Wer fördern will, sollte genau hinschauen |
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Fast alle Eltern kennen die Situation. Plötzlich werden scheinbar rundherum alle Kinder zum Englisch, zum Ballett oder zum Querdenkerclub angemeldet. Man selbst war eigentlich guten Willens, sich diesem Gruppendruck nicht zu unterwerfen, aber irgendwie will man das eigene Kind ja auch nicht allein dumm dastehen lassen. Sollte man auch nicht. Trotzdem oder gerade deshalb lohnt es sich, genau hinzuschauen. |
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Ein Kurs, der zum Kind und zu einem selbst passt, ist mehr wert als fünf Kurse, die man nur aus Prestigegründen belegt. Wer unsicher ist, was denn das Richtige ist, dem rät Dr. Schefels, er solle seinen Kinderarzt fragen, worin das Kind vielleicht noch ein bisschen Förderbedarf haben könnte.
Ansonsten ist eine gute Portion Gelassenheit angesagt. Das zumindest findet Susanne Kerndt, selbst dreifache Mutter und Leiterin eines Stillcafés. Sie möchte allen jungen Eltern Mut machen, ihren Weg mit ihrem Kind zu finden, ohne aufgedrückte Förderpläne und Programmstress. „Wer zu mir ins Café kommt, der kommt, weil er eine Tasse Kaffee trinken und sich mit anderen unterhalten will. Das ist ein ehrliches Anliegen.“ Die Babys sind natürlich dabei und es wird auch mit ihnen gespielt. Wirkliche Eltern-Kind-Bindung aber findet nun mal nicht in einer Kursstunde pro Woche, sondern in den vielen Stunden dazwischen statt. „Wirkliche Bildung und Förderung“, so sieht es auch Dr. Krenz, „ist eine Bildung mit Alltagssinn.“
Eine Bildung, die die kindliche Welt wertschätzt und das Kind in seiner Kinderwelt belässt, in der es von den Erwachsenen liebevoll begleitet wird. |
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TEIL 4
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