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„Drei ist einer zuviel?“ - Die Doula

Die Doula unterstützt während der Geburt emotional
Bild: Laura Lipponnen

Die Doula als persönliche Ressource für werdende Eltern in der Geburt



„Ist es wirklich notwendig, dass noch eine Person bei der Geburt dabei ist? - Du hast doch die Hebamme und mich.“ - Diese berechtigte Frage stellt sich der werdende Vater bei der Planung der bevorstehenden Geburt.

Unterstützung für die Frau und den Mann



Heute ist es vielen werdenden Vätern ein echtes Bedürfnis, ihrer Frau bei der Geburt des gemeinsamen Kindes beizustehen. Häufig gehört die Geburtsbegleitung auch von Anfang an zum Pflichtprogramm vom „guten Vater sein“ dazu. Obwohl sich die meisten Männer in dieser neuen Rolle unsicher fühlen, möchten sie es doch auf jeden Fall „auf sich zukommen lassen“. Klar ist, dass diese Aufgabe in der Praxis bisher nicht erprobt werden konnte, die Herausforderungen sind nicht vorherzusehen. Die wenigen Stunden im Geburtsvorbereitungskurs dienen meist als rein theoretische „Trockenübung“, auch die Fülle an Informationen und vage Atemübungen im Kurs machen die Geburt nicht erfahrbar.


Auch wer sich als Mann bisher im Berufsleben als kompetent und erfahren erwiesen hat, begibt sich bei „seiner“ ersten Geburt erst einmal auf unbekanntes Terrain. Ein natürliches Know-how des Mannes gibt es in diesem Fall nicht, die Unterschiede im körperlichen Erleben von Mann und Frau werden beim Geburtsgeschehen sehr deutlich.

Mit Know-how ist gemeint: Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, z.B. die richtigen Worte oder die passende Berührung finden. Ein fertiges Konzept für den Partner, was der Gebärenden gut tut und was genau den Umgang mit den Wehen erleichtert, lässt sich nicht erstellen.

Emotionaler Beistand

Hier setzt die Arbeit einer Geburtsbegleiterin, einer so genannten Doula an. Das altgriechische Wort Doula bedeutet „Dienerin der Frau“, sie steht als persönlicher Coach und zusätzliche Ressource vor allem für die Frau, aber auch für den Mann zur Verfügung.

Die Doula bleibt während der gesamten Geburtsdauer präsent. Da sie keine medizinischen Aufgaben erfüllt und auch keine Hebamme ersetzt, kann sie sich ausschließlich auf die emotionalen Bedürfnisse der gebärenden Frau konzentrieren. Fühlt sich die Frau optimal betreut, ist es für den Partner viel leichter, auf den positiven Verlauf der Geburt zu vertrauen. Er wird entlastet und bekommt das Feedback, dass es für seine Frau aushaltbar ist, weil manches „ganz normal für eine Geburt“ ist.

So kann der werdende Vater das Wesentliche zur Unterstützung in der Geburt beitragen, nämlich Vertrauen und wohlwollendes Dasein. Im Verlauf der Geburt hält ihn die Doula ständig auf einem aktuellen Informationsstand. Er ist über die übliche und normale Krankenhausroutine im Bilde. Er wird, wenn er möchte, zu ganz konkreten und aktiven Hilfsmöglichkeiten für seine Partnerin angeregt. Auch kann er in Ruhe eine kleine Auszeit nehmen, um z.B. eine Tasse Kaffee in der Cafeteria zu trinken, ohne dass die Gebärende allein bleibt.

Teil 1

Unterstützung für die Frau und den Mann

Emotionaler Beistand

Teil 2

Die Doula bleibt über die gesamte Geburt

Aufgaben einer Doula

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Kommentare von Lesern:

 
Katharina, Berlin:
12.02.2016 12:31
Hallo,
ich hatte in London bei meiner ersten Geburt eine Doula dabei, die gleichzeitig ausgebildete Hebamme war und sogar noch "Springer-Einsätze" im gleichen Krankenhaus bei Personalnotstand leistete. Sie war mir wärmstens empfohlen worden, war ziemlich ausgebucht und hatte durchaus ihren Preis. Aber das war es uns wert, zumal es unser erstes Kind war und obwohl wir sehr gut englisch sprechen, war ihre Anwesenheit für uns eine extra Beruhigung im Vorfeld.
Sowohl mein Mann als auch ich fanden die Anwesenheit der Doula als absolut hilfreich. Sie war auch wirklich nur in ihrer Funktion als Doula dabei und funkte keinesfalls in die Arbeit der Hebamme oder Ärzte herein, obwohl es "ihr" Krankenhaus war. Fanden wir sehr professionell. Sie kam schon nach Hause als die Wehen losgingen und sie gab meinem Mann das Zeichen, wann er das Taxi rufen sollte, da meine Wehen von Anfang an sehr stark waren. Sie masierte mir den Rücken und obwohl mein Mann mir auch gut beistand, konnte er sich zwischendurch auf das administrative Geschehen konzentrieren, während ich von der Doula und einer tollen Hebamme betreut wurde. Ich hatte dann auch für jede Hand Arme, die ich pressen konnte (Mann und Doula), wenn der Schmerz zu stark war.
Für meinen eher Schulmedizin-skeptischen Mann war es gut, dass die Doula ihm den Befund der Ärztin bestätigte, dass eine medizinische Intervention bei mir nötig sei. Darüber bin ich ihr noch heute dankbar, denn ich hieß die medizinische Intervention für mich willkommen, obwohl ich menschlich die Ärztin auch nicht als sehr vertrauenswürdig empfand und ich hatte keine Kraft noch für eine evtl. Auseinandersetzung mit meinem Mann.
Ich berichte immer wieder von meiner positiven Erfahrung mit einer Doula, wenn ich gefragt werde. Gleichzeitig plädiere ich dafür, dass Doulas dafür gut trainiert/ausgebildet sein müssen, damit sie wirklich eine Hilfe für die Gebärenden sind, v.a. wenn die Kreißsaalhebammen gerade nicht zur Hand sind.
Jana Friedrich , Berlin:
28.02.2013 13:58
Hallo,

ich bin Hebamme, sowohl in der Klinik, als auch freiberuflich.
Als ich im Herbst 2012 beim Hebammenkongress in Hannover war, wurde dort in vielen Vorträgen immer wieder vom großen Nutzen – weniger Interventionen, weniger Schmerzmittel – gesprochen, den Frauen haben, die von einer Doula betreut werden. Und ich muss sagen, dass zumindest wir Klinikhebammen leider nicht immer versprechen können, die ganze Zeit über bei der Gebärenden zu bleiben. Wenn im Kreißsaal gerade sehr viel los ist, muss man doch immer wieder mal raus. Dann hängt es schon manchmal sehr an der Begleitperson, die Motivation der Schwangeren aufrecht zu erhalten und für ihre akuten Bedürfnisse zu sorgen. Eine Doula kann diese "Lücke" natürlich gut schließen. Auch als Entlastung für den Partner.

Ich schreibe einen Blog und wer Lust hat ein Interview mit einer Doula zu lesen wird hier fündig:
http://www.hebammenblog.de/geburtsbegleitung-doula-interview-gaupp/

Gruß Jana
Damaris, Dresden:
27.07.2010 01:21
Die Rolle der Doula hat bei mir eine gute gleichaltrige Freundin, der ich vertrauen kann, übernommen, die selbst ein Jahr zuvor Ihre Tochter unter schwierigen Bedingungen (Zange) gebohren hat.

Bevor ich die Entscheidung, außer meinem Mann noch jemanden mitzunehmen, getroffen hatte, hat mir Anne alles über Ihre Geburt erzhält so dass ich das Gefühl hatte Ihr vertrauen zu können und mich vor Ihr für nichts zu schämen brauche.

Das ich außer meinem Mann noch jemanden brauche wurde mir bei meinen Überlegungen, wie die Geburt ablaufen würde und was für Schwierigkeiten auftreten könnten (Mein Mann kann kein Blut sehen, ich kann in dem Moment nicht einschätzen, ob er dieses und jenes sehen sollte, ... ). Eine erfahrene (!) Freundin aber kann das und kann sich um meinen Mann kümmern, ich brauche mir keine Sorgen zu machen, ob er kollabiert, mich niemals wieder sexy finden kann usw.

Als ich Janis gebohren habe, war Anne der wichtigste Mensch für mich. Mein Mann mußte zum Schluß raus, weil es ein übles Gemetzel war, die Hebamme ein rabiates Miststück, und ich für die Ärzte, die dazugeholt werden mußten, nur eine Gans auf dem Tranchierteller war.




Es hat sich im Nachhinein als absolut richtig erwiesen, Anne mit
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Teil 1

Unterstützung für die Frau und den Mann

Emotionaler Beistand

Teil 2

Die Doula bleibt über die gesamte Geburt

Aufgaben einer Doula

Mehr Informationen

Doula-Team
Häberlstrasse 17,
Andrea Singer M.A., Doula,
GfG-Geburtsvorbereiterin und Traumafachberaterin (THZM),

Tel. 089-43597780,

www.doula-info.de

(Doula Team München), oder Beratungsstelle für Natürliche Geburt und Elternsein e.V., Häberlstr. 17, Tel. 089-5506780

Im Internet:
www.gfg-bv.de

Verein Doulas in Deutschland e.V.
www.doulas-in-deutschland.de

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