinglich.

Klug ist es, manche Spielsachen, etwa den Kaufladen oder die Holzeisenbahn, im Sommer wegzuräumen und als Überraschung – mit neuen Elementen bestückt – an Weihnachten wieder hervorzuholen. So bleiben die Spielsachen interessant und werden voller Freude wieder entdeckt. Und die Kinderzimmer sind nicht das ganze Jahr überfüllt!

Weitere Informationen zu diesem und mehr Themen rund um Kinder und Spielzeug finden Sie auf der Seite www.spielundzukunft.de
Teil 1

Welches Spielzeug in welchem Alter?

Woran erkennt man gutes Spielzeug?


Teil 2

Welche Spielsachen regen Fantasie und Kreativität an?

Was lernt ein Kind beim Spielen?

Wie können Eltern die Spielzeugflut eindämmen?
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Teil 1

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Interview mit Gabriela Jehn, Redakteurin von www.spielundzukunft.de
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