„Stillen ist lebenswichtig! Bist Du dabei?“
Das Motto der diesjährigen Weltstillwoche wird belegt mit einer traurigen Zahl. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, Unicef, und die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzen, dass jährlich mehr als 1,5 Millionen Säuglinge sterben, weil sie nicht gestillt werden.
Gerade in Ländern, in denen eine hygienische Zubereitung von Säuglingsnahrung nicht gewährleistet ist, hat das Stillen eine lebenswichtige Funktion.
Muttermilch enthält genau die richtigen Mengen an Kalorien, Eiweiß, Vitaminen und anderen Nährstoffen, die das Baby braucht. Studien haben belegt, dass Stillen einen hohen Stellenwert für die Gesundheit des Kindes hat und beispielsweise Allergien vorbeugt oder das Übergewichtsrisiko im späteren Kindesalter verringert. Die WHO empfiehlt, die ersten sechs Monate ausschließlich zu stillen, anschließend mit altersgerechter Beikost anzufangen und dabei so lange weiterzustillen wie Mutter und Kind es wünschen.
Mittlerweile wird die Weltstillwoche in mehr als 120 Ländern der Welt begangen. Ziel der Veranstaltung ist es, auf die Wichtigkeit des Stillens hinzuweisen und zu informieren.
"Also, hört mit eurer Hetzjagt gegen Fläschchenfüttern auf, es reicht!" kommentar von frau Sandra Zgorecki
also, das ist ja wohl lächerlich. wer sich da angegriffen fühlt, hat wohl ein schlechtes gewissen???!!!
stillen ist und bleibt das beste für mutter und kind, nur leider hat es oft nicht den besten ruf und dagegen muß was getan werden. die kampagne ist "pro stillen" und nicht "contra flaschengabe"
vg. j.wieber
Sonja, Düsseldorf:
30.08.2009 15:04
Ich denke schon, dass ein Großteil dieser Kinder überleben würde, wenn sie gestillt würden. Das hat ja wohl nichts mit Hetzjagd zu tun! In Drittweltländern hat ein Kind durch die Abwehrkräfte, die es ja auch mit der Muttermilch zu sich nimmt, doch eine reelle Chance, "Bazillenangriffe" abzuwehren und außerdem wird es solchen Angriffen durch die Nahrung (Fläschchen mit verkeimtem Wasser angerüht, falsche Dosierung des Milchpulvers durch Sparsamkeit oder Analphabetismus der Mutter und und und) gar nicht erst ausgesetzt.
Und meine Meinung zu Frauen in Industrieländern, die nicht stillen: Hetzjagd ist blödsinn, aber ganz verstehen kann ich das Ablehnen des Stillens nicht. Oft hört man dann, dass die Frau wieder ihren Körper für sich haben will oder dass jetzt der Vater mal dran ist und so. Warum dann überhaupt ein Kind? Für viele ist auch der größte Erfolg, von dem sie berichten, wenn das Baby "endlich" woanders über Nacht bleibt. Wie gesagt, das ist meine Meinung bzw. das worüber ich mich wundere, weil ich da einfach eine andere Einstellung habe. Jeder kann es ja so machen, wie er will. Fertigmilch ist ja ok, kein Kind nimmt schaden dabei in Industrienationen, aber gut nachvollziehen kann ich es halt nicht. Ein Baby ist nur wenige Monate so sehr auf die Eltern angewiesen, in wenigen Jahren erinnert man sich kaum noch an die ach so entbehrungsreiche Zeit.
Und auf jeden Fall ist es in Drittweltländern absolut wichtig für die Babys, dass die Mütter stillen. Vorteile vom Fläschchen-Geben hat da nur der Produzent von Fertignahrung und Flaschen!
Sandra Zgorecki, Hamburg:
30.08.2009 11:34
Die Kinder sterben nicht, weil sie nicht gestillt werden, sondern weil sie ganz allgemein in katastrophalen Umständen geboren werden und in der ersten Zeit leben müssen!!!
Klar, Stillen ist toll, aber gerade Müttern in Industrienationen jetzt auch noch Angst zu machen mit dem Motto "Wenn ihr nicht stillt, stirbt euer Kind" ist das allerletzte!!!
Nur wenn Mutter und Kind entspannt stillen wollen und können, ist es gut, sonst ist das Fläschchen ebenso gut!!! (Natürlich nicht mit verkeimtem Wasser zubereitet...)
Also, hört mit eurer Hetzjagt gegen Fläschchenfüttern auf, es reicht!
Mehr Informationen
kidsgo hat sich in seiner 3. Ausgabe 2009 ganz intensiv mit dem Thema Stillen auseinander gesetzt. Wir haben einmal Väter zu Wort kommen lassen, deren Kinder gestillt werden. Sie haben von ihren Erfahrungen und Empfindungen erzählten lassen.
Frauen, die schon bald nach der Geburt wieder arbeiten gehen und ihre Muttermilch tagsüber abpumpen müssen, finden wertvolle Informationen auf: Stillen und Job Muttermilch abpumpen
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