Sich auf das Stillen zu freuen ist wichtiger, als jede körperliche Vorbereitung. Befassen Sie sich schon früh mit dem Thema. Wichtig dabei ist: Auch Ihr Partner sollte vom Stillen überzeugt sein, weil er in dieser Zeit selber zurück stecken muss. Hilfreich sind Gespräche mit Hebammen, erfahrenen Freundinnen oder anderen Müttern in Stillgruppen. Auch Literatur zum Thema Stillen kann wertvolle Informationen liefern.
Brustpflege in der Schwangerschaft
Die schönste und natürlichste Art, die Brust abzuhärten, ist das Liebesspiel. Sprechen Sie offen mit Ihrem Partner darüber, was Ihnen gut tut. Lassen Sie ansonsten so oft wie möglich Luft und Sonnenlicht an ihre Brust kommen. Im Winter spenden auch Rotlichtlampen wohlige Wärme. Zur Pflege genügt es, die Brust einmal täglich mit klarem, lauwarmen Wasser zu waschen und anschließend möglichst an der Luft zu trocknen.
Wenn Sie mögen, können Sie in den letzten Wochen vor der Geburt noch folgendes tun:
Warme und kalte Wechselduschen
Die Brüste mit beiden Händen umfassen und sanft vom Brustansatz zur Warze hin ausstreichen.
Die Warzen herausziehen und leicht zwischen den Fingern rollen. Dabei keine Vormilch ausdrücken.
Darum ist Muttermilch am besten
Muttermilch ist den Bedürfnissen des Babys optimal angepasst. Sie verändert sich in der Zusammensetzung mit dem Wachstum des Kindes. Sie enthält nicht nur alle lebensnotwendigen Nährstoffe, sondern auch Enzyme, die das noch ungeübte Verdauungssystem des Babys unterstützen. Außerdem schützen Abwehrstoffe in der Muttermilch das Baby vor Infektionen. In den ersten zwei bis sechs Tagen trinkt das Baby die Vormilch (Kolostrum), die besonders reich an Abwehr- und leicht verdaulichen Eiweißstoffen ist. Die Vormilch erleichtert auch den ersten Stuhlgang (Kindspech).
Der beste Zeitpunkt fürs "erste Mal"
Das erste Stillen erfolgt am besten in den ersten 30 Minuten nach der Geburt. Durch den Geburtsstress sind Neugeborene in dieser Zeit besonders wach. Auch der Saugreflex ist jetzt am stärksten. Das frühe Anlegen fördert die Milchproduktion und erleichtert das "Einschießen" der Milch. Durch den Saugreiz werden die Hormone Prolaktin und Oxytocin ausgeschüttet. Oxytocin lässt die Milch fließen, Prolaktin sorgt für Nachschub. Je häufiger Ihr Baby an der Brust saugt, desto mehr Milch fließt.
Trinkt das Baby zunächst schlecht, oder kommt am Anfang nur wenig Milch, verlieren Sie nicht die Geduld. Neugeborene haben eine Flüssigkeitsreserve von etwa zehn Prozent, mit der sie die ersten Tage überbrücken können.
Stillen nach Kaiserschnitt
Ein Kaiserschnitt ist kein Stillhindernis. Bei den heute üblichen Narkoseverfahren, die eine Entbindung bei vollem Bewusstsein oder eine schonende Vollnarkose ermöglichen, kann das Baby sofort nach Abklingen der Narkose angelegt werden.
Teil 1
Was müssen Sie beim ersten Stillen berücksichtigen!
Bei Problemen und Fragen wenden Sie sich an ihre Hebamme (zahlt die Krankenkasse) oder eine der vielen Stillberaterinnen und Stillgruppen.
Hebammen aus den Regionen Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln, München, Nordhessen/ Südniedersachsen finden Sie hier.
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Stillorganisatoren in Deutschland
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Dort finden Sie jederzeit einen Ansprechpartner, der Ihnen Fragen rund ums Stillen beantworten kann.
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