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Ein Zahn kommt selten allein ... – was deinem Baby beim Zahnen hilft

Rote Bäckchen, Fieber und wenig Schlaf: Viele Babys leiden, wenn die ersten Zähne durchbrechen. Hier beantworten wir wichtige Fragen rund ums Zahnen: Was sind die ersten Anzeichen und was hilft deinem Liebling, den Schmerz zu lindern? Außerdem: Fünf Mütter schildern, wie sie das Zahnen bei ihrem Baby erlebt haben.

In diesem Artikel:

Kommt jetzt der erste Zahn?

Ob mit sechs oder sieben Monaten, alle Eltern freuen sich, wenn sie die weiße Spitze des ersten Zähnchens entdecken. Oft versteht man erst im Nachhinein, warum das Kind in den letzten Tagen so unruhig und quengelig war. Doch wie beim Auf-den-Bauch-Drehen, Krabbeln oder Sprechen ist auch die Zahnentwicklung deines Kindes sehr individuell. Und so kommt es durchaus vor, dass Babys schon mit drei oder vier Monaten ihren ersten Zahn bekommen.

Dein Baby kann den Mund nicht voll genug bekommen?

Wenn dein Baby ständig seine Finger oder womöglich am liebsten das ganze Fäustchen in seinen Mund schieben und auf allem, was es zu fassen bekommt, rumkauen möchte, ist ein neuer Zahn im Anmarsch. Meist speichelt dein Baby dann auch mehr, sein Zahnfleisch ist gerötet und geschwollen.

Vom Engelchen zum Quengelchen?

Zähne kriegen tut weh! Kein Wunder also, wenn die Kleinen unruhig und reizbar sind. Trost und Zuwendung, aber auch Ablenkung wie kleine Sing- oder Fingerspiele zaubern die schlechte Stimmung wenigstens für kurze Zeit weg.

Der erste Zahn ist da!

Tipps für die Pflege von Anfang an auf kidsgo.de/zahnpflege

Kann eine Massage helfen?

Vor dem Durchbruch des Zähnchens linderst du mit einer Massage der Kieferleisten und des Zahnfleischs den Druckschmerz, den dein Baby jetzt empfindet. Entweder nimmst du dazu einen sauberen Finger oder einen Silikon-Fingerling aus der Apotheke. 

Warum steigt die Körpertemperatur?

Einige Babys bekommen beim Zahnen Fieber. Das hat nur indirekt etwas mit dem Zähne kriegen zu tun. Tatsächlich berichten viele Eltern von Erkältungsschüben und Infekten, die zeitgleich mit dem Durchbrechen der Zähne auftreten. Der Grund: Der Nestschutz lässt im typischen Zahnungsalter von einem halben Jahr nach, Erkältungsviren haben so leichteres Spiel.

Beißringe oder Waschlappen?

Viele Babys lieben es jetzt, auf etwas herumzukauen. Beißringe sind ideal und ungefährlich. Sie nehmen das unangenehme Spannungsgefühl und lindern, leicht gekühlt, den Druckschmerz. Ins Eisfach gehören sie allerdings nicht, da sie dort zu kalt werden und dann an Mund oder Zahnfleisch festfrieren könnten. Kühlschranktemperatur reicht völlig aus. Auch ein feuchter Waschlappen kann als Kauhilfe dienen. Probier einfach beides aus.

Ist gegen den Schmerz ein Kraut gewachsen?

Ja, sogar zwei, nämlich Kamille und Salbei. Am besten kochst du einen Tee aus den beiden Kräutern und bestreichst damit das Zahnfleisch. Oder lass dein Baby auf dem Zipfel einer damit befeuchteten Stoffwindel oder eines Waschlappens kauen. Auch ein Zahnungs-Gel, das pflanzliche Wirkstoffe aus Ringelblume oder Kamille enthält, kann den Schmerz lindern.

Und wann sind dann alle Zähne da?

Ähnlich wie beim ersten Zähnchen lässt sich diese Frage nicht ganz eindeutig beantworten. In der Regel sind mit 2 1/2 Jahren alle 20 Milchzähne durchgebrochen.
Ausreißer nach oben und unten gibt es natürlich auch bei diesem großen Entwicklungsschritt.

Neue Zähne und schlaflose Nächte

Fünf kidsgo-Mütter berichten vom „großen Durchbruch“ der ersten Zähne:

"Er hat eine Nacht unruhig geschlafen"

„Carlo hat seinen ersten Zahn bekommen und der zweite ist auch schon unterwegs. Gott sei Dank habe ich den ersten Zahn nicht kommen „hören“. Er hat zwar eine Nacht recht unruhig geschlafen, aber das war im Vergleich zu den Geschichten von anderen Eltern sehr harmlos. Nun hat er eine weiße Spitze und es sieht echt süß aus.“  Susi (29) mit Carlo, 7 Monate

Und wie ging´s weiter?

Das komplette Tagebuch aus dem 1. Babyjahr unserer kidsgo-Mütter liest du auf kidsgo.de/baby-tagebuch

"Ruben quengelte und lutschte wie verrückt an seinen Fingern"

„Ruben quengelte in den letzten Tagen öfter und lutschte wie verrückt an seinen Fingern. Eher versuchte er sich das ganze Fäustchen in den Mund zu stopfen. Ich dachte immer an Hunger und wunderte mich, weshalb er beim Stillen immer nur ansaugte und dann weiter jaulte. Die Hebamme im Rückbildungskurs schaute Ruben nur mitleidig an und meinte: „Oh, der Arme. Die Zähnchen. Ich fiel aus allen Wolken. Ich bin immer davon ausgegangen, dass das erst mit einem halben Jahr losgeht.“ Judith (32) mit Ruben, 3 Monate

"Sie hat ständig rote Backen und braucht immer etwas, auf dem sie beißen kann"

„In der letzten Woche wurde Jenna sehr von ihren Zähnen geplagt. Den einen hat sie ja schon einige Zeit, und mittlerweile ist er richtig gut zu sehen. Schlag auf Schlag kommen nun Zahn zwei, drei und vier zeitgleich. Dies ist natürlich einerseits toll, andererseits scheinen die Zähne ziemlich zu schmerzen. Sie hat ständig rote Backen und braucht immer etwas, auf dem sie beißen kann. Einen Tag hatte Jenna sogar leicht erhöhte Temperatur. Ob das nun vom Zahnen kommt oder nicht: Es hat sie zusätzlich geschlaucht und die Nacht war auch dementsprechend ...“ Daniela (33) mit Jenna, knapp 6 Monate

"Leider ist mit dem Durchbruch immer noch keine Schlafbesserung in Sicht"

 „Dann ging es wieder los. Wir waren wieder total unwissend, was dem Kerlchen denn nun fehlt. Aber es gab auch keinerlei Anzeichen für die nächsten Zähne. Erst seitdem Montagmorgen der linke Schneidezahn durch ist und nun der Daumen oder auch die ganze Hand im Dauereinsatz im Mund sind! Leider ist mit dem Durchbruch immer noch keine Schlafbesserung in Sicht. Denn jetzt blitzt schon der zweite Schneidezahn hervor. Wir hoffen, dass der nun ebenfalls ganz schnell wächst und nachts endlich wieder ein wenig Ruhe einkehrt." Hendrikje (28) mit Jonah, 6 ½ Monate

"Drei schlaflose Nächte für die Eltern – und dann ist plötzlich ein Zahn da"

„Unser Leben wird momentan von Noahs schmerzlichem Zahnen bestimmt. Es läuft genauso ab wie vor wenigen Wochen: Erst hat Noah ordentlich Verdauung, dann folgen Erkältung mit Schnupfen und Husten und drei schlaflose Nächte für die Eltern – und dann ist plötzlich ein Zahn da ... Wenn ich überlege, wie viel Zähne er noch bekommt ...“ Marta (32) mit Noah, 12 Monate