Wie können Sie Ihrem Baby das Zahnen angenehmer machen?
Beißringe
Am meisten Linderung verschaffen Sie Ihrem Baby, indem Sie ihm zu beißen geben. Es sollte sich aber nicht um Spielzeug handeln. Beißringe erfüllen dieses Bedürfnis am besten. Der Vorteil von Beißringen ist, dass Sie nicht verschluckt werden können und sie, ordentlich behandelt, hygienisch unbedenklich sind. Kühlen Sie die Beißringe vor Gebrauch, aber nicht im Gefrierfach, ansonsten besteht die Gefahr von Verletzungen der zarten Mundhaut. Beim Kauf von Beißringen sollten Sie streng darauf achten, dass diese frei von Weichmachern (Phtalate) sind. An sich sind diese in Deutschland und in der EU verboten, man weiß aber nicht, welcher Herkunft manches Produkt vom Wühltisch ist. Im ÖKO-TEST Jahrbuch Kleinkinder für 2005 finden Sie eine Reihe getesteter Beißringe.
Äpfel, Karotten oder Brotkanten sollten Sie Ihren Kindern NICHT zum Beißen geben. Es besteht die Gefahr, dass sich Ihr Kind an den Stücken verschluckt und im schlimmsten Fall daran erstickt.
Mittel aus der Apotheke oder Drogerie
Neben den „Beiß-Hilfsmitteln“ gibt es noch andere Möglichkeiten Ihrem Baby das Zahnen so angenehm wie möglich zu machen.
Es hilft aufgetupfter Salbei- oder Kamillentee, aber ohne Zucker bitte, sonst nimmt das junge Zähnchen gleich Schaden. Apotheken bieten spezielle Gele (z.B. Dentinox) an, die Sie zur Schmerzlinderung auf das Zahnfleisch auftragen. Als Geheimtipp bei jungen Eltern gelten aus der homöopathischen Medizin OSANIT-Kügelchen. Sind Sie sich nicht sicher, welches Mittel sie anwenden können, halten Sie auf jeden Fall mit einem Arzt oder Apotheker Rücksprache. Auch die Einnahme von rektalen Schmerzmitteln sollten Sie vorher mit einer Kinderärztin oder einem Kinderarzt abklären.
Zahnfleischmassage
Als Alternative reicht es mitunter aber schon, wenn Sie Ihrem Baby mit sauberen Fingern das Zahnfleisch massieren.
Tipps für Zahnketten
Bernstein hat beruhigende Wirkung. Wenn Babys zahnen, bedeutet das oft Stress für die ganze Familie. Zu den traditionellsten Hilfsmitteln gehört die Bernsteinkette. Mütter und Hebammen schwören seit langem auf die beruhigende Wirkung. Bei Bernstein handelt es sich nicht um Stein, sondern um fossiles Harz. Dieses ist bis zu 260 Millionen Jahre alt. Im
Laufe der Jahre verhärtete das zähflüssige Harz zu einer festen, steinartigen Substanz und gilt in der modernen Welt als Schmuckstein.
Als Zahnungshilfe werden Babys Ketten aus kleinen geschliffenen oder abgerundeten Bernsteinen um den Hals gelegt. Vor dem Kauf sollten Sie sicherstellen, dass die Kette keine Gefahr für Ihr Baby darstellt.
Zu den relevanten Anforderungen gehört, dass die Schnur einer Bernsteinkette erst bei einem Zug von mindestens 90 Newton reißen darf, was in etwa einem Gewicht von neun Kilo gramm entspricht. Diese Zugkraft können Babys nicht aufbringen. So können sie die Schnur nicht zerreißen und die Steine in den Mund nehmen. Die Steine sollen zudem einzeln verknotet sein, sodass, wenn die Kette reißt, nur ein einzelner Stein lose wird. Eine Sollbruchstelle gibt zusätzlich Sicherheit. Dabei handelt es sich um eine vorgesehene Stelle, an der die Kette bereits bei einem leichten Zug aufgeht und damit verhindert, dass sich ein Baby daran stranguliert. Eine gute Lösung ist dafür zum Beispiel ein Magnetverschluss.
Sind zum Zahnen noch Fragen offen? Dann fragen Sie unsere Expertin im Zähnchen-Forum. Frau Dr. Pia Di Cristofano - praktizierende Kinderzahnärztin - stellt sich Ihren Fragen. zum Forum
Weitere Hinweise und Informationen zur Zahnpflege und Kariesphrophylaxe erhalten Sie im Internet bei der
Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Heilkunde e.V. www.dgzmk.de