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Muttermilch kann kulinarische Vorlieben prägen

Muttermilch kann kulinarische Vorlieben prägen
Bild: Yuri Hvostenko - Fotolia.com
Wird Ihr Baby einmal ein Feinschmecker oder ein Kostverächter? Das hängt von vielen Faktoren ab. Ohne Zweifel spielt das Vorbild der Familie dabei die größte Rolle. Doch das ist es nicht allein. Wissenschaftler der Universität Kopenhagen fanden jetzt heraus, dass der Geschmack von Muttermilch je nach Ernährung der Mutter unterschiedlich ist. Möglicherweise werden sogar so die späteren kulinarischen Vorlieben des Kindes beeinflusst.

Muttermilch schmeckt immer anders



Im Rahmen einer Studie nahmen 18 stillende Mütter Kapseln ein, die Aromen von Kümmel, Lakritz, Menthol und Banane enthielten. Anschließend stellten sie Proben ihrer Muttermilch zur Verfügung, die in verschiedenen Zeitabständen untersucht wurden. Die dänischen Forscher waren überrascht von der zeitlichen Verzögerung, mit der sich die Aromen nachweisen ließen. Während Bananenaroma nur innerhalb der ersten Stunde nach der Einnahme gefunden wurde, war Menthol zwischen der zweiten und achten Stunde deutlich zu schmecken.

Entwicklung des Geschmackssinns


Übrigens gab es deutliche individuelle Unterschiede zwischen den Probandinnen. Selbst wenn zwei Frauen das gleiche gegessen hatten, schmeckte die Muttermilch unterschiedlich. Forschungsleiterin Helene Hausner ist davon überzeugt, dass die ständige Veränderung der Geschmacksnoten wichtig ist für die Entwicklung des Geschmacksinns: „Es ist zwar nicht so, dass das Baby denkt ,Hmm, Apfelkuchen!’, wenn die Mutter Apfelkuchen isst, aber es kann sein, dass es Aromen wieder erkennt und neue Geschmäcker leichter akzeptiert.“ Wenn sich ein Nahrungsmittel negativ auf den Geschmack der Muttermilch auswirkt, heißt es abwarten: alle Aromen verschwanden nämlich innerhalb von acht Stunden nach Einnahme der Kapseln.

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