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Glück oder Trauer - nach der Geburt spielen die Gefühle verrückt

Glück oder Trauer — Nach der Geburt spielen die Gefühle verrückt
Bild: redhorst - Fotolia.com

Himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt - nach der Geburt können die Gefühle verrückt spielen. Doch das ist alles ganz normal und kein Grund zur Beunruhigung. Meist sind einfach nur die Schwangerschaftshormone an dem Gefühlschaos schuld. Denn diese sinken nach der Geburt rapide ab.
Es kann aber auch sein, dass sich die junge Mutter plötzlich mit der neuen Situation überfordert fühlt. Die große Verantwortung für das Kind, völlig neue Lebensumstände, erheblicher Schlafmangel - all dies kann zu schlechten Gefühlen oder im schlimmsten Fall zu einer Depression führen.

Aber keine Angst: In der Regel verschwinden die Symptome nach zwei Wochen von ganz alleine wieder. Und so individuell jede Schwangerschaft verläuft, so individuell sind auch die Gefühle nach der Geburt. Viele Frauen spüren den Babyblues gar nicht, sondern schwelgen nur in unendlichen Glücksgefühlen. Beides ist vollkommen normal.

Der Babyblues - lassen Sie Ihren Tränen freien Lauf.



Die Vorfreude war riesig, monatelang haben Sie geplant und alles liebevoll vorbereitet. Und dann ist Ihnen tagelang einfach nur zum Heulen zumute. Macht nichts! Der Baby Blues ist ganz normal und verschwindet genauso schnell, wie er gekommen ist. Rund 60 bis 80 Prozent aller Frauen sind kurz nach der Geburt vom Babyblues betroffen. Viele sind erschöpft, beunruhigt oder fühlen sich gefangen. Bei manchen verändert sich der Appetit, die Mutter ist reizbar und nervös. Manche weinen sogar vollkommen grundlos. Machen Sie sich einfach keine Gedanken darüber und lassen Sie Ihren Tränen freien Lauf. Das befreit.

Ruhe und Erholung - nehmen Sie sich die Zeit.



Eine Geburt verlangt dem Körper Höchstleistung ab und so ist es auch ganz normal, dass er danach viel Ruhe braucht. Neben der körperlichen Anstrengung ist auch die emotionale Belastung sehr hoch. Nehmen Sie sich daher ausreichend Zeit alles zu verarbeiten. Und gönnen Sie sich die wertvollste Medizin: Liebevolle Unterstützung von Partner, Familie und Freunden.

Ein ernstes Problem - die postnatale Depression.



Während der Babyblues vollkommen normal ist, ist eine postnatale Depression ein schwerwiegendes Krankheitsbild. In diesem Fall befinden Sie sich auch Wochen nach der Geburt in einem emotionalen Tief. Wenn Sie Suizidgedanken haben oder sich unfähig fühlen, das Baby anzunehmen, dann benötigen Sie rasch ärztliche Hilfe.

Unterstützung und Verständnis - lassen Sie sich einfach helfen.



Sie müssen Ihre Gefühle nicht alleine bewältigen. Sie müssen nicht alles auf einmal erledigen. Sie dürfen und sollen Hilfe annehmen. Denn die größte Unterstützung für die junge Mutter ist der Partner, die Familie oder Freunde. Viele Aufgaben im Alltag lassen sich abgeben oder verschieben. Die Wohnung muss nicht immer blitzeblank sein und Besucher können auch mal warten. Mit viel Verständnis können Sie die neuen Lebensumstände besser verarbeiten.

Stefanie Krauter

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Tipp

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Informationen, ein Selbsttest, Adressen von Kliniken und regionale Anlaufstellen finden Sie beim Bündnis gegen Depressionen

www.kompetenznetz-depression.de

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Weiterführende Links

Selbsthilfe bei Wochenbett Depression
www.schatten-und-licht.de/main.html

Tee gegen Babyblues
www.geburtskanal.de
(PDF)

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