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So lernt dein Kind das Sprechen am besten

„Kuutschie, kuutschie!“ Mit dem spaßigen Baby-Speak der ersten Monate ist´s vorbei, wenn dein Kleinkind beginnt, die ersten Wörter zu formulieren. Jetzt braucht es Eltern, die ihm beim Spracherwerb konsequent helfen. Das funktioniert am besten, wenn Mama und Papa das gesprochene Wort mit einer Handlung oder dem bezeichneten Objekt interaktiv begleiten.

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Größerer Wortschatz

Die Vernetzung von Spracherwerb und Handlung haben US-Forscher von der University of Pennsylvania heraus gefunden. In 50 Familien mit 14 Monate alten Kindern zeichneten sie Videos zur Interaktion der Eltern auf. Drei Jahre später wurde der Nachwuchs im Vokabeltest geprüft. Diejenigen, die informativ belehrt wurden, schnitten besser ab – unabhängig vom sozialen Status der Eltern.

Viel hilft nicht viel

Dabei zeigte sich auch, dass informatives Sprechen das frühe Kinder-Vokabular besser entwickelt als das häufige Sprechen. Also: Die Kleinen nicht einfach volltexten. „Eltern können auch Laute des Kindes aufgreifen und nachahmen – das ist ebenso wichtig für die Sprachentwicklung“, erklärt Dietlinde Schrey-Dern vom Bundesverband für Logopädie. Die vom Kind gesprochenen Vokale und Konsonanten solltest du durch das richtige Wort ersetzen – wenn möglich, in Verbindung mit dem jeweiligen Objekt. „Damit bieten Eltern ihrem Nachwuchs die richtige Lauthilfe an.“ Das Aufgreifen von Gestik und Mimik, die das Kind von sich aus kommuniziert, sei dabei für den Spracherwerb äußerst förderlich, ergänzt die Expertin.