Berlin
Startseite Startseite  > Themen & Trends  > Schwangerschaft & Geburt  > Stillen  > Stillen - Stillen mit Piercings und Implantante 1/2

Stillen mit Piercings und Implantaten

Beim Stillen muss das Piercing raus!
Bild: Fatbob- Fotolia.com

Weltstillwoche 2008



Für die meisten Frauen ist ihre Brust Ausdruck ihrer Weiblichkeit. Und das beinhaltet viel mehr als nur die Möglichkeit, ein Kind an ihr zu ernähren.

Die Brust spielt auch eine große Rolle in Bereich der Sexualität und das wird in vielen entsprechenden Zeitschriften und Katalogen oder Filmen noch verstärkt. Fast jede Frau misst sich an diesen häufig stark idealisierten Bildern. Einige von ihnen sehen in der Möglichkeit einer kosmetischen Korrektur den einzigen Weg, wieder eine positive Einstellung zum eigenen Körper zu bekommen.

Diese Frauen stellen sich spätestens nach der Geburt eines Kindes die Fragen: Kann ich nach der Brustkorrektur stillen, was gibt es zu bedenken und sind langfristig gesehen negative Auswirkungen zu befürchten?

Mit Implantaten stillen



Zunächst die Entwarnung; Auch nach einer Brustaufbauplastik ist das Stillen möglich. Nicht die Stillzeit, sondern vielmehr Schwangerschaft, Älterwerden, sowie das Rauchen können due Brust langfristig verändern. Auch eine kleine Brust hat im Normalfall genügend Brustdrüsengewebe, das durch die Operation nicht beeinträchtigt wird. Wichtig ist ein guter Stillbeginn. Häufiges Anlegen - bereits in den ersten 24 Stunden - hilft, eine vermehrte Schwellung beim Milcheinschuss zu verhindern. Empfehlenswert ist, sich rechtzeitig zu informieren und gegebenfalls neben der Beratung durch Hebammen und Frauenärzte kompetente Hilfe von Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) einzuholen.

Auch nach Brusverkleinerungen ist meist ein (Teil-) Stillen möglich. Entscheidend hierbei ist die Operationstechnik, die angewandt wurde. Eine Beratung schon in der Schwangerschaft ist auch hier zu empfehlen.

Piercing vor dem Stillen entfernen



Tätowierungen an Brust und Brustwarzen stellen keine Stillhindernisse dar. Wenn die Brustwarzen gepierct sind, muss das Piercing allerdings für die Zeit des Stillens entfernt werden, da das harte Metall den sensilben Mundbereich des Kindes verletzen würde. Sind durch eventuelle Vernarbungen die Milchausführungsgänge verschlossen, kann es allerdings vorübergehend leichte Stauungen geben, bis sich die betroffenden Drüsenareale zurückgebildet haben.

Wie generell beim Stillen ist eine korrekte Stillposition in jedem Fall das A und O. Verletzungen an den Brustwarzen, hervorgerufen durch das Stillen, sind ein Hinweis darauf, dass das Anlegen nicht korrekt vorgenommen wurde bzw. das Kind die Brustwarze im Mund falsch bearbeitet. Auch Schmerzen sind ein Zeichen für eine fehlerhafte Stillhaltung und nicht dafür, dass die Frau besonders empfindlich ist oder eine Brustkorrektur vorausgegangen ist.
© Gudrun von der Ohe, Ärztin sowie
IBCLC Vorstandsmitglied des Berufsverbandes Deutscher Laktationsberaterinnen (BDL);
www.bdl-stillen.de
Vizepräsidentin des Verbandes Europäischer Laktationsberaterinnen (VELB), www.stillen.org

Teil 1

Stillen mit Piercing und Implataten

Teil 2

Ein Erfahrungsbericht - Daniela Kahst berichtet

Kommentar zu diesem Thema schreiben:

Name, Ort:
Mein Kommentar:
Bisher wurden noch keine Kommentare abgegeben.
zur Druckansicht


Teil 1

Stillen mit Piercing und Implataten

Teil 2

Ein Erfahrungsbericht - Daniela Kahst berichtet
zur Druckansicht