Sonntagmorgen, viertel nach neun. Aufbruchstimmung in unserem Haus. „Finn, hast du dein Kuscheltier? Peter, pack doch mal das Fläschchen für Marie ein, und Jule, geh bitte noch mal zur Toilette, wir fahren gleich looos ...!“ Eine halbe Stunde später quetsche ich mich mit dem Baby auf dem Arm – zwischen Feuchttüchern und Fläschchen – auf die Rücksitzbank unseres altersschwachen Kombis. Kekskrümel pieksen mir ins Bein, mein Sohn probiert neben mir eine eingerollte Zeitschrift als Megaphon aus und meine Tochter kräht schon vor dem Losfahren: „Mama, wie weit noch?“ Sonntagsausflug – wie ich mich freue!
Hunger, Durst, Pipi
Nach nur eineinhalbstündiger Fahrt (den Stau nicht mitgerechnet) und ebenso langer Parkplatz-Suche (was wollen die alle hier?) kommen wir endlich an. Wie auf Kommando ist auch der kleine Hunger schon da. Nur gut, dass Mama an Salzstangen und Äpfel, Zwieback und Bananen gedacht hat. Frisch gestärkt machen wir uns zum Eingangstor des Tierparks auf. Doch hoppla, was ist das? Betroffen schaut Jule an ihrem Hosenbein herunter … „Pipi ´macht“ stellt sie fachmännisch fest. Das mit „Sonntags windelfrei“ war irgendwie doch keine so gute Idee, schießt es mir kurz durch den Kopf. Während mein Mann noch fragend die Schultern zuckt, tauche ich im Wickelrucksack ab. Gott sei Dank, hier ist sie, die Ersatzgarnitur. Also rasch das Kind um-gezogen und dann aber los!
Als wir das Drehkreuz zum Tierpark passiert haben, wandelt sich der Tag endlich zum Besseren. Die Sonne scheint (nicht zu heiß, deshalb verdrängen wir, dass wir die Sonnenhüte vergessen haben), der Himmel ist blau und der Tierpark zieht unsere fünfköpfige Mannschaft in den Bann. Mit Buggy, Rucksack und Laufrad ausgerüstet, ziehen wir unsere Runde an Pinguinen und Elefanten vorbei und streicheln Ewigkeiten die Ziegen auf der Kleintierwiese.
Sind Sie für den Ausflug gerüstet? Haben Sie an alles gedacht? Einfach die Checkliste Punkt für Punkt abhaken, gegebenenfalls ergänzen und sich das Vergessen ersparen.
Auf jeden Fall einpacken
• Windeln
• Wechselwäsche
• Feuchttücher
• Wundcreme
• Moltontuch
• Fläschchen mit Wasser
• Gläschen (Brei) Löffel
• Lätzchen
• Kuscheltier
• Transportmittel (Tragetuch, Buggy, Drei-/Laufrad, Roller)
• Schnuller
• Erste Hilfe-Paket (Pflaster, Desinfektionsspray, Arnica Globuli – informieren Sie sich bei Ihrer Homöopathin)
• Trost-Gummibärchen o.ä.
• Zeckenzange
• Zwiebel (bei Wespenstichen)
• kleine Decke
Und sonst?
• Stillfreundliche Kleidung
• Still-Einlagen
• Ersatzshirt, Pulli
• Nervenfutter für alle (Nüsse und Rosinen für die Großen, Reiswaffeln für die Kleinsten)
• Trinkwasser
• belegte Brote, Rohkost für den großen Hunger
• Geld
• Mobiltelefon
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