kbo-Kinderzentrum München: 5.000stes Schreibaby
MÜNCHEN. 20 Jahre nach der Gründung durch Prof. Mechthild Papoušek wird in der zum kbo-Kinderzentrum München gehö-renden „Münchner Sprechstunde für Schreibabys“ das 5.000ste Schreibaby behandelt.
Bis zu 20 Prozent aller Säuglinge schreien in den ersten Lebensmonaten übermäßig viel. Durch das Schreien sind viele Eltern so verunsichert, hilflos und chronisch erschöpft, dass sie nicht mehr auf ihr Kind eingehen und es beruhigen können. Ein Teufelskreis entsteht. Seit 20 Jahren unterstützt die „Münchner Sprechstunde für Schreibabys“ am kbo-Kinderzentrum München betroffene Familien.
So auch Familie Kretschmer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck. Tochter Johanna schrie wochenlang exzessiv, alle Beruhigungsversuche der Eltern scheiterten bisher. Völlig erschöpft haben sich die Eltern an die „Münchner Sprechstunde für Schreibabys“ gewandt. Dort wurde Tochter Johanna jetzt als 5.000stes Schreibaby untersucht. „Die Ursachen für übermäßiges Schreien können vielfältig sein und sind bis heute nicht ausreichend erforscht. Deshalb ist es wichtig, dass die Untersuchung des Kindes aus mehreren Gesichtspunk-ten stattfindet. Den ersten Beratungstermin führen daher immer ein Kinderarzt und ein speziell ausgebildeter Diplom-Psychologe gemeinsam durch“, erklärt Dr. Margret Ziegler, Leiterin der Spezialambulanz am kbo-Kinderzentrum Mün-chen.
Bei Johanna war der Fall klar: Wie viele Schreibabys war Johanna chronisch überreizt, übermüdet und fand nicht von alleine in den Schlaf. Daher lernen be-troffene Eltern in der Schreibabyambulanz zunächst, wie sie ihr Kind in den Schlaf begleiten und wie sie Anzeichen von Müdigkeit erkennen können. „Oft schaukeln und wippen Eltern mit ihrem Kind für Stunden, was kurzfristig hilft, aber bei Schreibabys kontraproduktiv ist. Besser ist, sich mit Kind im Arm hin-zusetzen, seinen Kopf zur eigenen Brust zu drehen und eventuell ein leichtes Tuch darüberzulegen, um das Kind vor den zahlreichen Eindrücken zu schüt-zen“, so Dr. Ziegler.
Johannas Eltern sind erleichtert: Das viele Schreien und die schlaflosen Nächte haben an ihren Kräften gezehrt. Das kompetente Team der Schreibabyambu-lanz konnte helfen.
An der „Münchnersprechstunde für Schreibabys“ werden nicht nur sogenannte Schreibabys behandelt, sondern auch Säuglinge und Kleinkinder mit Schlafstö-rungen, Fütterstörungen, übermäßigem Trotzen oder Klammern. Ein Drittel der Fälle sind Schreibabys, zum größten Teil kommen Eltern, deren Kinder an Schlafstörungen leiden, in die Schreibabyambulanz.
Informationen zur „Münchner Sprechstunde für „Schreibabys“:
Terminvereinbarungen mit Überweisung des Kinderarztes unter Tel: 089 71009-330
Kontakt:
Kbo-Kinderzentrum München
Heiglhofstr. 63
81377 München
www.kbo-kinderzentrum.de
Krisentelefon:
Mittwoch, Freitag, Samstag, Sonntag von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr
Telefon 0800 7100900 (kostenfreie Rufnummer)
Eingetragen am 31.01.2012
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