Mit Sicherheit verhüten - Verhütungsmethoden im Überblick
Kurz nach der Geburt gleich wieder schwanger werden, das möchte wohl kaum eine Mutter. Doch obwohl nicht alle Verhütungsmittel sofort einsetzbar sind, müssen sich frisch gebackene Eltern keineswegs monatelang in Enthaltsamkeit üben. Hier eine Übersicht der verschiedenen Verhütungsmethoden.
Stillen
Obwohl eine voll stillende Frau in den ersten sechs Monaten einen relativen Schutz hat, allerdings auch nur, wenn sie alle vier Stunden rund um die Uhr stillt, ist dies keine wirklich sichere Methode. Schon allein deshalb, weil kaum eine Mutter den strengen Stillplan auch in der Nacht einhält. Ein regelmäßiger Zyklus stellt sich oft erst nach dem Abstillen wieder ein. Mütter, die nicht stillen, können bereits vier bis sechs Wochen nach der Geburt wieder einen Eisprung haben.
Anti-Baby-Pille
Die "Pille" ist ein hormonelles Verhütungsmittel, das mit großer Sicherheit vor einer Schwangerschaft schützt. Voraussetzung ist die regelmäßige Einnahme. Die üblichen Kombinationspräparate sollten in der Stillzeit nach Möglichkeit nicht genommen werden. Das Hormon Östrogen geht mit der Muttermilch auf das Baby über. Eine Alternative bildet ein rein gestagenhaltiges Präparat, die so genannte Minipille. Die muss allerdings auf die Stunde genau eingenommen werden. Außerdem ist sie nicht so sicher wie eine "normale" Pille.
Hormonspirale
Eine ideale Alternative für die Verhütung nach der Geburt ist die Hormonspirale. Sie kann sechs bis acht Wochen nach der Geburt in die Gebärmutter eingelegt werden und gibt dort lokal sehr geringe Mengen des Hormons Gestagen ab. Der natürliche Zyklus inklusive Eisprung bleibt im Gegensatz zu anderen Methoden erhalten. Durch die geringe Dosierung gibt es keine negative Beeinflussung in Zusammensetzung und Menge der Muttermilch. Zudem ist die Hormonspirale mit einem Pearl Index von 0,16 eine sehr sichere Verhütungsmethode. Einen weiteren Vorteil sehen viele ihrer Anwenderinnen in der Chance auf eine schwächere Monatsblutung. Mit der einmaligen Applikation und einer Wirkdauer von fünf Jahren müssen sich Frauen lange nicht mehr mit Verhütung beschäftigen.
Kupferspirale
Die Spirale eignet sich als Verhütungsmittel nach der Entbindung. Sie verhindert, dass sich ein bereits befruchtetes Ei in der Gebärmutter einnisten kann. Der günstigste Zeitpunkt, sie einzusetzen, ist etwa zwölf Wochen nach der Entbindung. Der Muttermund ist noch leicht geöffnet und das Einsetzen daher schmerzloser. Die Spirale kann zwei bis fünf Jahre in der Gebärmutter bleiben. Ist eine Schwangerschaft geplant, sollte die Spirale mindestens vier Wochen vor einer möglichen Empfängnis entfernt werden.