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Beckenendlage – Steißlage – Moxibustion: „Hat es sich schon gedreht?“

Beckenendlage – Steißlage – Moxibustion
Bild: © Designer_Andrea - Fotolia.com

Die Turnübungen des Kindes in der Gebärmutter begleiten werdende Mütter über viele Schwangerschaftswochen. Etwa ab Woche 24 wird es aber langsam enger in Mamas Bauch. Nun beginnt das Warten darauf, dass das Kind eine optimale Startposition für die Geburt einnimmt. Beckenendlage – Steißlage – Moxibustion: viele neue Begriffe tauchen auf. Wir erklären, worum es dabei geht.
Zeigt der Kopf des Kindes vor der Geburt in Richtung Becken, ist alles bestens: Aus der Schädellage heraus kann das Kind direkt in den Geburtskanal gleiten und sich seinen Weg nach außen bahnen. Dabei tritt der Kopf, der bei weitem breiteste Körperteil, zuerst nach außen. Die Sauerstoffversorgung über die Nabelschnur ist so lange gesichert, bis das Kind seinen ersten eigenen Atemzug tut.

Wenn der Po zuerst kommt



In etwa fünf Prozent der Schwangerschaften liegen die Kinder allerdings verkehrt herum: Sie „sitzen“ mit dem Po über dem Geburtskanal. Hebammen nennen das Beckenendlage (BEL). Sind die Beine nach oben geklappt, ist von einer Steißlage die Rede – diese Form der Beckenendlage ist besonders häufig. Es kann viele Gründe haben, warum sich Babys vor der Geburt nicht drehen. Manchen ist es zu eng, anderen versperrt die Nabelschnur den Weg. Häufig bleibt die Ursache unklar. Eins ist aber sicher: Liegt das Kind verkehrt, müssen die Eltern das bei der Geburtsplanung berücksichtigen.

Ein Schubs von außen



Hat sich das Kind wenige Wochen vor der Geburt noch immer nicht gedreht, empfiehlt es sich nachzuhelfen. Viele Mütter versuchen, das Baby zum Drehen zu animieren, indem sie ihm zum Beispiel den Weg mit Licht- oder Tonimpulsen weisen. Andere schwören auf Turnübungen wie die „indische Brücke“. Hebammen bieten häufig Akupunktur oder eine so genannte Moxibustion an – beide Methoden entstammen der Traditionellen Chinesischen Medizin. Manchmal hilft auch eine „Äußere Wendung“ – eine Technik, bei der die Hebamme von außen Druck ausübt. Eine Erfolgsgarantie gibt es allerdings bei keiner Methode.

Spontangeburt in Beckenendlage



Viele Ärzte raten bei einer Beckenendlage grundsätzlich zu einem Kaiserschnitt. Es gibt aber immer mehr Hebammen und Kliniken, die dem Wunsch der Mütter nach einer natürlichen Geburt nachkommen und spezielle Entbindungstechniken anbieten. Der größte Unterschied zu einer „normalen“ Geburt besteht bei Beckenendlage darin, dass der Kopf bei seinem Eintritt in den Geburtskanal die Nabelschnur abklemmen kann – dann ist die Sauerstoffversorgung nicht mehr gewährleistet. Deshalb muss die Entbindung schnell gehen und jeder Handgriff sitzen.

Gründlich untersucht



Ob trotz Beckenendlage eine Spontangeburt möglich ist, wird in jedem Einzelfall genau geprüft. Dazu messen die Ärzte unter anderem, ob der Kopf des Kindes problemlos durch das Becken passt. Sind alle Untersuchungen positiv, steht einer Spontangeburt oft nichts im Weg.

Alexandra Mankarios

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Moxibustion



Diese Methode, kurz „Moxa“ genannt, kommt wie die Akupunktur aus China. Anstelle von Nadeln wird aber Wärme eingesetzt, um spezielle Körperpunkte zu stimulieren. Es gibt Studien, die dieser schmerzlosen Methode bei einer Beckenendlage eine Erfolgsquote von 50 Prozent bescheinigen.

Äußere Wendung



Bei einer äußeren Wendung versucht die Hebamme, das Kind von außen durch bestimmte Drucktechniken zum Drehen zu bewegen. Die Methode ist eher unsanft und nicht ohne Risiko, daher ist eine genaue Abwägung im Einzelfall unerlässlich.

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