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Osteopathie für Babys

Auf dem Spielplatz, in der Babygruppe oder bei der Rückbildung: Alle sprechen von Osteopathen. Die Therapeuten mit den Wunderhänden sind ein großes Thema.

In diesem Artikel:

Osteopathen bewirken mit sanften Griffen Großes

Osteopathie ist keine Wunderheilung, sondern ein auf einer ganzheitlichen Betrachtung aller Vorgänge im Körper beruhendes Handwerk. Eine Therapie, die davon ausgeht, dass sich alle Strukturen unseres Körpers, seien es Knochen, Sehnen, Muskeln, Gefäßsysteme oder Organe, in ständiger Bewegung befinden. Ist diese Beweglichkeit gestört oder verläuft sie nicht mehr in den vorgesehenen Bahnen, können daraus langfristig Krank heiten entstehen. Aufgabe des Osteopathen ist es, durch sorgfältiges Abtasten des Körpers solche Störungen und Blockaden zu erkennen und aufzulösen.

Beschwerden vorbeugen

Ein Baby ist unter der Geburt enormen physikalischen Kräften ausgesetzt. Der Geburtskanal ist eng und die Schädelknochen des Babys verschieben sich beim Durchtreten oft um bis zu einen Zentimeter. Das kann Spuren hinterlassen, manchmal nur winzig kleine Verschiebungen und Verspannungen im Körper, die jedoch größere Folgen haben können. Hinweise auf derartige Störungen geben Säuglinge, die viel schreien, viel spucken oder Schluck- und Saugstörungen haben.

Aber auch Kinder, die besonders unruhig sind, Verdauungsprobleme haben, häufig an Mittelohrentzündungen leiden oder sichtbare Körperfehlhaltungen zeigen. Selbst Lernstörungen können osteopathisch gesehen auf erworbene
Bewegungseinschränkungen zurückzuführen sein.

Doch auch bei weniger konkreten Symptomen ist ein osteopathischer Check eine sinnvolle Ergänzung zur U-Untersuchung beim Kinderarzt. „Das Gewebe von Säuglingen ist in seiner Form noch sehr flexibel. Das macht es einfach, kleine Spannungen zu lösen, bevor sie sich festwachsen“, erklärt Torsten Liem, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kinder-Osteopathie.