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Wenn die Kleinen Zähne zeigen

Zahnpflege beginnt mit dem ersten Zahn
Bild: Oleg Solovei - Fotolia.de
Mit dem ersten Zahn beginnt auch die Zahnpflege. Das Milchgebiss bedarf ebenso intensiver Reinigung wie das spätere Gebiss.

Wie putzt man richtig?



Hat sich der erste Zahn ans Licht gebohrt, sollten Sie mit dem regelmäßigen Putzen beginnen. Die Zahnbürste dafür sollte selbstverständlich für Kleinkinder vorgesehen sein und sehr weiche Borsten haben, um das empfindliche Zahnfleisch nicht zu reizen. Neu und als sinnvolle Alternative gedacht, ist eine Fingerhut-Zahnbürste, die aus weichem Gummi besteht und über den Finger gestülpt wird. Zum Putzen gehört auf die Zahnbürste ein Hauch fluoridierter Kinderzahncreme (500ppm). Verwenden Sie keine allzu süße Zahncreme, sonst wird das Kind sie eher herunter schlucken, anstatt damit die Zähne zu putzen. Als empfehlenswert gilt die Kinderzahncreme nenedent. Weil auf den Kauflächen der Backenzähnchen zuerst Karies entstehen kann, sollten die Kinder an dieser Stelle besonders gründlich putzen. Immer beim letzten Zahn anfangen, bevor die Außenflächen der Zähne dran sind. Diese werden in kreisenden Bewegungen geputzt, immer von rot nach weiß, d.h. vom Zahnfleisch zum Zahn hin.

Ist eine Flouridbehandlung notwendig?



Fluoride härten die Zahnoberfläche und machen sie somit widerstandsfähiger gegenüber Säuren. Gleichzeitig hemmen sie die Ansiedlung und den Stoffwechsel von Bakterien im Zahnbelag und schützen den Zahnschmelz vor einer Zerstörung.
Beginnen Sie mit der Fluoridierung erst mit dem ersten Zahn. Fluoridtabletten sollten dabei die Ausnahme bleiben und nur verabreicht werden, wenn Sie zur Zahnreinigung keine fluoridhaltige Kinderzahnpasta verwenden und im Haushalt auf fluoridhaltiges Speisesalz verzichten. Achten Sie bei der Kinderzahnpasta auf einen Fluoridgehalt nicht höher als 500 ppm (gleich 0,05 Prozent). Für die Versorgung der Milchzähne mit Fluorid sind diese Maßnahmen ausreichend.
Lediglich bei Kindern mit erhöhtem Kariesrisiko sind zusätzliche Maßnahmen erforderlich, die Sie mit Ihrem Zahnarzt beraten sollten.
Für die Zubereitung von Babynahrung ungeeignet ist allerdings Trink- oder Mineralwasser mit einem Gehalt von über 1,0 Milligramm Fluorid pro Liter. Achten Sie auf das Etikett, bzw. fragen Sie bei Ihren zuständigen Wasserwerken nach.

Sollte man Süßigkeiten verbieten?



Süßigkeiten, wie Bonbons, Zucker und Gebäck sind bekanntlich nicht gut für die Zähne. Doch deshalb muss Ihr Kind nicht ganz aufs Naschen verzichten, wenn es sich nach dem Verzehr von Süßem immer gründlich die Zähne putzt. Ein Tipp: Nach dem Zähneputzen nicht mit Wasser nachspülen. So bleiben die Fluoride der Zahncreme länger auf den Zähnen und schützen sie vor Bakterien.

Wie kann man das Zähne putzen schmackhaft machen?



Das Zähne putzen lernt Ihr Kind am besten durch Nachahmen. Putzen Sie sich Ihre eigenen Zähne also möglichst immer im Beisein des Kindes. Kleine Rituale und Erzählungen, beispielsweise von Karius und Baktus, helfen dabei, die Zahnputzaktion angenehm zu machen.
Für viele Eltern ist der erste Zahn ein weiterer großer Schritt in der körperlichen Entwicklung Ihres Kindes. Für ihn und die folgenden Zähnchen ist es sehr wichtig, dass von Beginn an die richtige Zahnpflege angewendet und erlernt wird. Richtiges Putzen und der richtige Umgang mit Süßigkeiten hilft die wertvollen Zähne zu erhalten und erspart Ihrem Kind später manches Tränchen.
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Kommentare von Lesern:

 
Susanne, München:
24.11.2011 06:40
Fluorid in Zahnpasta ist nachweislich nicht förderlich für gesunde Zähne, im Gegenteil es verursacht eher Schäden!
stefanie essen:
03.10.2010 12:29
ich hab mit meiner Tochter immer das Spiel gespielt "zeig mal deiner Zahnbürste was du gegessen hast" und schwups ging die Schnute auf und ich hab dann ihre Zähne putzen können.hab dabei noch gesagt,was sie so ungefähr gefuttert hat ,sie hatte Spaß und ich meine nerven geschont.danach hab ich sie dann auch selber noch mal putzen lassen
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Weitere Informationen

Weitere Hinweise und Informationen zur Zahnpflege und Kariesphrophylaxe erhalten Sie im Internet bei der
Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Heilkunde e.V.
www.dgzmk.de
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