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Wie Hund und Katze auf den Nachwuchs reagieren?

Wie Hund und Katze auf den Nachwuchs reagieren
Bild: © Dmitry Pichugin - Fotolia.com

In Deutschland leben in ungefähr jedem dritten Haushalt Tiere. Oft sind Hund und Katze schon da, bevor sich der menschliche Nachwuchs überhaupt ankündigt.
Und nur weil Ben und Lena unterwegs sind, müssen Minnie und Mausi noch lange nicht weg. Tiere, die zuvor im Umgang mit Menschen nicht verhaltensauffällig waren, werden sich auch an den neuen Mitbewohner gewöhnen und mit normalen Hygieneregeln, wie regelmäßiges Händewaschen, kann die Gefahr der Krankheitsübertragung gebannt werden.

Als Meike schwanger wird, lebt Hündin Millie bereits seit sechs Jahren bei ihr. Sie weggeben, undenkbar. Aber Millie ist verwöhnt. Sie gibt gern feuchte Hundeküsse und sitzt am liebsten auf dem Schoß. Babys Bett jedoch muss für Millie tabu sein. Schon Wochen vor Luis Geburt stehen darum Wiege und Laufstall in der Wohnung, um Millie daran zu gewöhnen. Für die Zeit der Geburt ist geklärt, dass eine Freundin sich um den Hund kümmert. Mit ein paar extra Streicheleinheiten und einem kleinen Leckerli darf sie an der allgemeinen Freude teilhaben.

Vier Wochen später frage ich Meike, wie Millie auf Baby Luis reagiert hat: „Alles gut“, antwortet sie zufrieden, „er ist ins Rudel aufgenommen.“ In den meisten Fällen gelingt die Zusammenführung von Baby und Haustier problemlos. Unverzichtbar ist, Hund und Katze regelmäßig zu impfen und zu entwurmen. Wenn möglich, sollten Schwangere mit einer Freigängerkatze die Reinigung des Katzenklos anderen Familienmitgliedern überlassen. Tiere gehören nicht in die unmittelbare Nähe von Neugeborenen, da ihr Immunsystem noch nicht so ausgereift ist.

Sobald das Baby krabbelt, muss sichergestellt werden, dass es nicht ans Katzenklo oder den Futternapf von Hund und Katze kommt. In jedem Fall sollten Vater oder Mutter den Kontakt zwischen Kind und Tier immer im Auge behalten und auch dem Tier einen Rückzugsort ein räumen, an dem es sich vor den oft ungestümen Annäherungsversuchen der kleinen Zweibeiner in Sicherheit bringen kann.

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