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PEKiP - Auf innige Weise Vertrauen aufbauen

PEKiP schafft inniges Vertrauen
Bild: Kerstin Pukall
Wer je ein Baby mit blankem Popo nach dem Baden oder auf einer Krabbeldecke beobachtet hat, weiß: Nackte Babys sind viel aktiver und zufriedener als bekleidete. Mit dieser These trat in den sechziger Jahren erstmals der Prager Psychologe Jaroslav Koch an die Öffentlichkeit. Der Wissenschaftler begründete dies unter anderem damit, dass Babys auf dem Boden und durch das Aufgenommenwerden und Abgelegtwerden durch die Eltern ihre Selbstlernkräfte umfassend ausbilden, so dass sie vielfältige Erfahrungen machen können.
Die Bochumer Psychologin Christa Ruppelt entwickelte daraus Anfang der siebziger Jahre das sogenannte Prager-Eltern-Kind-Programm, kurz PEKiP. Mittlerweile nehmen in ganz Deutschland wöchentlich etwa 50 000 Babys an PEKiP-Kursen teil. PEKiP-Gruppen werden angeleitet durch qualifizierte PEKiP-Gruppenleiter, die eine spezielle Zusatzausbildung haben. Träger der Qualifikation ist der PEKiP e. V.. Zu dieser Fortbildung werden nur Fachkräfte zugelassen, die einen sozialpädagogischen Grundberuf haben.

Das PEKiP-Programm verkörpert mehrere Grundsätze: Freie und selbstständige Bewegungen beim Kind, eigene Aktivität sowie Ernstnehmen der Stimmungen und Bedürfnisse des Babys. Ab der 4. bis 6. Lebenswoche können sich wöchentlich Väter oder Mütter mit ihren Kindern in warmen, mit Matten ausgelegten Räumen treffen. Zu einer Gruppe gehören in der Regel sechs bis acht Erwachsene und ihre Babys, die meistens etwa im gleichen Alter sind. Nachdem die Babys entkleidet wurden, erhalten sie und ihre Eltern in einer entspannten Spielsituation verschiedene Bewegungs- und Spielanregungen. Das Baby soll dadurch auch eine innere Sicherheit erlangen. Eltern gewinnen ihr Kind lieb, indem sie es in anderen Bezügen erleben. Ein Ziel der PEKiP-Gruppe ist, dass schon die Kleinsten in Kontakt kommen. Ganz nebenbei wird so auch das Vertrauen zwischen Eltern und ihren Babys gefördert und gefestigt. Eine wunderbare Gelegenheit, besonders für berufstätige Väter, sich selbst auf so innige Weise mit ihrem Kind im Spiel zu erleben.

Im PEKiP stabilisieren und stärken die GruppenleiterInnen die Überlegungen und Handlungen der Eltern um die Erziehung ihres Kindes. Eltern finden in anderen Eltern Gleichgesinnte und auch (Erziehungs-)Modelle.
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Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen finden Sie im Internet unter www.pekip.de

weiterführende Literatur:

Liese Polinski: PEKiP: Spiel und Bewegung mit Babys,
rororo-Verlag 2001

Anne Pulkkinen: PEKiP: Babys spielerisch fördern,
Gräfe und Unzer, 1999

Monika Thiel: Babyspaß mit PEKiP, Urania-Verlag 2002

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Foto: Kerstin Pukall
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