Für werdende Mütter ist das erste Spüren des Babys im Bauch ein unbeschreibliches Erlebnis. Zum ersten Mal tritt der Nachwuchs direkt mit der Mama in Spe in Kommunikation. Streicheln des Bauchs spürt das Baby - das Klopfen im Bauch wird oft weniger. In der Seitenlage meckert das Baby immer öfter. Es scheint so, als würde sich das Baby pudelwohl im Bauch zu fühlen und auch schon auf sein Recht pochen.
Ein gutes Bauchgefühl
Viele Babys spüren jetzt, wenn die Schwangere sich vorbeugt oder etwas Leichtes auf dem Bauch liegt. Viele beschweren sich mit Klopfzeichen. In der Geborgenheit der Fruchtblase im Bauch kann sich das Baby entfalten und seinen Freiraum beanspruchen. Viele Frauen empfinden das erste zaghafte Treten auch als Schmetterlinge im Bauch. Es ist wunderschön, an die angenehmen Begleiterscheinungen der Verliebtheit erinnert zu werden. Schließlich ist ein wachsender Bauch ja auch sichtbar gewordene Liebe. In dieser Phase bauen die Babys und ihre werdenden Müttern eine sehr innige Bindung auf.
Zickenalarm?
Auf dem Bauch sollte die Schwangere nicht schlafen, aber Liegen auf der Seite ist erlaubt, auch wenn der Nachwuchs mit leichten Tritten protestiert. Meist verkrümeln sich die kleinen Nervensägen dann in eine andere Ecke und schlafen selig weiter bis zum nächsten Anklopfen um Aufmerksamkeit. Manchmal hat das Kleine aber auch Schluckauf, da es das Schlucken des Fruchtwassers noch üben muss – auch dann wird ein Pochen im Bauch spürbar. Ein Kribbeln ist ebenfalls völlig normal, wenn das Baby „spielt“ oder an der Bauchdecke entlang streicht.
Den Rhythmus im Blut
Bewegung ist gesund für die Schwangere und ihr Baby. Tanzen ist die optimale Vorbereitung auf die anstrengende Geburt, wenn es keine gesundheitlichen Einschränkungen gibt. Tanzen macht locker, regt die Sinne an, entspannt und ist ein Garant für Fröhlichkeit. Außerdem werden beim Hüftschwung Körperzonen trainiert, die bei der Niederkunft Schwerstarbeit zu bewältigen haben. Außerdem unterstützen die Dance-Workouts eine tiefe Bauchatmung und der Brustkorb wird weit.
Auch Bauchtanz ist erlaubt. Wer kontinuierlich Achten übt, sorgt für ein geschmeidiges Becken. Salsa puscht die Durchblutung und stärkt die Beckenmuskeln. Die seelische Beziehung zum Ungeborenen wird durch den Tanz gestärkt. Die Frauen erzählen von einer spürbaren Beruhigung des Babys während des Tanzens. Es ist aber auch gut möglich, dass das Baby dabei vor Freude hüpft.
Trommeln und African Dance
Ein gutes Körpergefühl ist wichtig, wenn die Mutter in Spe ihre Schwangerschaft ganz bewusst erleben will. Die exotische Tanzart African Dance streckt die Wirbelsäule - schlängelnde Bewegungen sorgen dafür, dass die werdende Mutter ihren Körper dehnt. Ein elastischer Körper mit guter Bodenhaftung ist eine gute Basis für eine angenehme Schwangerschaft, auch in den letzten Monaten vor dem Countdown. Tanzen harmonisiert, schenkt Selbstvertrauen und stabilisiert die besondere Bindung zwischen werdender Mutter und Ungeborenem. Glucksen und Bauchdeckentrommeln zeigen, dass der Nachwuchs auch Spaß daran hat.
Ulrike Engel
Bisher wurden noch keine Kommentare abgegeben.
Tanzkurse finden
Sie tanzen gern und möchten einen Kurs speziell für Schwangere belegen? Erkundigen Sie sich am besten in der nächsten Hebammenpraxis oder im Geburtshaus danach. Wenn dort kein Kurs angeboten wird kann man ihnen doch bestimmt sagen, wo Sie sich erkundigen können. Alle Schwangeren, die in einer der kidsgo Regionen (Berlin, München, Hamburg, Rhein-Main, Köln, Düsseldorf und Kassel/Göttingen) wohnen, haben es leichter, ihren Kurs zu finden: Er ist nur einen Klick entfernt in unserer Rubrik Angebote für Schwangere.
Kinder lernen schon im Bauch
Prof. Gerald Hüther, Hirnforscher
„Die Hirnforschung hat eindeutig gezeigt, dass Kinder bereits lange vor der Geburt lernen. Sie sammeln bereits Erfahrungen über die Beschaffenheit ihrer Lebenswelt und verankern diese in ihrem Gehirn.“