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Beikost einführen: Was ist anders beim gestillten Kind?

Beikost einführen: Was ist anders beim gestillten Kind?
Bild: Franz Pfluegl - Fotolia.com
Das Einführen von Beikost beim gestillten Kind ist eine häufig gestellte Frage von Müttern an Stillberaterinnen. Denn die Beikosteinführung bei gestillten Kindern verläuft anders als bei flaschengefütterten Kindern – und doch gibt es kaum Literatur und Empfehlungen für diese Mütter. Hier haben wir die wichtigsten Tipps für dich zusammengefasst:

Generell gilt: Beikost einführen bei gestillten Kindern ist einfach, den Ausgleich in der Ernährung gibt jeweils die Muttermilch. Eine einseitige Ernährung ist somit ausgeschlossen, denn Muttermilch bleibt auch nach dem 6. Lebensmonat eine wichtige Quelle für Energie, Proteine, Vitamine, Mineralien und essentielle Fettsäuren. Außerdem enthält Muttermilch mit 75 kcal/100 ml mehr Kalorien und Nährstoffe, als die meisten anderen Nahrungsmittel oder Babybreie.

Nach den idealerweise 6 Monaten ausschließlichen Stillens sollte das Einführen der Beikost liebevoll passieren. Ziel ist, dass die Kinder zum ersten Geburtstag am Familientisch mitessen können und nicht industriell hergestellte teure Breie benötigen.

Es ist falsch zu behaupten, dass Babys, die mit sechs Monaten nicht an anderer Kost als an Muttermilch interessiert sind, unter Mangelernährung leiden. Andererseits sind manche Babys mit etwas unter sechs Monaten am Essen so interessiert, dass ihnen Altersgerechtes angeboten werden kann. Beikost – so schon der Name – heißt, dass die Kost nebenbei gegeben wird, also zum Stillen hinzukommt. Beikost ergänzt somit die Muttermilchernährung, ersetzt jedoch nicht die Stillmahlzeiten. Wenn die Mütter bereit sind weiterzustillen, erhalten Babys im Durchschnitt im Alter von 6 - 8 Monaten etwa 70 Prozent ihres Energiebedarfs aus der Muttermilch, 55 Prozent im Alter von 9 - 11 Monaten und 40 Prozent im Alter von 12 - 23 Monaten.

Zudem enthält die Muttermilch mit Beginn der Beikost mehr Antikörper, die das sich nun allein fortbewegende Baby, das sich mit der Umwelt auseinandersetzt, gut gebrauchen kann. Lysozym, ein wichtiger Bestandteil der Muttermilch mit immunologischen Eigenschaften, steigt sogar bis zum 24. Lebensmonat an und erreicht Konzentrationen wie im Kolostrum, der Vormilch.

Die meisten Kinder sind im Alter von 6 Monaten so weit, dass sie andere Kost vertragen und auch daran interessiert sind. Begonnen wird meist mit einem Gemüse-Kartoffel-Brei, dem Fett in Form von pflanzlichem Öl zugesetzt werden muss. Im ersten Lebensjahr sind noch keine kaltgepressten Öle zu empfehlen. Zweimal wöchentlich kann auch Fleisch zugegeben werden. Günstig ist, jeweils nur alle fünf Tage ein neues Produkt auszuprobieren, da so schnell erkannt werden kann, wenn ein Kind etwas nicht verträgt. Honig, Ei, Fisch und Nüsse sind keine Nahrungsmittel für das erste Lebensjahr,ebenfalls sind Zucker, Gewürze und zusätzliches Salz zu meiden, auch reine Kuhmilch.


Teil 1

Muttermilch ist am besten. Aber wann solltest du was zu füttern.

Teil 2

Gemeinsam das Gleiche essen - eine neue Erfahrung

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Kommentare von Lesern:

 
Martina Jenning, Kisdorf:
21.08.2013 14:13
Seit Mai 2010 wird Fisch und Ei im ersten LJ empfohlen. Siehe Konsensus Papier " Netzwerk "gesund ins Leben -Netzwerk "junge Familie"
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Teil 1

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Weitere Informationen

Wenn du mehr über das Thema Einführen von Beikost wissen möchtest und dazu noch Fragen generell zum Stillen hast, findest du im Internet Ansprechpartner und weitere Informationen.

Gudrun von der Ohe, Still- und Laktationsberaterin IBCLC
www.stillberatung.info

Berufsverbande Deutscher Laktationsberaterinnen www.bdl-stillen.de

Stilltreffs

Stilltreffs in den Regionen Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, München, Nordhessen/ Südniedersachsen findest du hier.

Literatur

Literatur erhältst du bei:

Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen
www.afs-stillen.de
Beikost für das gestillte Kind
von A. Müller/U. Reich-Schottky,

La Leche Liga
www.lalecheliga.de
Mein Kind will nicht essen
von C. González

Verbraucherzentrale Hamburg
www.vzhh.de
Gesunde Ernährung von Anfang an
Hamburg 2001.

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