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Väter in der Stillzeit

Auch der Vater sollte in die Babybetreuung einbezogen werden!
Bild: Kerstin Pukall
In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Aufgabe der Väter entscheidend verändert. Früher war der Vater für das Erhalten und das Ernähren der Familie zuständig. Die Mutter hatte die Aufgabe, die Kinder zu erziehen. Bereits während der Geburt und im Wochenbett übernahm die Mutter die alleinige Verantwortung für den Säugling. Auch in der späteren Kindheit versuchten nur wenige Väter, sich an der Erziehung der Kinder zu beteiligen. Sie waren die Respektperson für die Kinder, dem sie gehorchen mußten.
Viele Männer sind bemüht, neben dem Berufsleben den Weg ins Familienleben zu finden und eine aktive Rolle bei der Erziehung der Kinder zu übernehmen. Da Ihnen einerseits Vorbilder fehlen und die klassische Rollentrennung von Frau und Mann aufgehoben wurde, wird es ihnen nicht leicht gemacht. Häufig verhindern gesellschaftliche Konventionen, dass sich Männer als „Papas“ begreifen, Austausch unter den Männern zu diesem Thema findet wenig statt und auch Literatur zu diesem Thema ist kaum zu finden. Untersuchungen zeigen, wie wichtig es ist, dass Jungen früh erfahren, was Einfühlungsvermögen und Zärtlichkeit bedeuten, um zu einem rücksichtsvollen und sinnlichen Lebens- und Sexualpartner sowie zu einem einfühlsamen Vater heranzuwachsen.

Die Frau wird zur Mutter, in dem sie ein Kind zur Welt bringt. Die Situation für den Vater ist ganz anders. Ein Mann wird nicht durch den Akt des „Erzeugens“ zum Vater, sondern wächst mit dem Kontakt zu seinem Nachwuchs.

Viele Männer haben bis zur Geburt ihres ersten Kindes keine Ahnung, was mit dem kleinen Familienmitglied auf sie zukommt. Da den meisten Männern der Umgang mit Babys und Kleinkindern in ihrer Jugend zur Gänze fehlt und unter Männern dieses Thema auch nie Gesprächsstoff ist, haben diese Männer keine reale Vorstellung über das Leben mit einem Kind. Der Vater wird – nach der ersten Euphorie kurz nach der Geburt – von verschiedenen Fragen geplagt: Kann ich ausreichend für meine Familie sorgen? Wie verändert sich unsere Paar-Beziehung? Wie kann ich meinem Kind ein guter Vater sein?

Möglichkeiten, eine gute Familienbeziehung aufzubauen:
Mittlerweile ist es üblich, dass werdende Väter ihre Frauen zum Geburtsvorbereitungskurs und zur Geburt begleiten. So können sie ihre Frau unterstützen und müssen nicht passiv abwarten, bis das Kind geboren ist. Alle Säuglinge lieben es, geknuddelt und gekitzelt zu werden, zu spielen, Dinge zu erkunden und in die Luft geworfen zu werden. Mit Ausnahme des Stillens können auch Väter alle Leistungen vollbringen, auf die ein Kind angewiesen ist, obwohl sie dabei anders vorgehen. Von dieser Andersartigkeit profitieren die Kinder von Anfang an. Frauen sollten ihre Männer alleine tun lassen, was diese möchten. Einerseits brauchen die Frauen die Unterstützung ihres Mannes, andererseits kritisieren sie ihn in dem, wie er was tut. Das führt dazu, dass sich die Männer zurückziehen. Will man dieses vermeiden, hilft es einerseits darüber zu sprechen, andererseits evtl. auch, den Raum zu verlassen und Vater und Kind allein tun zu lassen.
Teil 1

Väter mit neuem Rollenverständnis

Teil 2

Wie der Vater die stillende Frau unterstützen kann!
Lesen Sie auch:

Der väterliche Blick aufs Stillen – vier Männer

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Teil 1

Väter mit neuem Rollenverständnis

Teil 2

Wie der Vater die stillende Frau unterstützen kann!

Kontakte und Infos

Gruppen zum Austausch bieten Still- und Laktationsberaterinnen IBCLCs zu finden im Internet unter
www.bdl-stillen.de

La Leche Liga
www.lalecheliga.de

Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen
www.afs-stillen.de

Die La Leche Liga Österreich hat einen Infobrief „Vater werden ... und wie geht es weiter?“ herausgegeben, den Sie unter
www.lalecheliga.at
bestellen können.
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