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Spielzeug kaufen - 10 Tipps für den Besuch im Spielzeuggeschäft

Den Blick ratlos auf die Regale gerichtet, in den Händen die Wunschlisten der Kinder. Eltern haben so kurz vor Weihnachten viel zu tun. Sie müssen entscheiden, welches der vielen Kauf-Angebote in Frage kommen, dabei sind Rückrufaktionen und Nachrichten über Gifte im Spielzeug zu berücksichtigen. Worauf sollte beim Spielzeugkauf geachtet werden?

In diesem Artikel:

Spielzeugkauf sollte gut überlegt sein

„Gerade wenn es um Spielzeug geht, sollten übereilte Käufe zu Weihnachten vermieden werden“ rät Martina Abel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft „Mehr Sicherheit für Kinder e.V.“, kurz BAG, in Bonn. Um Eltern bei den Weihnachtseinkäufen zu helfen, hat die BAG 10 Punkte zusammengestellt, auf die beim Kauf geachtet werden sollte.

Gütesiegel und Kennzeichen

Achte auf Gütesiegel. Die gängigsten Prüfzeichen sind: GS-Zeichen, Proof-Zeichen, „LGA Tested Quality“-Zertifikat. Für elektronisches Spielzeug ist das VDE-Siegel entscheidend. Darüber hinaus stehen „Der blaue Engel“ und „spiel gut“ für getestete, umweltfreundliche und sichere Produkte.

Testergebnisse und Beratung

Informiere dich vor dem Kauf der Weihnachtsgeschenke, ob bereits Testergebnisse der gängigen Verbraucherschützer über bestimmte Produkte vorliegen. Stiftung Warentest prüft Produkte und veröffentlicht die Ergebnisse. Vor dem Kauf sollten Eltern das Spielzeug in der Hand halten, um selbst einen Eindruck des Produkts zu erhalten. Aus diesem Grund empfiehlt die BAG auch den Kauf bei Einzelhändlern und Kaufhäusern und nicht im Internet.

Geruch und Verarbeitung

Nicht jedes Spielzeug enthält ein Prüfsiegel. Dann ist es wichtig seinen Sinnen zu vertrauen. Ein erster Anhaltspunkt ist der Riechtest: Riecht das Spielzeug neutral oder streng nach Chemikalien? Ein wahrnehmbarer Geruch kann auf gesundheitsschädigende Lösungsmittel hinweisen. Auch beduftete Spielsachen lieber im Laden lassen. Duftstoffe können Allergien auslösen. Das Produkt der Wahl sollte keine scharfen oder spitzen Kanten aufweisen. Holzspielzeug sollte glatt und gut verarbeitet sein, damit sich keine Splitter lösen. Klappbare Einzelteile müssen gerade bei Babys und Kleinkindern vermieden werden, hier können Quetschungen entstehen. Alle Produkte auf Stabilität und ablösbare Einzelteile überprüfen. 

Lackierte Oberflächen und Kunststoff

Lackierte Oberflächen müssen schweiß- und speichelfest sein. Bei Sachen für kleine Kinder darauf achten, dass sie abwaschbar sind. Bleibt beim Rubbeln mit angefeuchtetem Finger Farbe an der Hand hängen: Finger weg! 

Plastikteile sollten nicht aus PVC bestehen, das oft schädliche Weichmacher enthält. Spielwaren aus ABS-Kunststoff hingegen sind unbedenklich. Ein Blick auf das Spielzeug selbst hilft: Ein auf dem Plastik aufgebrachtes Dreieck gibt Auskunft über die Zusammensetzung. An der 03 erkennen Sie das gefährliche PVC.

Lärm

Finger weg von Rasseln und Instrumenten, die ein Erwachsener als zu laut empfindet. Kinderohren sind empfindlich. Bei solchen Produkten unbedingt die Altersangabe beachten.

Kleinteile

Spielzeug, das kleiner ist als ein Tischtennisball, ist ungeeignet für Kleinkinder unter drei Jahren. Ebenso sollte das Spielzeug keine verschluckbaren Kleinteile oder herausnehmbare Batterien besitzen. Bei Geschenken mit Kleinteilen im Inneren, zum Beispiel Rasseln, sollte Wert auf eine gute Verarbeitung gelegt werden. Beim Kauf solcher Geschenke unbedingt die Altersangabe „Nicht geeignet für Kinder unter drei Jahren“ beachten.

Vorsicht bei Billigprodukten

Beim Kauf von Kinderspielzeug gilt: Günstige Produkte sind oft weniger gut verarbeitet und damit auch weniger sicher. Bei Billigprodukten ist die Gefahr, auf gefälschte Prüfsiegel zu stoßen, ebenfalls größer. Gefälschte Siegel lassen sich aber in vielen Fällen leicht erkennen: Das GS-Siegel etwa ist immer mit dem Zeichen des jeweiligen Prüfinstituts angebracht. Fehlt dieses Zeichen, ist das Siegel gefälscht!


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