Der väterliche Blick aufs Stillen – vier Männer berichten
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In den vergangenen Jahren hat das Stillen eine regelrechte Renaissance erlebt. Als vor vierzig Jahren die künstliche Babynahrung auf den Markt kam, wurde Stillen fast zu einem Tabuthema. Muttermilch galt als überholt, ja nahezu als unmodern. Doch mittlerweile haben sich viele Eltern wieder darauf besonnen, dass Stillen das Normalste der Welt ist. Und auch Wissenschaftler haben belegt, dass es sich bei Muttermilch um die ausgewogenste und gesündeste Ernährung handelt.
Stillen geht beide Eltern an!
Auch Väter setzen sich immer mehr mit dem Thema Stillen auseinander. Schon allein, um ihre Frauen angemessen begleiten zu können und ihren Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Stillen ist für viele Väter ganz natürlich. Sie finden es so normal, dass sich die wenigsten im Vorfeld intensiv Gedanken darüber machen.
Väter machen sich über das Stillen Gedanken
„Ich finde Stillen sehr gut und stehe dem Thema auf jeden Fall positiv gegenüber, aber damit auseinander gesetzt habe ich mich nicht wirklich. Meine Frau und ich haben während der Schwangerschaft zwar darüber gesprochen, aber eine bewußte Entscheidung gab es nicht. Für mich war nur klar, dass ich helfen will, wo immer es nötig ist“, erklärt der 37-Jährige Thomas und schaut dabei gelassen auf seine knapp einjährige Tochter Hanna. Ab und an habe er mal in ein Buch geschaut und vielleicht auch mal ein Kapitel gelesen.
Eine Ansicht, die auch von Anton (30) und Christian (34) geteilt wird. Beide haben bereits Töchter, die auch mit zwei Jahren noch ab und an eine Milchmahlzeit an Mamas Brust bekommen. „Meine Tochter Lara Jasmin hat nach ihrer Geburt sehr viel Gewicht verloren, da meine Frau starke Probleme mit dem Stillen hatte. Doch als es dann lief, hat sie das schnell wieder aufgefangen. Ich habe halt versucht meiner Frau zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, da, wo sie Unterstützung gebraucht hat“, erzählt Anton.
Vorgesehen war, Lara Jasmin maximal sechs Monate zu stillen. „Länger wäre uns völlig unnormal erschienen“, lächelt Anton. Doch mittlerweile ist Lara Jasmin fast zwei und bei Erkrankungen stillt ihre Mutter sie immer noch mal. „Sie hatte mal einen schlimmen Magen- Darm-Infekt. Und alles was drin blieb, war die Muttermilch. Hätte meine Frau sie in dieser Zeit nicht mehr gestillt, hätten wir mit ihr ins Krankenhaus gemusst.“