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Die Hausgeburt - Gebären in den eigenen vier Wänden

Eine Alternative zur Klinik - die Hausgeburt
Bild: Neelrad - Fotolia.com
Früher war es völlig normal. Heute kommen in Deutschland nur noch wenig Babys zu Hause zur Welt. Weniger als zwei Prozent aller Kinder werden außerhalb einer Klinik in einem Geburtshaus oder zu Hause geboren. Zum Vergleich: In den Niederlanden liegt die Hausgeburtsrate bei ungefähr 30 Prozent.


Dabei hat eine Hausgeburt viele Vorteile:

Die werdende Mutter wird von einer Hebamme schon während ihrer Schwangerschaft betreut. So ist die Hebamme bei der Geburt schon längst keine Fremde mehr, sondern sie kennt alle Familienmitglieder und die häusliche Situation. Viele Frauen fühlen sich in der vertrauten Atmosphäre ihres Heims viel wohler, so dass sie sich auch besser entspannen können. Es gibt keine Wege zum Geburtsort und von dort zurück: Mutter, Vater und Neugeborenes können sich nach „getaner Arbeit” einfach erholen und entspannen.

Die Hebamme begleitet die Frau individuell und durch alle Phasen der Geburt und es findet kein Schichtwechsel statt. Dabei kann die Frau die Geburt ihres Babys selbst gestalten, sie selbst bestimmt, was gut für sie und ihr Kind ist. Nach der Geburt übernimmt die Hebamme die Nachsorge und begleitet Mutter und Kind durch das Wochenbett.
Die Geburt in den eigenen vier Wänden ist für Frauen geeignet, die gesund sind und eine normale Schwangerschaft durchlaufen. Wichtig sind auch ein gutes Maß an Selbstbewusstsein und Vertrauen in die Kraft des eigenen Körpers und in die Hebamme. Viele Studien belegen, dass eine Geburt zu Hause genauso sicher ist wie die Entbindung in der Klinik. Die Hebammen haben immer alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände und modernen Geräte dabei. Sollte es doch einmal zu unvorhersehbaren Komplikationen kommen - was selten der Fall ist - wird die Frau in die Klinik gebracht.

Wenn eine Hausgeburt für Sie in Frage kommt, sollten Sie sich frühzeitig d.h. schon im 4./5. Schwangerschaftsmonat um eine Hebamme bemühen.

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Kommentare von Lesern:

 
daniela, viersen:
20.01.2013 13:48
Unsere Hausgeburt war ein Traum. Schade das es wenig Frauen gibt die sich das zutrauen und noch trauriger finde ich das es bald keine Hebammen mehr dafür gibt.
Nina, Kerpen:
02.01.2012 22:28
Wie wenig Vertrauen wir Frauen doch in unsere Kräfte und die Natur haben? Ich kann nach einer Hausgeburt überhaupt nicht verstehen, dass es noch Frauen gibt, die ohne einen triftigen Grund bei einer Geburt ärztliche (bzw. "Krankenhäusliche") Hilfe in Anspruch nehmen. Traurig!
christine , rosenheim:
01.12.2011 18:35
katharina, kannst du das belegen? was ist das für eine studie? da müssen ja einige faktoren reinspielen, dass sie glaubhaft ist ;) in den niederlanden gibt es ja hauptsächlich hausgeburten,d a sind die prozentzahlen sicher nochmal anders, und nicht mit den hiesigen zu vergleichen. für mich persönlich kommt nichts anderes mehr in frage, als eine hausgeburt, wenns medizinisch nicht notwendig ist ins krankenhaus zu gehen. hab leider die vergelichsmöglichkeit...
Katharina, Göttingen:
17.12.2010 09:03
Eine aktuelle niederländische Studie belegt, dass ausschließlich von Hebammen geleitete Geburten mit einer mehr als doppelt so hohen Müttersterblichkeit (2,3fach erhöht) einhergehen. Unqualifizierter und nicht aktueller Artikel!
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Kontakte + Infos

Namen und Telefonnummern von Hebammen, die Hausgeburten begleiten, finden Sie in unserer
Hebammenliste

Wenn Sie in anderen Regionen eine Hebamme suchen, finden Sie diese auch unter:
www.hebammensuche.de
Die genaue Zahl der Hausgeburten ist nicht bekannt. Geschätzt wird, dass zwei bis fünf Prozent aller Frauen zu Hause gebären.
Quelle: 18.01.2000 dpa
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