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Alternative Heilmethoden

Osteopathie - Sanfter Händedruck
Bild: E-Pyton - Fotolia.com

Osteopathie – Sanfter Händedruck



Osteopathie ist ein manuelles Diagnose- und Behandlungs- konzept, das auf den amerikanischen Arzt Andrew Taylor Still (1828 – 1917) zurückgeht. Still ging davon aus, dass sich Funktionsstörungen des Körpers durch Verletzungen oder Traumata auf drei Ebenen manifestieren: im Bewegungsapparat, den inneren Organen sowie in Schädel, Gehirn und Rückenmark. Mit gezielten Behandlungsgriffen versucht der Osteopath Spannungen zu ertasten, um sie mit sanftem Zug oder Druck zu lösen. „Wir betrachten den Körper unserer Patienten wie eine Landkarte“, erklärt Petra Gyllenstig, Physiotherapeutin und Osteopathin aus Göttingen, die Behandlungsform. „Dabei spielen Anatomie, Physiologie und Muskeltonus die Hauptrolle. Wir schauen und fühlen, wie sich der Körper unter Anspannung verhält und wo Blockaden zu spüren sind. Die Anamnese trägt wesentlich dazu bei, Zusammenhänge zwischen früheren Traumata und aktuellen Beschwerden zu diagnostizieren, denn nicht immer zeigen sich Beschwerden an ihrem Ursprungspunkt.“
Mit Osteopathie können akute oder chronische Beschwerden gelindert werden. Auch in der Präventivmedizin spielt die Osteopathie eine herausragende Rolle. Sie hat sich besonders bewährt bei Geburtstraumata, wie sie zum Beispiel durch Risiko-, Saugglocken-, Zangen- oder Kaiserschnittgeburten hervorgerufen werden.

So wie bei dem kleinen Till. „Till hatte eine anstrengende Geburt hinter sich. Seine Mutter lag über zwölf Stunden in den Wehen. Der Muttermund öffnete sich kaum und nachdem seine Herztöne immer schlechter wurden, kam er schließlich per Kaiserschnitt zur Welt. Weil Till an der Brust nicht gut trank, bot ihm seine Mutter schließlich das Fläschchen an. Aber auch hier wurde er nicht satt. Er schien nicht richtig saugen zu können und nahm kontinuierlich ab. Nachdem seine Situation immer besorgniserregender wurde und der Kinderarzt sich keinen anderen Rat mehr wusste, als Till per Magensonde zu ernähren, wandte sich Tills Mutter Ines an die Osteopathin, die ihr ihre Hebamme empfohlen hatte. Sie betrachtete den kleinen Till ausführlich und begann, mit ihren Händen Blockaden zu lösen, die sich offensichtlich während der Geburt manifestiert hatten. Sie hatten dazu geführt, dass sich sein kleiner Körper nicht richtig entfalten konnte.“ „Nach nur zwei Behandlungen war mein Sohn wie ausgewechselt,“ erzählt Ines. Ich weiß zwar nicht, was genau die Osteopathin mit Till gemacht hat, aber es hat wunderbar geholfen.

Erfahrungen wie diese hat Hebamme Igelmund aus Köln bereits häufiger gemacht. Nach anstrengenden Geburten und bei Stillproblemen empfiehlt sie „ihren Schwangeren“ deshalb den baldigen Besuch bei einem guten Osteopathen. Durch eine frühzeitige Behandlung, die für den Säugling vollkommen schmerzfrei ist, können viele Störungen behoben werden, bevor sie sich verfestigen. „In Frankreich“, so Manuela A. Treinis, Osteopathin und Heilpraktikerin aus Köln, „gibt es in vielen Hospitälern bereits „Osteopathen vom Dienst, die Neugeborene sofort nach der Geburt versorgen. Vielleicht eine gute Anregung für deutsche Geburtskliniken“.
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Traditionelle Chinesische Medizin
Osteopathie

Hebammen Empfehlung

Osteopathie
Bei Rückenbeschwerden in der Schwangerschaft, Hals-Nacken-Verspannungen in der Wochenbett-Zeit, insbesondere aber nach anstrengenden, Geburten per Saugglocke, Zange oder Kaiserschnitt und für Schreibabys empfehlen Hebammen „ihre Schwangeren“ an Osteopathen weiter.

Die Wahl des richtigen Therapeuten

Die Bezeichnung „Therapeut“ ist in Deutschland nur geschützt, wenn sie durch bestimmte Begriffe ergänzt ist, zum Beispiel Ergotherapeut, Physiotherapeut etc. Der Begriff Therapeut allein ist also keine Garantie für eine fundierte Ausbildung oder fachliche Kompetenz. Auch die Bezeichnung Homöopath ist in Deutschland bis heute noch nicht rechtlich geschützt und auch die Osteopathen warten noch auf ihre gesetzliche Berufsanerkennung. Scheuen Sie sich also nicht, den Therapeuten Ihrer Wahl danach zu fragen, wann und wo er seine Ausbildung absolviert hat, wie lange die Ausbildungszeit war, ob er sich regelmäßig fortbildet und wie lange er schon praktiziert. Für den Behandlungserfolg ist schließlich entscheidend, ob Sie ihm vertrauen. Wenn die „Chemie“ zwischen Ihnen nicht stimmt, sollten Sie sich lieber nach einer Alternative umsehen.
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