So normal, wie es eben geht, lebt die fünfköpfige Familie Schwellnus. Dass mit ihrem dritten Kind etwas anders sein könnte, wussten sie vor der Geburt nicht. Und auch als das Baby da war, dauerte es eine ganze Weile, bis die Ärzte den Mut hatten, den Eltern die Diagnose zu geben. Geahnt hatten diese es, seit Letje in ihren Armen lag.
Aus dem Lautsprecher kommt Musik. Es klingt nach einem alten Abba-Song. Letje (2) steht mitten im Wohnzimmer und bewegt die kleinen Beinchen im Takt. Das Mädchen mit den winzigen blonden Zöpfen stemmt die Ärmchen in die Taille und dreht sich einmal um sich selbst. Sie lacht über das ganze Gesicht und ihre braunen, mandelförmigen Augen strahlen. Die Kleine gibt sich völlig unbefangen, mit all dem Charme, den nur zweijährige Mädchen haben, trotz der unbekannten Besucher und der ungewohnten Kamera.
Letje ist anders als ihre Geschwister
Doch Letje ist anders als andere Mädchen, anders als viele Kinder. Letje, die mit ihren Eltern Heike (38) und Benno (40) sowie zwei älteren Geschwistern in einem gemütlichen Einfamilienhaus in einem Berliner Stadtteil wohnt, wird nie ein völlig selbstständiges Leben führen können. Sie wird immer mehr oder weniger auf die Hilfe anderer angewiesen sein, denn Letje hat Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt. Ein Chromosom zu viel, das für vielerlei Einschränkungen sorgt.
Weltweit leben etwa fünf Millionen Menschen mit dem Down-Syndrom. Allein in Deutschland gibt es etwa 40.000, bei denen das Chromosom 21 nicht zwei-, sondern dreimal vorhanden ist. Bei 700 Geburten kommt schätzungsweise ein Neugeborenes mit Down-Syndrom zur Welt. Als Letjes Mama Heike vor zwei Jahren mitten auf dem Weihnachstmarkt Wehen bekommt, rechnet niemand damit, dass irgendetwas anders sein könnte, als bei den Geburten zuvor. Die Kinder Male (9) und Ole (11) werden bei Oma und Opa untergebracht, die Eltern fahren ins Krankenhaus.
Die Geburt verlief normal
Die ambulante Geburt verläuft unkompliziert. Heike wird von ihrer Wunschhebamme begleitet. Am 8. Dezember um 5.48 Uhr kommt Letje zur Welt. 4.100 Gramm schwer, 54 Zentimeter lang. Das Baby wird, wie jedes Neugeborene, sofort untersucht. Die so genannten Apgarwerte, das Bewertungsschema zur Beurteilung des Gesundheitszustandes von Neugeborenen, können besser nicht sein. Sie liegen bei neun und zehn. „Ganz der Vater“, sagt die Hebamme. Letje liegt auf Mamas Brust. Die Eltern sind glücklich. Doch sie spüren, dass etwas nicht stimmt, so erinnern sie sich im Nachhinein.
Danke für diesen bisher gut geschriebenen 3 Teiler.
Er spiegelt viele Gefühle und Gegebenheiten wieder die auch in unserer Familie present sind. Charlotte: Ich denke es ist anmaßend über die Intelligenz, das Paralelluniversum und die Pflegebedürftigkeit von Menschen mit Down Syndrom (Letje) zu mutmaßen.
Es ist traurig wie verantwortungslos Sie hier Ihre Meinung kund tun.
Laura,Schöneiche:
27.03.2011 15:17
Ich muss ole zustimmen, und ich würde auch nicht behaupten dass Letje nicht intelligent ist!
Ich will sie (Charlotte) jetzt nicht beleidigen aber ich glaube man sollte den Menschen erst mal kennen und ihn dann beurteilen . Dass sie ihre Meinung auch noch ins Internet stellen ist auch schon krass!
Dass sie ihre abwertende Meinung
Ole, Bruder:
26.03.2011 16:14
Ich frage mich, wie man nur so menschenfeindlich sein kann, um so etwas zu schreiben? Es ist klar, dass man nicht weiß, wie intelligent Letje einmal sein wird, aber dieses weiß man auch bei allen anderen Kindern nicht. Es gibt ein paar Millionen Down-Syndrom-Menschen auf der ganzen Welt.
Was würden sie tun, wenn sie ein Kind mit Down-Syndrom bekommen ? Sie fast alle Maßnahmen getroffen, um zu wissen ob Ihr Kind eine Behinderung haben wird ( meine Eltern machten fast alle Nachforschungen, um zu wissen, ob es so ist oder nicht)?
Wir als Geschwister von Letje finden es nicht so schlimm das ich mich um Letje kümmern muss wenn meine Eltern verstorben sind da ich mich jetzt schon gerne um Letje kümmere und es ist auch gar nicht so schlimm weil es Spaß macht, sich mit ihr zu unterhalten und mit ihr zu spielen.
Wenn sie Kinder haben sollten, dürften sie wissen wie spannend eine Geburt ist und besonders wie man sich fühlt wen man ein neues Leben schafft.
Was würden sie machen wen sie wissen würden ob ihr Kind Behindert wird, würden sie Abtreiben lassen oder würden sie es gebären?
Ich hoffe das sie antworten und noch einmal Nachdenken.
Ole, Bruder:
26.03.2011 16:13
Ich frage mich, wie man nur so menschenfeindlich sein kann, um so etwas zu schreiben? Es ist klar, dass man nicht weiß, wie intelligent Letje einmal sein wird, aber dieses weiß man auch bei allen anderen Kindern nicht. Es gibt ein paar Millionen Down-Syndrom-Menschen auf der ganzen Welt.
Was würden sie tun, wenn sie ein Kind mit Down-Syndrom bekommen ? Sie fast alle Maßnahmen getroffen, um zu wissen ob Ihr Kind eine Behinderung haben wird ( meine Eltern machten fast alle Nachforschungen, um zu wissen, ob es so ist oder nicht)?
Wir als Geschwister von Letje finden es nicht so schlimm das ich mich um Letje kümmern muss wenn meine Eltern verstorben sind da ich mich jetzt schon gerne um Letje kümmere und es ist auch gar nicht so schlimm weil es Spaß macht, sich mit ihr zu unterhalten und mit ihr zu spielen.
Wenn sie Kinder haben sollten, dürften sie wissen wie spannend eine Geburt ist und besonders wie man sich fühlt wen man ein neues Leben schafft.
Was würden sie machen wen sie wissen würden ob ihr Kind Behindert wird, würden sie Abtreiben lassen oder würden sie es gebären?
Ich hoffe das sie antworten und noch einmal Nachdenken.
charlotte, Ungarn:
12.02.2011 18:57
Wenn die Mutter bereits 38 Jahre war, als sie schwanger war, wieso hat sie dann nicht die Methoden der vorgeburtlichen Untersuchungen in Anspruch genommen wie z.B. die Nackenfaltenmessung, die noch nicht mal invasiv ist und für Spätgebärende ab 35 Kassenleistung ist? Wieso hat diese Mutter erst im Kreißsaal gemerkt, daß ihre Tochter das Down-Syndrom hat?
Es ist zwar schön, wenn Male und Ole gerne mit ihrer kleinen Schwester spielen, aber irgendwann werden sie erwachsen sein, arbeiten müssen, die Eltern werden irgendwann sterben und dann ist Letje auf ein Heim oder Betreutes Wohnen angewiesen. Es gibt weltweit nur zwei Menschen mit Down-Syndrom, die einen Hochschulabschluß haben. Man weiß nicht, wie intelligent Letje einmal werden wird. Ob sie glücklich in ihrer kleinen Parallelwelt bleibt oder irgendwann erkennen wird, daß da ständig eine Mauer sein wird zwischen ihr und der normalen Welt, daß sie nie Autofahren oder oder Kinder bekommen wird, weil ihr dazu einfach etwas fehlt. Wie wird sie eine solche Erkenntnis verkraften? Hat hier jemand mal den Film "Am 8. Tag" gesehen? Da geht es genau um diese Problematik.
Ich kann doch nicht wissentlich oder wie in diesem Fall gewollt unwissentlich in Kauf nehmen, ein Leben in die Welt zu setzen, welches niemals selbständig und frei sein wird, sondern ständig auf Hilfe anderer angewiesen sein wird? Es gibt schon genügend Orchideen-Krankheiten, die man nicht pränatal diagnostizieren kann und die dann das Leben von Kind und Eltern erschweren. Da muß man nicht noch die Erbfehler, die man vorgeburtlich erkennen kann, inkauf nehmen. Zu sagen, "Dann ist es eben so", wie der Vater der Familie Schwellnuß es mal eben tat, kann es meiner Meinung nach nicht sein. Aber was soll man schon von Leuten erwarten, die ihren Kindern Namen wie Male oder Letje geben. Für diese Leute ist das Down-Syndrom ihrer Tochter wahrscheinlich ebenso ein niedlicher Exotismus wie die Namen ihrer Kinder. Traurig, wie verantwortungslos manche Leute