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Babywunsch unerfüllt - Künstliche Befruchtung 2/6

Künstliche Befruchtung: Methoden

In diesem Artikel:

Künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung umfasst grundsätzlich vier Verfahren, die nachfolgend eingehend erläutert werden. Welches Verfahren am sinnvollsten ist, wird durch die individuellen Gegebenheiten bestimmt. Angewandt wird die künstliche Befruchtung nur in Fällen, wo eine natürliche Fortpflanzung nicht möglich ist. Ob ein solcher Fall vorliegt, kann nur bei einer ärztlichen Konsultation ermittelt werden. Für Frauen ist der Gynäkologe bzw. die Gynäkologin der erste Ansprechpartner, Männer werden vom Urologen untersucht. Können diese Ärzte nicht helfen, wird meist zu einem Endokrinologen (Hormonspezialisten) oder zu einem Fortpflanzungsmediziner weiter überwiesen. Wichtig ist dabei, dass beide Partner sich einer Untersuchung unterziehen.

1. Insemination
2. In-Vitro-Fertilisation
3. GIFT-Methode
4. Mikroinjektion
1. Insemination

Bei der Insemination werden die Samenzellen mit einer Spritze oder einem Katheder direkt in die Gebärmutter oder den Gebärmutterhals bzw. dem Eileiter gespritzt. Die Samenzellen müssen dann den Weg zur befruchtungsfähigen Eizelle „aus eigener Kraft“ finden. Der beste Zeitpunkt für die Insemination ist 12 bis 24 Stunden vor dem Eisprung. Dann ist die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung der Eizelle sehr hoch. Die Samenzellen werden durch Masturbation „gewonnen“. In begründeten Verdachtsfällen werden diese noch auf Erbkrankheiten untersucht.

Anwendung findet die Insemination, wenn beim Mann eine geringe Samenmenge oder eine mangelhafte Qualität der Spermien festgestellt wird. Grund kann aber auch sein, wenn der Mann aufgrund von Erektionsstörungen zu keinem Geschlechtsverkehr in der Lage ist. Bei der Frau liegt bei einer angewandten Insemination meist ein organischer Defekt im Gebärmutterhals vor, der verhindert, dass die Spermien die Eizelle erreichen. Meist wird die Insemination mit einer „sanften“ Hormonstimulation bei der Frau verbunden, um den Eisprung besser bestimmen zu können.

Die Erfolgsquote der Insemination liegt in Abhängigkeit vom Alter der Mutter bei 5 bis 10%.

Die Herkunft der Samenzellen unterscheidet die Insemination in zwei Formen: Bei einer homologen Insemination kommt der Samen vom Ehepartner bzw. vom Partner einer fest gefügten Partnerschaft.
Kommt der Samen von einem anonymen Spender spricht man von einer heterologen Insemination. Letztere wird aber aufgrund hoher gesetzlicher Hürden und ärztlicher Richtlinien selten durchgeführt.