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Hebammen helfen und vermitteln Hilfe

Die ganze Freude auf das Kind mit einem Mal verloren



Sie weiß, dass der Verlust eines Kindes zu einem sehr frühen Zeitpunkt der Schwangerschaft schwer zu kommunizieren ist: „Für Angehörige und Freunde ist es sogar noch schwerer zu verstehen, da diese von der Schwangerschaft oft noch gar nichts mitbekommen haben.“ Es fällt der jungen Frau nicht leicht, den Schmerz zu beschreiben, wenn, wie sie sagt, die Kinder gehen, bevor sie da waren: „Es ist jedes Mal ein Stück Hoffnung, das platzt.“ Obwohl kein Kind durch ein anderes Kind ersetzt werden kann, finden sie und ihr Mann viel Kraft in dem putzmunteren Ben, der im September 2007 zur Welt kam und der sich schon auf sein Schwesterchen freute.
Doch wieder ist das Schicksal unbarmherzig: Die kleine Marie-Fleur wird in der 24. Schwangerschaftswoche viel zu früh und tot geboren. Es gab keine Warnzeichen.

Inzwischen kann die junge Mutter offen darüber sprechen und auch anderen Betroffenen Mut machen und Rat geben: „Es ist wichtig, dass sich sowohl die Frau als auch der Mann die Zeit und den Raum nehmen, ihr Kind zu betrauern. Ebenso wichtig ist, dass beide Partner miteinander reden, auch wenn das gerade in den ersten Tagen nach einem Verlust nicht leicht ist. Das ,Darüber reden’ bietet meiner Erfahrung nach viel Trost – man lehnt sich aneinander an und gibt sich auf diese Weise gegenseitigen Halt. Denn Trauer fühlen beide, wenn auch auf verschiedene
Weise.“

Der Körper ist auf Kind eingestellt



Auch der körperliche Aspekt, erklärt Marlen H., dürfe nicht übersehen werden: „Bei mir gab es beispielsweise drei Wochen nach der OP (in der 13. SSW) einen Milcheinschuss, der mich dann noch zusätzlich aus der Bahn warf. Die größten hormonellen Veränderungen sind ja nach dem ersten Schwangerschaftsdrittel abgeschlossen und so benötigt die erneute Hormonumstellung auch ihre Zeit. Das wird mitunter von Symptomen wie Haarausfall oder Milcheinschuss begleitet.

Möglicherweise verstärkt die erneute Umstellung des Hormonhaushaltes auch Stimmungsschwankungen, die nach einem Verlust (gleich welcher Art) häufig auftauchen können.“

Dem kann auch Hebamme Doris Kleinemaß nur zustimmen. Sie betont ausdrücklich: „Betroffene Frauen haben in dieser Zeit einen Anspruch auf die Betreuung durch eine Hebamme.“ Diese kümmern sich aber nicht nur um die körperlichen Belange der Frauen, sondern auch um ihre seelische Verfassung. Kleinemaß: „Einige Kolleginnen haben sich auf diese Form der Trauerbegleitung sogar spezialisiert.“

Hebammen helfen und vermitteln Hilfe



Hebammen können darüber hinaus auch Kontakte zu weiterer professioneller Hilfe und Begleitung vermitteln, wo unter anderem Gruppengespräche mit betroffenen Frauen und natürlich ebenfalls für Männer angeboten werden.

Auch eine Kur kann in dieser schweren Zeit eine gute Unterstützung sein. So gibt es beispielsweise Mutter-Kind-Kurkliniken, die ganz gezielt Trauerarbeit anbieten. Marlen H.: „Im vergangenen Herbst war ich zu einer solchen Kur, die mir sehr gut getan hat.“ Was betroffenen Eltern aber besonders hilft, ist das, was Familie und Freunde tun können, bringt Bianka F. aus eigener Erfahrung zum Ausdruck: „Verständnis zeigen, ohne viel zu reden, da sein und Unterstützung anbieten und vor allem, der Trauer ihre Zeit lassen, ganz gleich, wie lange.“

Helga Wissing
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Weitere Informationen und Hilfsadressen

Internettherapie nach Verlust eines Kindes
www.internettherapie-trauernde-eltern.de

Weitere Informationen/Netzwerke:

www.veid.de

www.schmetterlings kinder.de

www.initiative- regenbogen.de

www.engelskinder.de

www.internettherapie-trauernde-eltern.de

www.sternenkinder- eltern.de


www.schatten-und-licht.de

www.frauenworte.de

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