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"Wir bleiben hartnäckig dran"

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen im Dezember 2008 im kidsgo-Gespräch: Über die Situation der Familien, ihre Erfolge und wie sie selbst Muttersein und Karriere unter einen Hut bringt.


kidsgo: Frau Ministerin, Sie leben in Hannover und arbeiten in der Woche in Berlin. Wie bekommen Sie Beruf und Familie zusammen?

Ursula von der Leyen: Das Pendeln ist natürlich anstrengend, aber die Fahrtzeit nutze ich als leisen Zwang mir selbst gegenüber, zu arbeiten. Am anstrengendsten war für mich die Phase, als meine ersten zwei Kinder geboren wurden. Da arbeitete ich als junge Assistenzärztin und hatte überhaupt keinen Einfl uss auf meinen Zeitplan. Das ist bei einer Ministerin anders. Nun kann ich oft auch sagen: Der Termin ist um 17 Uhr, der um 9 Uhr und nicht anders. Und ich hatte den Vorteil, dass ich schon einige Jahre in Übung war.
Ursula von der Leyen im kidsgo Gespräch mit Barbara Hirt, Carolin Schäufele und Karsten Knigge
Bild: kidsgo

kidsgo: kidsgo ist mit den Kindern der Mitarbeiterinnen groß geworden. Das hat die Arbeitskultur geprägt. Sie sind nun ja auch selbst „Arbeitgeberin“...

Ursula von der Leyen: ...und ich habe hier im Ministerium viel geändert. Ähnlich wie Sie das schilderten mit Ihrem kidsgo-Familienbetrieb. Ich hatte hier gleich zu Anfang der Legislaturperiode junge Frauen, die schwanger wurden. Seitdem gilt: „Bringt die Babys mit. Wir haben eine Tagesmutter hier im Haus“. Sie können weiter stillen, die Kinder sind auch mal willkommen bei einer Besprechung. Die stören ja nie, diese kleinen Kerlchen, die sind ja wirklich unkompliziert.


„Viel entscheidender als alle Finanzkrisen ist, dass wieder Kinder in diesem Land heranwachsen.“




kidsgo: ... bis zu einem gewissen Alter ...

Ursula von der Leyen: Klar, wenn sie erst anfangen in den Steckdosen rumzupulen, dann wird es anders. Doch ich habe die Erfahrungen gemacht, dass man auch ein Ministerium wie einen Betrieb drauf einstellen kann, für die Kinder mitzudenken. Und das gilt natürlich auch für mein Privatleben. Ich sag auch sehr deutlich: „Leute, hier gehen die Kinder vor! Termine wie das Weihnachtsmärchen in der Schule werden fest geblockt!“ Nur ein Kanzlerin-Termin kann das noch kippen.
Teil 1

Man kann ein Ministerium wie einen Betrieb drauf einstellen kann, für die Kinder mitzudenken.

Teil 2

„Vergesst die Familien nicht!“

Teil 3

Qualifizierungsoffensive bei der Kinderbetreuung

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Kommentare von Lesern:

 
Christiane aus osnabrück hasbergen:
27.09.2010 00:02
So die frau hat gut reden will mehr kinder haben in deutschland und was ist die jenigen die keine kinder so bekommen können gehen zum kinderwunsch hin und das soll man dann auch noch selber tragen wo man da auch kein egeld für hat.
der zuschlag kommt doch auch keiner in den genuss rein, und dann es aber von den harzt vier weg nehmen das ist echt lustig, anstand da mal von den reichen zu nehemen. Und den harzt vier dann auch mal die die nicht abeiten können und es bestätigt haben von arzt und eine 30% behinderrung haben auch da mal rücksicht zu nehmen.
Dann sind die am scheien wir haben zu wehnig kinder und die sind doch sooo sozial schwach und und und dann nehmt es von den reichen. Die haben es doch.
Ich kann sagen das ich mein kinder sehr gut erziehe und ich mir noch eins wünsche, doch es geht leider nicht da mein Mann nur per reagensglas Kinder bekommen kann und das kostet auch 2500,- euro und die haben wir nicht.
Und die krankenkassen zahlen nur 50% mehr nicht. Aber es heißt ja wir brauchen kinder leute überlegt mal was ihr da sagt.
Cindy,Sachsen:
09.09.2009 21:06
Mehr Kinder würde es in Deutschland sicher geben, wenn auch mal die Geringverdiener unterstützt werden würden, und auch diejenigen Mütter die nicht nur 12 Monate zu Hause bleiben wollen und danach ihre Kinder in die Krippe abschieben wollen! Zwar kann die Elternzeit ja verlängert werden aber wenn man einen Job hat wo man nur 400 euro verdient hat kann man sich ja ausrechnen was da im Monat hängen bleibt, in meinem Fall 170 Euro da ich meine Zeit verlängert habe! Und da soll man animiert sein Kinder in die Welt zu setzen! Also ich weiß ja nicht! Ach und welche Familie im Osten kann sich Da noch Vätermonate leisten? Und noch eins Frau von der Leyen hat mal gesagt das zu wenig Zeit mit den Kindern verbracht wird und man sich könnte sich doch Putzhilfen anschaffen doch wer die bezahlen soll hat sie nicht Preis gegeben! Wäre schön wenn sie sich dazu mal äußern würde!
Monika Hillers Schortens:
30.08.2009 22:56
warum kann man in Deutschland einer allein erziehenden unter 25 mehrmals eine 100% sperre zumuten, wenn sie nicht ständig an ein und derselben Maßnahme teilnimmt, sondern lieber den Hauptschulabschluß machen möchte,
die Arge aber bestimmt wo`s lang geht? Auch das Schulgeld haben wir von der Arge noch nicht bekommen.
Unsere Tochter nebst Enkelin ( 7 jahre ) sind praktisch obdachlos, da die Arge keine Miete mehr bezahlt hat . Sind wir alle schon Entmündigt? Da unsere Enkelin nun schon seit Monaten bei uns lebt, bekommen wir auch keinen Unterhaltsvorschuss. Begründung, uns steht sowas nicht zu. Armes Deutschland kann man da nur sagen. Die Stadt Schortens hatte schon einen Haftbefehl gegen unsere Tochter angestrengt, da sie das Essen im Kindergarten nicht bezahlen konnte . Das habe natürlich ich mal wieder getan. Alle sagen wie gut sie das finden, was wir alles auf uns nehmen um Tochter und Enkelin zu helfen wer bitte hilft denn uns? Mein mann ist arbeitslos, bek 1005,- € arbeitslosengeld, ich arbeite für 120,- € beim Essen auf Rädern und unsere Miete beträgt 730,02 €. Wir möchten aber nicht unbedingt umziehen, denn hier sind schon unsere 4 Kinder aufgewachsen und nun noch die Enkelin. wir wohnen hier seit 1987 im haus und haben viel Geld hineingesteckt. Es wäre schön von Ihnen zu diesem Thema Grosseltern und Enkel etwas zu hören .



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Teil 1

Man kann ein Ministerium wie einen Betrieb drauf einstellen kann, für die Kinder mitzudenken.

Teil 2

„Vergesst die Familien nicht!“

Teil 3

Qualifizierungsoffensive bei der Kinderbetreuung

Kinderbonus, Steuer- senkungen und ein höherer Freibetrag.

Das zweite Konjunkturpaket der Bundes- regierung soll die Wirtschaft ankurbeln. 50 Milliarden Euro sind dafür vorgesehen. Im April 09 gibt es eine einmalige Zahlung von 100 Euro für jedes Kind. Die Summe wird zusammen mit dem Kindergeld überwiesen. Das Bundesarbeitsministerium hat zugesagt, dass der Betrag Hartz IV-Empfängern nicht von der monatlichen Zuwendung abgezogen wird.

Rückwirkend zum 1. Januar 2009 wird bis 2010 der Grundfreibetrag auf 8004 Euro erhöht und der Eingangsteuersatz von 15 auf 14 % gesenkt. Auch der Krankenversicherungsbeitrag sinkt von derzeit 15,5 auf 14,9 %. Durch diese Maßnahmen sollen einer Familie mit zwei Kindern 400 bis 500 Euro im Jahr mehr zur Verfügung stehen.
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