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Lassen Sie Ihrem Kind Zeit

Experimente und Eigenleistung


(13. bis 15. Lebensmonat)

Die Freude an der eigenen Leistung verstärkt die Lernbereitschaft Ihres Kindes. Haben Sie Geduld. Es will in diesen Monaten vieles selbst tun: Essen, Strümpfe ausziehen, das Bilderbuch umblättern, mit einem Stift kritzeln. Das Kind will alles erproben, was es sieht oder was in seine Reichweite kommt. Es will erfahren, ob das Lammfell weich ist, will prüfen, ob sich Bücher zerreißen lassen und interessiert sich dafür, was wohl im Bauch eines Teddybären steckt.

Lassen Sie Ihr Kind gewähren, auch wenn mal eine eigenständige Breimahlzeit entsprechende Spuren hinterlässt oder wenn das Kind mit Gebrüll reagiert, weil es die Socken nicht schnell genug von den Füßchen bekommt. Ungefähr 75 Prozent aller Babys können bis zu ihrem 15. Lebensmonat laufen, mindestens drei Schritte ohne Unterstützung.

Führungspersönlichkeiten


(16. bis 18. Lebensmonat)

Das eineinhalbjährige Kind kann die Treppe hinauf- oder hinuntergehen, wenn es sich festhält oder noch festgehalten wird. Eine beliebte Übung ist auch das Treppenkrabbeln auf allen Vieren. Aber Vorsicht, die kleinen Abenteurer kommen zunächst nicht allein wieder hinunter.

Ihr Kind spielt jetzt immer konzentrierter. Dabei kann es beispielsweise mit vier Würfeln einen Turm bauen, Spielzeug in die Kiste legen und wieder herausnehmen, nach Gegenständen suchen, die man vor seinen Augen versteckt hat und Eingewickeltes auspacken.

Seinen Zeigefinger benutzt das Kind jetzt auch schon isoliert. Es beherrscht das Umblättern von Bilderbuchseiten.

Die meisten Kinder können, am Tisch sitzend, zerkleinerte Speisen mit dem Löffel essen und ohne Hilfe aus der Tasse trinken.

Der Nachahmungstrieb lässt das Kind Worte und Tierlaute imitieren und regt es zu Tätigkeiten wie Putzen oder Staubwischen an. Das ist nicht immer ganz ungefährlich und erfordert von den Erwachsenen erhöhte Aufmerksamkeit. Dennoch sollten Sie, wenn es eben geht, so wenig wie möglich eingreifen.

Im Gleichgewicht


(21. bis 24. Lebensmonat)

Etwa mit achtzehn Monaten ist ein wesentlicher Abschnitt der Entwicklung erreicht. Die grundlegenden Bewegungsmuster sind in Übereinstimmung mit der geistigen Entwicklung eingeübt. Das Nachahmen der Erwachsenenwelt macht einen großen Teil des Spielens aus. Ihr Kind zeigt jetzt zunehmendes Interesse für andere Kinder, mit denen es in Kontakt kommen und spielen möchte. Spiel heißt in diesem Alter allerdings oft noch, sich gegenseitig Spielzeug wegzunehmen.

Körperteile wie Augen und Nase kann Ihr Kind an sich selbst oder an Puppen zeigen. Seine Lautäußerungen werden differenzierter, das Sprachverständnis wächst mit jedem Tag.

Das Kind kann jetzt alleine essen. In diesem Alter beginnen Kinder auch tagsüber sauber zu sein.
Zum zweiten Geburtstag hat das Kind eine Vielzahl von Fähigkeiten auf dem Gebiet der Sinnesentwicklung, der Kommunikation und der Kenntnis seines eigenen Körpers erworben.

Wortschatzsucher


(3. bis 4. Lebensjahr)

Zwischen dem 2. und 4. Lebensjahr wird die Körperbeherrschung, besonders die Fortbewegung, rasch weiterentwickelt. Anfangs kann das Kind besser laufen als gehen. Ungefähr mit drei Jahren geht und läuft das Kind unter normalem Abrollen der Füße.

Ihr Kleinkind macht Kletterversuche auf Stühlen und Möbeln, steigt Treppen stufenweise hinauf und hinunter und lernt beispielsweise Dreirad fahren.

Die Art des Spielens ändert sich. Ab dem dritten bis vierten Lebensjahr bevorzugen Kinder Rollen- und Funktionsspiele. Mit drei Jahren kann das Kind einen Turm aus bis zu neun Würfeln bauen und mehrere Gegenstände auf einem Bild zeigen. Mit vier Jahren kennt Ihr Kleinkind Farben und malt beispielsweise ein Dreieck ab.

Die Sprache macht rasche Fortschritte, die individuellen Unterschiede sind hier allerdings sehr groß. Das Wortverständnis geht der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit erheblich voraus. Der Wortschatz – im zweiten Lebensjahr etwa 100 bis 200 Wörter – wächst bis zum Ende des vierten Jahres auf 1500 bis 2000 Wörter.
Teil 1

Viel im Sinn (Das Neugeborene)

Daumenfreuden (4. bis 6. Lebenswoche)

Kopf hoch (3. bis 4. Lebensmonat)

Schau mir in die Augen (6. bis 7. Lebensmonat)


Teil 2

Erfolgsmomente (6. bis 9. Lebensmonat)

Kleine Lebenskünstler (10. bis 12. Lebensmonat)


Teil 3

Experimente und Eigenleistung (13. bis 15. Lebensmonat)

Führungspersönlichkeiten (16. bis 18. Lebensmonat)

Im Gleichgewicht (21. bis 24. Lebensmonat)

Wortschatzsucher (3. bis 4. Lebensjahr)
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Teil 1

Viel im Sinn
(Das Neugeborene)

Daumenfreuden
(4. bis 6. Lebenswoche)

Kopf hoch
(3. bis 4. Lebensmonat)

Schau mir in die Augen
(6. bis 7. Lebensmonat)


Teil 2

Erfolgsmomente
(6. bis 9. Lebensmonat)

Kleine Lebenskünstler
(10. bis 12. Lebensmonat)


Teil 3

Experimente und Eigenleistung
(13. bis 15. Lebensmonat)

Führungspersönlichkeiten
(16. bis 18. Lebensmonat)

Im Gleichgewicht
(21. bis 24. Lebensmonat)

Wortschatzsucher
(3. bis 4. Lebensjahr)

Entwicklung des Kindes

Dieser Artikel ist Bestandteil unserer dreiteiligen Serie “Die Entwicklung des Kindes“. Wenn Sie alle Artikel lesen oder zurück zur Übersicht möchten, dann klicken Sie bitte hier .

Um wirklich sicher zu gehen, ob sich Ihr Kind gesund entwickelt, sollten Sie unbedingt alle neun Vorsorgeuntersuchungen (sechs davon bereits im
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