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Babybesuchsdienste in der Weststadt

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GÖTTINGEN. Seit 2012 werden in Göttingen im Ortsteil Grone und nun auch in der Weststadt junge Familien von speziell ausgebildeten Mitarbeiterinnen der Evangelischen Familienbildungsstätte besucht, um über das breite Beratungs- und Hilfeangebot vor Ort zu informieren. Dabei stehen der persönliche Austausch und Informationen im Vordergrund. Die Besuche finden statt, wenn die Babys cirka acht bis zehn Wochen alt sind, das erste Einleben als Familie bewältigt wurde und andere Hilfeangebote wie von Hebammen nicht mehr präsent sind.

Mit einem Gruß der Stadt Göttingen durch den Dezernenten für Jugend, Siegfried Lieske, und durch die Groner Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr melden sich die Besucherinnen bei den Familien an. „Dabei handelt es sich beim Babybesuchsdienst nicht um eine Kontrolle der Ausübung elterlichen Pflichten, sondern vor allem darum, einen wertschätzenden Erstkontakt zu jungen Familien zu gestalten“, so Elke Drebing, Koordinatorin des Projektes und Ausbilderin der Besucherinnen für Stadt und Landkreis Göttingen, wo ebenfalls Babybesuchsdienste eingeführt werden.

„Bevor sich die Türen für uns öffnen, wissen wir lediglich Namen und Anschrift der Kinder, in den Gesprächen stellen wir uns auf die Fragen der Eltern ein“, so Meike König, Koordinatorin der Besuche in der Weststadt und Besucherin Lena El Fakhouri. Daher bringen die Besucherinnen nicht nur den Eltern eine Informationstasche und ein kleines Geschenk mit, sondern haben für ihre Beratung eine eigene „Beratungstasche“ dabei, die alle relevanten Informationen rund um das Thema junge Familie in mehreren Sprachen enthält. Bei Bedarf kann auch ein zweiter Besuch erfolgen.

„Uns ist es wichtig, mit unseren Materialien die Eltern ausreichend aber nicht überfrachtet zu informieren, daher sind die Informationen über Angebote den jeweiligen Stadtteilen angepasst“, erläutert Drebing. Hilfreich sei dafür die gute und langjährige Zusammenarbeit der Evangelischen Familienbildungsstätte mit allen Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe im Stadtgebiet.

Die gesamten Materialien der sogenannten Begrüßungstasche werden einzeln mit den Eltern angeschaut und erläutert. Das Gespräch über Informationen und Tipps rund um die neue Situation mit dem Baby steht im Mittelpunkt. Wo eventuell mehr Unterstützungsbedarf benötigt wird, kann ggf. direkt an weitere Hilfen vermitteln werden.

„Bislang konnte eine gute Akzeptanz der Besuche festgestellt und die Erfahrung gemacht werden, dass eine persönliche Einladung und das individuelle Gespräch wesentliche Faktoren für eine frühe Erreichbarkeit junger Familien sind“, bilanziert Karin Wendelborn, Leiterin der Ev. Familien-Bildungsstätte. Eine Quote von ca. 75 Prozent erreichter Eltern durch eine Evaluierung des Projektes unterstreicht diese Einschätzung.

„Bis auf ganz wenige Ausnahmen haben die Familien die Besucherinnen mit offenen Armen empfangen und sich für die Informationen sowie die Kontakt-, Beratungs- und Unterstützungsangebote nicht nur bedankt, sondern diese auch angenommen. Deshalb ist es etwas schade, dass wir den Babybesuchsdienst aus finanziellen Gründen noch nicht allen jungen Familien im Stadtgebiet anbieten können, sondern wir uns räumlich auf Grone und die Weststadt begrenzen müssen“, äußerten Jugenddezernent Lieske und die Netzwerkkoordinatorin Früher Hilfen der Stadt Göttingen, Jutta Teepe.

www.goettingen.de
www.fabi-goe.de












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