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Schwangerschaftsdiabetes - Mehr Sicherheit bei der Diagnose

Schwangerschaftsdiabetes - Mehr Sicherheit bei der Diagnose
Bild: © Hannes Eichinger - Fotolia.com

Ein beruhigendes Gefühl für alle werdenden Mütter: Dank einer neuen Diagnose-Leitlinie lässt sich nun eine Schwangerschaftsdiabetes verlässlicher diagnostizieren. Das bedeutet mehr Sicherheit für Schwangere und ihr Baby.

Vene statt Finger



Die neue Leitlinie schreibt vor, dass die Diagnose nur noch mit Blut aus der Vene gestellt werden darf. Bisher wurde das Blut aus dem Finger entnommen und mit Hilfe eines Blutzuckermessgerätes untersucht. Mit unsicherem Ergebnis. Denn Schwankungen bei der Messung von bis zu 20 Prozent waren keine Seltenheit und für eine sichere Diagnose zu ungenau.

Dazu kommt, dass auch die Körpertemperatur und die Durchblutung der Finger beim Zeitpunkt der Blutentnahme das Messergebnis beeinflussen und das kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, erklärt Dr. med. M. Marquardt, Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Nicht häufig, sondern selten



Nur rund 3 bis 5 Prozent aller werdenden Mütter sind von einem Schwangerschaftsdiabetes betroffen. Sie haben einen erhöhten Blutzuckerspiegel, der sich negativ auf die Entwicklung des Kindes und seiner Organe auswirken kann. Das Risiko einer Fehlgeburt steigt. Rechtzeitig erkannt, lässt sich die Erkrankung mit regelmäßiger Bewegung und einer Ernährungsumstellung meistens gut behandeln.

Man spürt es nicht



Meist bemerkt die Schwangere die Erkrankung nicht. Daher rät Marquardt allen werdenden Müttern, sich zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche auf einen möglichen Schwangerschaftsdiabetes untersuchen zu lassen. Denn die Dunkelziffer der Frauen, die unerkannt an einem Schwangerschaftsdiabetes erkranken, sei nach wie vor sehr hoch.

Vorbeugung ist die beste Medizin



Einen Schwangerschaftsdiabetes kann man leider nie ausschließen. Aber mit ein paar einfachen Tricks können Sie das Risiko minimieren. Und das geht so: Bewegen Sie sich ausreichend an der frischen Luft, gönnen Sie sich eine Ernährung mit viel Eiweiß und Kohlenhydraten und verzichten Sie auf stark zuckerhaltige Speisen und Getränke. So helfen Sie Ihrem Insulinspiegel, stabil zu bleiben. Für eine gesunde Schwangerschaft.

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