Schlafstörungen bei Kindern hängen in der Regel direkt mit dem Tagesverhalten zusammen. Nicht selten verursachen die Eltern die Schlafprobleme ihrer Kinder selbst, indem sie Müdigkeitssignale der Kleinen falsch deuten oder unangemessen reagieren.
Einschlaf- und Durchschlafstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern haben häufig ihre Ursache darin, dass der Tagesrhythmus des Kindes – oft unwissentlich – durch äußere Einflüsse gestört wird. Vielen Eltern ist nicht bewusst, dass auch Säuglinge und Kleinkinder einer inneren Uhr und damit einer natürlichen Tagesrhythmik folgen. Wie Erwachsene erleben kleine Kinder im Laufe des Tages Phasen, in denen sie wacher sind, und andere, in denen sie müde werden.
Dem Rhythmus des Kindes nachspüren lohnt sich
Eltern, die die Müdigkeitsphasen ihres Kindes erkennen – charakteristische Anzeichen sind gleichmäßige Atmung, nachlassender Bewegungsdrang, entspannte Muskulatur und verträumter Blick – und die Säugling dann umgehend zum Schlafen legen, geben dem Kind von Anfang an die Möglichkeit, seinen eigenen Rhythmus zu finden. Die Chancen auf einen erholsamen Schlaf sind entsprechend gut. Wird das Kind in seiner ruhigen Phase jedoch gestört, etwa durch zu laute Musik oder plötzlichen Besuch mit viel hektischer Betriebsamkeit, überwindet es die Müdigkeitsphase – allerdings nur kurzfristig.
Es bleibt zwar aktiv, wird aber schnell unzufrieden und nörgelig, weil ihm schlicht der Schlaf fehlt. Da das Kind aber nun wieder in einer wachen Phase ist, fällt es ihm jetzt entsprechend schwer, zur Ruhe zu kommen.
Säuglinge bewusst müde zu machen, hilft nicht weiter
Manche Eltern versuchen, ihre Säuglinge und Kleinkinder bewusst müde zu machen, etwa durch toben oder Kitzelspiele. Auf diese Weise wollen die Eltern sicherstellen, dass das Kind später richtig müde ist und auch wirklich gut schlafen kann. Oft erreicht man durch solche Aktionen aber das reine Gegenteil. Die Phase, in der das Kind müde ist und zur Ruhe kommen kann, wurde überschritten, das Schlafbedürfnis des Kindes ignoriert. Es ist nun aufgekratzt, übermüdet, aber nicht mehr in der Lage, sich zu entspannen. Es gibt auch Kinder, die versuchen ihre Müdigkeit durch übermäßige Eigenstimulation und Unruhe zu kompensieren.
So kommt es, dass kleine Kinder, die eigentlich müde sind und eine entsprechend reizarme Umgebung bräuchten, selbst verstärkt äußere Reizeinwirkungen provozieren. Ein Teufelskreis, der die Schlafstörung noch verstärkt, da das Kind die durch Reizüberflutung geprägten Tageseindrücke nun erst Recht nicht mehr im Schlaf verarbeiten kann.
Manche Säuglinge fordern ihre Ruhe und ihren Schlaf regelrecht durch Schreien ein – ein Signal, das Eltern allerdings mitunter als Hunger oder Lust auf Aktivität fehl deuten. Reagieren die Eltern in dieser Situation falsch – indem sie beispielsweise ihr Kind füttern oder unterhalten – stört das den Tagesrhythmus der Kinder noch weiter. Verschärfte Schlafprobleme sind die häufige Folge.
Teil 1
Auf die innere Uhr der Säuglinge hören
Dem Rhythmus des Kindes nachspüren lohnt sich
Säuglinge bewusst müde zu machen, hilft nicht weiter
So ähnlich habe ich es mir auch instinktiv immer gedacht. Allerdings ich musste mir immer von meiner mutter anhören ich würde mien kind verwöhnen indem ich, wenn es schlafenszeit ist viel zu ruhig bin und er sich an die Lautstärke anderer leute gewöhnen muss! Ich bin jetzt in de 37 ssw und bin durch den beitrag nochmal gestärkt und gehe genauso so vor... und lasse mir nicht neagtives mehr einreden! Vielen Dank
cetinel , berlin :
27.02.2010 10:59
ja ich bin manuela aus berlin hab jetz mein drittes kind bekommen ein mädchen sie wird im märz drei monate alt und ist nachts immer sehr unruhig . währe sehr dankbar für noch mehr tips .
Teil 1
Auf die innere Uhr der Säuglinge hören
Dem Rhythmus des Kindes nachspüren lohnt sich
Säuglinge bewusst müde zu machen, hilft nicht weiter
Dr. Wiater ist Chefarzt der Kinderklinik des Kranken- hauses Porz am Rhein und Mitglied des unabhängigen wissenschaftlichen Penaten Beirats.
Dr. Wiater ist Initiator der Kölner Kinderschlafstudie (in Kooperation mit der Universität Köln).
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