Wenig erfolgversprechend und schon gar nicht babyfreundlich sind die Versuche, ein Kind zum Durchschlafen zu „erziehen“. Es gibt immer noch Eltern oder kluge Ratgeber, die darauf schwören, das Baby ein paar Nächte lang einfach schreien zu lassen. Vielleicht schläft das Baby nach einer solchen Holzhammer-Methode tatsächlich irgendwann durch. Die Frage bleibt, was ein Säugling empfindet, wenn er schreit und schreit und keiner kommt. In jedem Fall macht er die Erfahrung, dass niemand reagiert, wenn er ruft. Er bekommt keine Zuwendung, wenn er nachts danach verlangt. Er „lernt“ dabei allenfalls, in der Nacht stumm zu bleiben und sich den Bedürfnissen der Eltern zu beugen. Eigentlich eine viel zu frühe Anpassungsleistung.
Hier nun ein paar Hilfen, die das Ein- und Durchschlafen zumindest erleichtern können:
11 Tipps für ruhige Nächte
In einem normal großen Kinderbettchen fühlen sich sehr junge Babys häufig verloren. Abhilfe schaffen zusammengerollte Handtücher. Auf ein Kissen sollten Sie im ersten Jahr verzichten (Erstickungsgefahr).
Ein wirkungsvoller Trick, den Kinderkrankenschwestern gern bei sehr unruhigen Säuglingen anwenden: man wickelt das Baby wie ein Päckchen in eine Kuscheldecke, die Ärmchen fest an den Körper gedrückt (das Näschen sollte aber natürlich noch herausschauen). Es ist erstaunlich, wie schnell Babys sich dadurch beruhigen lassen.
Es ist sinnvoll, einem Baby schon früh einen Schlafanzug anzuziehen. Der Wechsel der Kleidung signalisiert dem Kind den Wechsel der Tageszeit.
Viele Babys lieben es, vor dem Schlafengehen gebadet zu werden. Sie genießen die Schwerelosigkeit im Wasser, lassen sich von der Wärme einlullen und schlafen danach entsprechend schnell ein. Gute Dienste leistet dabei ein Badeeimer.
Eine große Rolle bei der Entwicklung des Empfindens von Tag und Nacht spielt das Licht. Daher ist es wichtig, täglich mit dem Kind spazieren zu gehen. Es bekommt dabei frische Luft (was es nachts besser schlafen lässt) und Sonnenlicht. Sinnvoll ist es auch das Baby seinen Tagesschlaf in heller Umgebung halten zu lassen, wenn möglich sogar im Freien, entsprechend warm eingepackt im Kinderwagen auf dem Balkon oder im Garten.