daran erinnern, dass jede verarbeitete Wehe das Kind ein Stück näher bringt und wieder ein Stück Arbeit geschafft ist. Jede Wehe ist produktiv.
Praktische Tipps, die hilfreich sind.
Wasser zum Trinken immer wieder anbieten (um den Kreislauf stabil zu halten)
Die Schwerkraft hilft mit: die Partnerin zur Positionsveränderung motivieren und die gewünschte Körperhaltung ermöglichen (Bett variieren, stehen, abstützen, gehen, hocken, Ball, Seil, Bodenmatte, Badewanne?)
Bewegung unterstützt die Öffnung des Muttermundes und intensiviert die Wehentätigkeit
mindestens 1X pro Stunde die Partnerin zur Toilette begleiten
Bei Bedarf für Frischluft sorgen und Fenster öffnen
Wärme lindert Schmerz und entspannt: warmes Kirschkernsäckchen oder Wärmflasche für Kreuzbeinbereich organisieren und anbieten. Darauf achten, dass Partnerin warme Füße (ihr u.U. warme Socken anziehen) und warmes Gesäß hat. Warme Badewanne?
Gesicht, Stirn, Hals und Nacken mit feuchten Waschlappen abwischen
für angenehme Musik und Duft sorgen, wenn gewünscht
Partnerin in den Arm nehmen und halten
Traubenzucker oder Schokolade anbieten (Blutzuckerspiegel)
Wo Berührung in der Wehe oder Wehenpause gut tut:
zur lokalen Schmerzlinderung mit beiden Handflächen den Rücken oder die Schultern nach unten ausstreichen, synchron mit der Ausatmung. Das zeigt in welche Richtung die Wehenkraft nach unten wirkt – das zeigt auch den Weg des Kindes.
Berührungsentspannung und Händeauflegen auf Kreuzbein (hier tut es oft am meisten weh), Bauch, Stirn, Kiefer, Po, Oberschenkel.
Halt tut gut: Füße halten, den Fersen halt geben
Atmung
Das intensive und manchmal laute Ausatmen (mit A-Ton) sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung für die Gebärende, die Gebärmutter und fürs Baby. Lautwerden entlastet.
Gemeinsam ausatmen oder voratmen: während der Wehe mit geöffnetem Mund ausatmen, loslassen und locker lassen.
Erinnern den Mund zu öffnen, Zusammenhang von Mund/Kieferbereich und Beckenboden, Mund locker lassen, weil „Zähne Zusammenbeißen“ die Atmung blockiert.