Einige Mütter wollen oder müssen nach Ablauf des gesetzlichen Mütterschutzes wieder in ihren Beruf zurück. Jetzt heißt es, das Kind optimal unterzubringen. Denn längst weiß man, dass nicht die Berufstätigkeit der Mutter dem Kind schaden kann, viel fataler sind falsche oder ständig wechselnde Bezugspersonen.
Die beste Lösung dürfte wohl in den meisten Fällen die Betreung durch die Großeltern beziehungsweise die Oma sein. Auch wenn die Großeltern häufig dazu neigen, die Enkel zu verwöhnen und ihre pädagogischen Vorstellungen sich oft nicht mit denen der Eltern decken, eines ist sicher: Sie lieben ihr Enkelkind, als sei es ihr eigenes. Nun haben nicht alle das Glück, dass liebevolle Großeltern mal eben um die Ecke oder gar im eigenen Haus wohnen.
Eine Alternative ist eine Tagesmutter. Adressen bekommt man bei den Jugendämtern oder über private Zeitungsanzeigen. Wichtiger als fachliche Qualifikation ist hier das Vertrauensverhältnis zwischen Mutter und Tagesmutter. Eine gewisse Sympathie sollte von Anfang an da sein, Erziehungsstil und Ansichten über Ernährung und Pflege sollten sich weitgehend decken, sonst sind Konflikte vorprogrammiert.
Eine weitere Möglichkeit ist die Kinderkrippe. Doch Krippenplätze sind rar, alleinerziehende Mütter werden allerdings bevorzugt. Man sollte sich die Einrichtung zuvor gut anschauen. Zwei Betreuer für eine altersgemischte Gruppe von acht bis neun Kindern sind optimal. Wichtig ist, dass auf einen liebevollen Umgang mit den Kindern mehr Wert gelegt wird, als auf einen reibungslosen Tagesablauf.
Eine hierzulande eher seltenere Form der Kinderbetreuung ist die Einstellung eines Au-pair-Mädchens oder Au-pair-Jungen. Vorteil: Das Kind muss seine gewohnte häuslichen Umgebung nicht verlassen.
Nachteil: Der Au-pair-Gast hat Anspruch auf ein eigenes Zimmer und bleibt im allgemeinen nicht länger als ein Jahr. Das Kind muss sich also relativ schnell wieder auf eine neue Bezugsperson einstellen.
Kommentare von Lesern:
Bruhn,Edelgard Eichenweg 12, 03099 Kolkwitz:
10.01.2012 23:56
Die Idee der au-pair grandma finde ich super,denn junge Eltern werden im Beruf sehr gefordert.
Bin seit 2011 im Vorruhestand und habe großes Interesse
als au-pair grandma tätig zu sein.
War Grundschullehrerin und habe auch zwei Enkelkinder.(16,14)
Über Informationen würde ich mich freuen.
Andrea Falkner ; Nussbach; OÖ:
09.03.2011 12:48
Habe Interesse an einer Oma Aupair Möglichkeit.
Bitte um weitere Information.
Andrea Falkner
conni kempten:
05.11.2010 11:17
ich halte die betreuung durch die oma für optimal,
nur sollte man mit der schwiegertochter klar kommen und sie nicht immer was anderes wollen oder schikanieren,
ich denke die oma will das beste auch fürs enkelkind.
schwierig ist wenn die schwiegertochter eine andere nationalität hat und diese in erziehung und sonstigem behalten will. manche sprechen dann nur diese sprache mit den kindern, ich denke auch absichtlich, damit die anderen nichts verstehen sollen.
Maria Deuschland:
04.07.2010 12:57
Diese Idee einer Au-pair-Oma finde ich super.
Wir sind Großeltern aber ohne Kontakt zu unserem Enkelkind was wir sehr vermissen. Diese Lebensformen nehmen immer mehr zu hier in Deutschland. Die Kinder leben in ihrer eigenen Welt und möchten dabei nicht gestört werden, schon gar nicht durch die eigenen Eltern. Denn Rücksichtslosigkeit und Unverständniss für die Belange älterer Menschen nehmen überhand.
Christian- Brasilien:
01.06.2010 16:55
Wir leben in Brasilien und hätten Interesse an einer Au-Pair Oma, denn meine 7 jährige Tochter Deutsch lernt. Wir würden gern eine liebe , eherliche Oma empfangen. Unser Land ist warm und sehr gastfreundlich.
e-mail: ezechris@hotmail.com
Weitere Informationen
BAGE
Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen e.V.
Der bundesweite Zusamenschluss von Elterninitiativen, die Kinderbetreuung selbst organisieren. www.bage.de